Analyse
06:45 Uhr, 24.03.2026

NINTENDO kürzt Switch-2-Produktion um 33 % wegen schwacher Nachfrage

Nintendo plant im laufenden Quartal die Produktion seiner neuen Konsole Switch 2 auf rund 4 Mio. Einheiten zu begrenzen. Das entspricht einem Rückgang von gut 33 % gegenüber den ursprünglich vorgesehenen 6 Mio. Geräten.

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Trotz eines starken Marktstarts mit 17,37 Mio. verkauften Einheiten seit Juni und einer Jahresprognose von rund 19 Mio. Geräten zeigt sich damit eine erste deutliche Abkühlung der Nachfrage.

Die Börse reagierte umgehend. Die Aktie verlor in Tokio zwischenzeitlich rund 6 % und gab damit die jüngsten Kursgewinne wieder ab, die durch den Erfolg eines neuen Pokémon-Titels ausgelöst worden waren.

Ausschlaggebend für die Produktionskürzung ist vor allem die enttäuschende Entwicklung im US-Markt, traditionell einer der wichtigsten Absatztreiber für Nintendo. Während sich eine günstigere Variante in Japan solide verkauft, bleibt die internationale Nachfrage hinter den Erwartungen zurück. Unternehmenschef Shuntaro Furukawa hatte bereits im Februar eingeräumt, dass sich das Auslandsgeschäft schwächer als geplant entwickelt.

Der schwache Absatz im wichtigen Weihnachtsquartal gilt als besonders kritisch. In dieser Phase entscheidet sich üblicherweise, ob eine Konsole den entscheidenden Netzwerkeffekt erreicht, der Entwickler und Spieler gleichermaßen anzieht. Dass Nintendo seine Absatzprognose zuletzt nicht weiter angehoben hat, werten Beobachter als klares Warnsignal.

Software bleibt der entscheidende Hebel für die Marge

Ein zentrales Problem bleibt das Spieleangebot. Zwar sorgte ein neuer Pokémon-Titel kurzfristig für Rückenwind, doch andere große Releases wie "Metroid Prime 4: Beyond“ blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Weniger als eine Million verkaufte Einheiten im Startmonat sind für ein Flaggschiff-Franchise ungewöhnlich schwach.

Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb. Sony bleibt mit seiner PlayStation-Plattform präsent, während Take-Two Interactive Software mit dem für November erwarteten Blockbuster "Grand Theft Auto VI“ einen potenziellen Branchenimpuls setzt, der Nutzerzeit und Kaufkraft bindet.

Zusätzlichen Druck erzeugen steigende Speicherchippreise, die die Margen der Hardware belasten. Nintendo erwägt zwar Preisanpassungen, verzichtet bislang jedoch darauf, um die Nachfrage nicht weiter zu gefährden. Stattdessen könnte das Unternehmen mit neuen Hardwarevarianten gegensteuern, darunter eine Version mit austauschbarer Batterie für Europa.

Intern wird zudem diskutiert, ob die starke Verfügbarkeit zum Marktstart Nachfrage vorgezogen hat, die nun fehlt. Diese These würde die aktuelle Schwäche zumindest teilweise relativieren, ändert jedoch nichts am kurzfristigen Anpassungsbedarf.

Fazit: Nintendo steht vor einem klassischen Konsolenzyklus-Problem: Ein starker Launch allein reicht nicht, wenn die Softwarepipeline und die internationale Nachfrage nicht nachziehen. Entscheidend wird nun, ob Nintendo mit neuen Spielen und Varianten die Nachfrage wieder beleben kann. Abschreiben würde ich die Nintendo-Aktie sicherlich derzeit nicht. Die erste Switch hat schon bewiesen, dass neue Varianten die Nachfrage schnell auch wieder anheben können.

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Jahr 2025/26e* 2026/27e* 2027/28e*
Umsatz in Mrd. USD 14,66 16,05 17,22
Ergebnis je Aktie in USD 2,23 2,47 2,96
KGV 26 23 19
Dividende je Aktie in USD 1,28 1,40 1,60
Dividendenrendite 2,25% 2,46% 2,81%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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