Neustart bei PAYPAL - CEO gefeuert und Zahlen unter Erwartungen
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Der Umsatz stieg im Weihnachtsquartal zwar um 4 % auf 8,68 Mrd. USD, blieb damit aber ebenso unter den Erwartungen wie der bereinigte Gewinn je Aktie von 1,23 USD. Analysten hatten mit 8,79 Mrd. USD Umsatz und 1,28 USD je Aktie gerechnet. Der Ausblick auf 2026 fiel noch verhaltener aus und setzte die Aktie im vorbörslichen Handel unter massiven Druck, mit Kursverlusten von rund 10 % .
PayPal bekommt zunehmend die Zurückhaltung der Verbraucher in den USA zu spüren. Hohe Zinsen, weiterhin steigende Lebenshaltungskosten und erste Anzeichen eines sich abkühlenden Arbeitsmarkts führen dazu, dass Haushalte diskretionäre Ausgaben zurückfahren und alltäglichen Notwendigkeiten den Vorrang geben. Dieses Muster, das zuletzt auch große Einzelhändler und Konsumgüterkonzerne beschrieben haben, traf PayPal ausgerechnet im traditionell starken Weihnachtsquartal. Normalerweise profitieren Zahlungsdienstleister in dieser Phase von höheren Ausgaben für Geschenke, Reisen und saisonale Angebote. 2025 blieb dieser Rückenwind weitgehend aus.
Zwar stieg das gesamte Zahlungsvolumen im vierten Quartal währungsbereinigt um 6 % auf 475,1 Mrd. USD, doch das Wachstum reichte nicht aus, um die Schwäche in den margenstärkeren Bereichen zu kompensieren. Auf Jahressicht erzielte PayPal einen Umsatz von 33,2 Mrd. USD und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 5,31 USD. Für das laufende Jahr stellt der Konzern jedoch lediglich einen Rückgang des bereinigten Gewinns im niedrigen einstelligen Prozentbereich bis hin zu einem leichten Wachstum in Aussicht. Der Marktkonsens hatte laut LSEG-Daten mit rund 8 % Gewinnwachstum gerechnet.
