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07:41 Uhr, 08.01.2026

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

DONNERSTAG: In Moskau findet wegen des Feiertages "Novi Sad" kein Handel statt.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Der Auftragseingang der deutschen Industrie dürfte im November nach dem Anstieg im Vormonat etwas nachgelassen haben. Volkswirte erwarten, dass er gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent gesunken ist, nachdem er im Oktober um 1,5 Prozent angezogen hatte. Der Auftragseingang hatte zuletzt zweimal doppelt positiv überrascht. Sowohl im September als auch im Oktober gab es unerwartet deutlich Anstiege, und beide Male wurde die Vormonatsentwicklung nach oben revidiert. Dem war allerdings ein unerwartet starker Rückgang der Bestellungen im August vorausgegangen. Im Fokus steht wie immer der Auftragseingang ohne Großaufträge, der für die kurzfristige Produktionsentwicklung und damit das Wirtschaftswachstum maßgeblich ist. Auch er hatte in den beiden Vormonaten zugelegt. Zeitgleich mit den Auftragseingängen kommen Daten zum Umsatz im verarbeitenden Gewerbe. Dieser war zuletzt leicht gestiegen - nach zwei Monaten mit rückläufigen Erlösen.

+++++ TAGESTHEMA II +++++

US-Streitkräfte haben zwei Tanker beschlagnahmt, darunter einen, der der US-Blockade in der Nähe von Venezuela entkommen war und im Atlantik von einem russischen U-Boot und einem Marineschiff eskortiert wurde. Hubschrauber und mindestens ein Schiff der Küstenwache südlich von Island wurden eingesetzt, um die Kontrolle über den Tanker zu übernehmen, der früher als Bella 1 bekannt war und sich dem US-Zugriff mehr als zwei Wochen lang entzogen hatte, wie US-Regierungsvertreter mitteilten. Die Bella 1 war in den vergangenen Tagen auf hoher See auf Russland umgeflaggt worden und hatte ihren Namen in Marinera geändert - ein äußerst ungewöhnlicher Vorgang. Die Marinera habe am 24. Dezember die vorläufige Erlaubnis erhalten, unter russischer Staatsflagge zu fahren, so die russische Nachrichtenagentur TASS.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

07:00 GB/Shell plc, Trading Update 4Q

08:00 NL/ING Groep NV, Update zum Geschäftsverlauf 4Q 2025

Im Tagesverlauf:

- DE/Traton SE, Pre-Close 4Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE 
    08:00 Auftragseingang November 
          saisonbereinigt 
          PROGNOSE: -0,8% gg Vm 
          zuvor:    +1,5% gg Vm 
- CH 
    08:30 Verbraucherpreise Dezember 
          PROGNOSE: k.A. 
          zuvor:   -0,2% gg Vm/0,0% gg Vj 
- EU 
    11:00 Arbeitsmarktdaten November 
          Eurozone Arbeitslosenquote 
          PROGNOSE: 6,4% 
          zuvor:    6,4% 
 
    11:00 Erzeugerpreise November 
          Eurozone 
          PROGNOSE: k.A. 
          zuvor:    +0,1% gg Vm/-0,5% gg Vj 
 
    11:00 Index Wirtschaftsstimmung Dezember 
          Wirtschaftsstimmung Eurozone 
          PROGNOSE: 96,7 
          zuvor:    97,0 
          Industrievertrauen Eurozone 
          PROGNOSE: -9,3 
          zuvor:    -9,3 
          Verbrauchervertrauen Eurozone 
          Vorbschätzung: -14,6 
          zuvor:         -14,2 
- US 
    14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
          PROGNOSE: 210.000 
          zuvor:    199.000 
 
    14:30 Handelsbilanz Oktober 
          PROGNOSE: -58,4 Mrd USD 
          zuvor:    -52,8 Mrd USD 
 
    14:30 Produktivität ex Agrar (1. Veröffentlichung) 3Q 
          annualisiert 
          PROGNOSE:   +4,9% gg Vq 
          2. Quartal: +3,3% gg Vq 
          Lohnstückkosten 
          PROGNOSE:   -0,4% gg Vq 
          2. Quartal: +1,0% gg Vq 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell: 
Index                       zuletzt  +/- % 
DAX Futures               25.191,00  -0,2% 
E-Mini-Future S&P-500      6.949,50  -0,2% 
E-Mini-Future Nasdaq-100  25.751,75  -0,3% 
Nikkei-225 (Tokio)        51.350,66  -1,2% 
Hang-Seng (Hongk.)        26.114,52  -1,3% 
Shanghai-Comp.             4.090,05  +0,1% 
 
Mittwoch: 
DAX               25.122,26  +0,9% 
DAX-Future        25.233,00  +0,8% 
XDAX              25.095,67  -0,1% 
MDAX              32.064,64  +1,2% 
TecDAX             3.795,71  +1,2% 
SDAX              18.002,30  +1,6% 
Euro-Stoxx-50      5.923,57  -0,1% 
Stoxx-50           5.022,74  -0,3% 
Dow-Jones         48.996,08  -0,9% 
S&P-500            6.920,93  -0,3% 
Nasdaq Composite  23.584,28  +0,2% 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit einer Konsolidierung an den Börsen rechnen Händler. Die Vorgaben aus Asien sind uneinheitlich bis negativ, auch an den US-Börsen ging es am Vorabend leicht abwärts. Während die Wall Street die Konsequenzen aus der US-Beschlagnahmung eines unter russischer Flagge fahrenden Schiffs noch herunterspielte, weckt dies in Asien Sorgen vor einer Konfrontation. Dort springen Rüstungswerte nach oben. Im DAX dürfte eine erste Konsolidierung nach dem Ausbruch nach oben um 25.100 Punkte stattfinden. Der dynamische Anstieg am deutschen Aktienmarkt hat den Index aus seinem monatelangen Dornröschenschlaf erweckt und ihn innerhalb Europas sogar zu einem Outperformer machen lassen. Gebremst wurden die US-Börsen von gesunkener Zinsfantasie nach einem überraschend starken ISM-Service-Index.

Rückblick: Knapp behauptet - Der schwache Ölsektor (-2,1%) drückte den Euro-Stoxx-50 leicht ins Minus. Der Ölmarkt ist jüngst in Bewegung geraten, nachdem US-Präsident Trump angekündigt hatte, dass Venezuela 30 bis 50 Millionen Barrel Öl an die USA liefern werde. Frohe Kunde für den Aktienmarkt kam von der Inflation. Zum Jahresende 2025 ist diese in der Eurozone wieder auf 2,0 Prozent gefallen und erreichte damit das Ziel der EZB. Der Rückgang geht der Commerzbank zufolge größtenteils auf gefallene Energiepreise zurück. Aber auch die Kernteuerungsrate ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel sei leicht auf 2,3 Prozent gesunken. Die Aktien britischer Bauunternehmen legten mit der Hoffnung zu, der Bausektor des Landes könnte einen Tiefpunkt erreicht haben, so Russ Mould, Investment Director bei AJ Bell. Barratt Redrow legten um 3,3 Prozent zu, während Persimmon um 2,8 Prozent und Taylor Wimpey um 2,3 Prozent stiegen.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Fest - Der DAX kletterte erstmals über die Marke von 25.000 und beendete den Handel auf Rekordhoch. Thyssenkrupp erhöhten sich um 6,8 Prozent. Grund waren Details zu den möglichen Schritten des gelanten Verkaufs der Stahlsparte an Jindal Steel, über die Reuters berichtet hatte. Besonders positiv kommentiert wurde dabei, dass eine tragfähige Regelung für die Pensionslasten von 2,5 Milliarden Euro gefunden werden könnte. Siemens (+3,5%) kündigte eine Erweiterung der Partnerschaft mit Nvidia an. Grenke (+2%) hat das Leasingneugeschäft im abgelaufenen Jahr um 7,8 Prozent ausgebaut und damit den Mittelpunkt seiner angestrebten Zielspanne erreicht. Die vorläufigen Geschäftszahlen von Redcare Pharmacy (-6,4%) für das vierte Quartal 2025 lagen unter Markterwartungen, was auf eine schwächere Leistung im Nicht-Rezeptbereich zurückzuführen war, wie MWB erläuterte.

XETRA-NACHBÖRSE

Die Kurse gaben geringfügig nach. An der Wall Street war es zu kleineren Gewinnmitnahmen gekommen, nachdem Dow-Jones-Index und S&P-500 zunächst noch Rekordstände erreicht hatten. Die Nachrichtenlage war erneut äußerst dünn. Unter den Nebenwerten wurden Payments Group etwa 4 Prozent niedriger getaxt, nachdem das Unternehmen die Ausgabe einer Pflichtwandelanleihe angekündigt hatte. Auf die im November angekündigte Platzierung eigener Aktien will Payments Group nun verzichten.

USA - AKTIEN

Uneinheitlich - Nach der Rekordjagd der vergangenen Tage legten die Kurse eine Pause ein. Der Fokus richte sich zunehmend auf die anstehenden US-Konjunkturdaten, die mit den US-Arbeitsmarktdaten für Dezember am Freitag ihren Höhepunkt finden. Die zur Wochenmitte veröffentlichten Daten enthielten Licht und Schatten und taugten kaum als Orientierungshilfe. Rüstungsaktien gerieten unter Druck, nachdem US-Präsident Trump angekündigt hatte, den Branchenunternehmen Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe zu verbieten. Lockheed Martin verloren 4,8 Prozent und Northrop Grumman 5,6 Prozent. Derweil bahnte sich im Pharmasektor möglicherweise eine Übernahme an. Abbvie (+4,2%) befinde sich in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Kauf des Biotechnologie-Unternehmens Revolution Medicines (+28,6%), berichtete das Wall Street Journal. Chevron schlossen 0,9 Prozent niedriger. Die FT hatte berichtet, dass Chevron und die Beteiligungsgesellschaft Quantum Capital ein Gebot für die internationalen Vermögenswerte der russischen Lukoil planten. Warner Bros. Discovery (+0,3%) hatte den Aktionären empfohlen, das nachgebesserte Übernahmeangebot von Paramount (-1,0%) abzulehnen - der bestehende Deal mit Netflix (+0,1%) sei "stärker".

USA - ANLEIHEN

Vor der Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten in den kommenden Tagen, vor allem dem Arbeitsmarktbericht am Freitag, griffen Anleger zu Anleihen. Steigende Kurse drückten die Rendite zehnjähriger Titel um 4 Basispunkte auf 4,14 Prozent. Die jüngsten Daten hielten die Zinssenkungsfantasie am Leben.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 08, 2026 01:41 ET (06:41 GMT)

+++++ DEVISENMARKT +++++

Devisen                   zuletzt        +/- %  0:00 Vortag  Di, 17:05   % YTD 
EUR/USD                    1,1682        +0,0%       1,1677     1,1692   -0,5% 
EUR/JPY                    183,04        +0,0%       183,00     183,15   -0,6% 
EUR/CHF                    0,9312        +0,0%       0,9309     0,9297   -0,1% 
EUR/GBP                    0,8681        +0,1%       0,8676     0,8659   -0,7% 
USD/JPY                    156,68        -0,0%       156,69     156,66   -0,1% 
GBP/USD                    1,3456        -0,0%       1,3459     1,3503   +0,2% 
USD/CNY                    7,0170        -0,1%       7,0261     7,0278   -0,0% 
USD/CNH                    6,9816        -0,2%       6,9921     6,9815   +0,0% 
AUS/USD                    0,6702        -0,3%       0,6724     0,6727   +1,0% 
Bitcoin/USD             90.797,50        -0,3%    91.087,50  93.691,30   +5,2% 
 

Der Dollar zeigte sich nach den jüngsten Aufschlägen gut behauptet. Dem Dollar droht ein Kursverlust, falls der Oberste Gerichtshof in einer möglichen Entscheidung am Freitag die Nutzung von Notstandsbefugnissen durch US-Präsident Trump zur Verhängung weitreichender Zölle für illegal erklärt, wie MUFG-Analyst Derek Halpenny mutmaßte. Trump habe in diesem Fall zwar vermutlich einen Alternativplan zur Verhängung von Zöllen, dieser sei jedoch wahrscheinlich nicht allumfassend, weshalb die Erwartungen an die Zolleinnahmen zurückgeschraubt werden könnten.

Euro und Dollar bewegen sich am Morgen im asiatisch geprägten Geschäft weitgehend seitwärts. Steigende geopolitische Spannungen bescheren dem japanischen Yen als klassische Fluchtwährung etwas Zulauf. Das Aufbringen zweier Öltanker durch die USA und die steigenden Spannungen zwischen China und Japan werden im Handel genannt. Allerdings hatte der Yen am Vortag unter Druck gestanden und holt die Verluste letztlich nur wieder auf, wie Händler anmerken.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

METALLE                   zuletzt       Vortag        +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold                     4.418,22     4.456,28        -0,9%     -38,05   +4,0% 
Silber                      75,65        78,21        -3,3%      -2,56  +14,0% 
Platin                   1.901,31     1.969,62        -3,5%     -68,31  +19,6% 
Kupfer                       5,80         5,81        -0,2%      -0,01    K.A. 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Gewinnmitnahmen belasteten die Preise für Gold und Silber nach der jüngsten Rally. Der Preis für die Feinunze Gold fiel um 0,7 Prozent auf 4.462 Dollar. Der Silberpreis reduzierte sich um 3,4 Prozent.

ÖL

ROHÖL                     zuletzt  VT-Settlem.        +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   56,29        55,99        +0,5%       0,30   -2,2% 
Brent/ICE                   60,25        59,96        +0,5%       0,29   -0,6% 
 

Die Ölpreise kamen deutlicher zurück. Der WTI-Preis fiel um 2 Prozent auf 55,99 Dollar, nachdem US-Präsident Trump angekündigt hatte, Venezuela werde den USA bis zu 50 Millionen Barrel sanktioniertes Öl liefern. Es wird erwartet, dass dieser Schritt das weltweite Überangebot weiter verschärfen wird. Dass die US-Ölvorräte in der vergangenen Woche überraschend gesunken waren, stützte die Preise nicht.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

ÖL - USA / VENEZUELA

US-Präsident Donald Trump und seine Berater planen eine weitreichende Initiative, um die Ölindustrie Venezuelas in den kommenden Jahren zu dominieren. Trump hat Mitarbeitern gegenüber erklärt, dass seine Bemühungen dazu beitragen könnten, die Ölpreise auf sein bevorzugtes Niveau von 50 Dollar pro Barrel zu senken, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Ein derzeit diskutierter Plan sehe vor, dass die USA Einfluss auf die staatliche venezolanische Ölgesellschaft Petróleos de Venezuela SA (PdVSA) nehmen, auch auf den Erwerb und die Vermarktung des Großteils der Ölproduktion des Unternehmens. Wenn dieser Plan erfolgreich ist, könnte er den USA effektiv die Kontrolle über den Großteil der Ölreserven in der westlichen Hemisphäre verschaffen, wenn man die Vorkommen in den USA und anderen Ländern mit einbezieht, in denen US-Unternehmen die Produktion kontrollieren. Der Plan könnte auch zwei der Hauptziele der US-Regierung erfüllen: Russland und China aus Venezuela zu drängen und die Energiepreise für US-Verbraucher zu senken.

INDUSTRIESTROMPREIS

Die Einführung eines Industriestrompreises steht noch vor einer Hürde. Das geht aus einer internen Vorlage aus dem Bundeswirtschaftsministerium hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Darin heißt es, der Finanzierungsbedarf für den Industriestrompreis "ist bislang nicht gesichert". Der Entwurf für die Förderrichtlinie für den Industriestrompreis, die derzeit in der Bundesregierung abgestimmt wird, liegt dem Handelsblatt ebenfalls vor. Aus diesem geht hervor, dass es beim Plan bleiben soll, energieintensiven Betrieben von 2027 bis 2029 einen staatlich garantierten Strompreis von 50 Euro je Megawattstunde zu ermöglichen. (Handelsblatt)

INNENPOLITIK DEUTSCHLAND

Die CDU fordert einen sofortigen Stopp von EU-Initiativen, die für die Wirtschaft zu neuen Belastungen führen könnten. Wie die Rheinische Post berichtet, geht dies aus dem Entwurf der "Mainzer Erklärung Wachstum 'Made in Germany'" hervor, die auf der am Freitag beginnenden Klausurtagung des CDU-Bundesvorstands in Mainz beschlossen werden soll. Die Erklärung liegt der Zeitung vor. Darin heißt es: "Wir wollen die bestehende Regulierung aus Brüssel massiv zurückbauen und künftige Überregulierung verhindern. Dazu braucht es einen sofortigen und weitgehenden Stopp für neue und laufende EU-Initiativen, die zu Belastungen europäischer Unternehmen führen." (Rheinische Post)

INSOLVENZEN DEUTSCHLAND

Experten rechnen in diesem Jahr mit einem deutlichen Anstieg der Insolvenzen großer Unternehmen in Deutschland. Und das, obwohl die Zahl großer Firmenpleiten schon 2025 einen Höchstwert erreicht hatte: So mussten 471 Unternehmen mit über 10 Millionen Euro Umsatz Insolvenz anmelden - 25 Prozent mehr als 2024. Das zeigen Auswertungen der Restrukturierungsberatung Falkensteg für das Handelsblatt. 2026 prognostiziert Falkensteg-Partner Jonas Eckhardt einen weiteren Anstieg der Großinsolvenzen von 15 bis 20 Prozent. Die Gesamtzahl der Insolvenzen dürfte wieder das Niveau während der Finanzkrise von 2008 erreichen, erwarten Experten. (Handelsblatt)

BAYER

hat Biontech, Pfizer und Moderna wegen des Vorwurfs der Verletzung von Patenten bei ihren mRNA-Vakzinen verklagt. Ein Bayer-Sprecher bestätigte entsprechende Klagen bei einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Delaware. Dem Vorwurf zufolge sollen die Hersteller eine Technologie kopiert haben, die die Bayer-Tochter Monsanto bereits in den 1980er-Jahren zum Patent angemeldet hatte. Dabei geht es um ein Verfahren zur Stabilisierung des genetischen Materials mRNA, das Monsanto ursprünglich für die Entwicklung widerstandsfähigerer Nutzpflanzen eingesetzt hatte. Laut dem Agrar- und Pharmakonzern Konzern soll die Technik von den Impfstoffherstellern ohne Genehmigung verwendet worden sein, um Proteinsequenzen so umzugestalten, dass Covid-19-Impfstoffe Immunität auslösen. (Handelsblatt)

BAYWA

Führungskrise beim angeschlagenen Baywa-Konzern: Unter den Eigentümern gibt es nach Informationen des Handelsblatts aus Branchenkreisen große Unzufriedenheit mit CEO Frank Hiller. Ankeraktionäre fordern demnach seit Monaten eine überzeugende Langfriststrategie. Eine Ablösung sei im Aufsichtsrat bereits diskutiert worden. Laut Angaben aus dem Umfeld scheut die Baywa aber eine hohe Abfindungszahlung. Hiller steht erst seit Frühjahr 2025 an der Spitze des Agrar- und Baustoffhändlers. Noch am Donnerstag will der Aufsichtsrat die Personalie erneut diskutieren. (Handelsblatt)

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