Analyse
23:27 Uhr, 05.02.2026

Analyst mit 0 $ Kursziel für BITCOIN

Wenn ein Asset nur steigt, weil billige Liquidität in Tech-Werte fließt, besitzt es keinen "intrinsischen"Wert als Währung. Sobald die Liquidität (M2-Geldmenge) schrumpft, entfällt die einzige mathematische Stütze des Preises.

Erwähnte Instrumente

  • Bitcoin BTC/USD
    ISIN: XC000A2YY636Kopiert
    Kursstand: 62.936,31 $ (Coinbase Advanced) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen
  • Bitcoin BTC/USD - WKN: A2YY63 - ISIN: XC000A2YY636 - Kurs: 62.936,31 $ (Coinbase Advanced)

Richard Farr, der Chefmarktstratege von Pivotus Partners, hat dieses extrem pessimistische Kursziel tatsächlich ausgegeben. Seine Argumentation stützt sich primär auf die Beobachtung, dass Bitcoin seine ursprünglichen Versprechen insbesondere die Funktion als Absicherung gegen Inflation oder Währungsabwertung ("Dollar Hedge") nicht erfüllt habe.

Farr betont, dass dies kein bloßer "Schock-Effekt" sei, sondern das Ergebnis seiner mathematischen Modelle. Er argumentiert, dass Bitcoin lediglich ein hochspekulatives Instrument sei, das sich im Gleichlauf mit Technologieaktien (Nasdaq) bewegt, anstatt einen eigenständigen Wertspeicher zu bilden. Farr kritisiert zudem die Ineffizienz des Netzwerks als Transaktionssystem und den enormen Energieverbrauch. Historisch galt der Preis für die Produktion eines Bitcoins als "Boden". Farr stellt die These auf, dass bei einem anhaltenden Preisverfall unter die Rentabilitätsschwelle ein Netzwerkkollaps droht. Wenn die Hashrate massiv sinke, schwinde die Sicherheit, was den Nutzwert mathematisch gegen Null drücke. Da Bitcoin keine Dividenden, Zinsen oder Mieten abwirft, ist der mathematische Barwert nach fundamentaler Lehre Null. Farr argumentiert, dass Bitcoin rein auf der "Greater Fool Theory" basiere. Es sei nur so viel wert, wie der nächste bereit sei, mehr zu zahlen.

In den letzten 3 Wochen wurden rund 1 Billion Dollar an Marktkapitalisierung im Kryptosektor vernichtet. Farr ist mit seiner Skepsis nicht allein. Auch Michael Burry (bekannt aus "The Big Short") warnte kürzlich vor einer "Todesspirale" bei Bitcoin.


Geballte Ladung Nachrichten und Analysen zu Kryptowährungen:

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8 Kommentare

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  • masi123
    masi123

    Der Verweis auf eine "Greater Fool Theory" verwundert mich : "Es sei nur so viel wert, wie der nächste bereit sei, mehr zu zahlen."

    Dies gilt im Prinzip für jedes Investment und ist Grundlage unseres Wirtschaftsystems (Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis). Auch der Aktienkurs ergibt sich aus der Bewertung (= wie viel man bereit ist, dafür zu bezahlen); es gibt keine mathematische Formel zur objektiven Ermittlung eines Wertes. Im Übrigen sind "Wertsteigerungen" auch Ausdruck der systembedingt zwangsläufigen Inflation (asset price inflation). Dies kann man sehr gut bei Gold sehen und natürlich profitiert(e) Bitcoin auch davon.

    15:05 Uhr, 06.02.
  • masi123
    masi123

    Der Barwert sei nach fundamentaler Lehre Null, da Bitcoin keine Erträge abwirft. Das gilt genau so z. B. für Gold, das trotzdem auf Jahressicht um ~70 % gestiegen ist, während Bitcoin um über 30 % gefallen ist. Anders als Gold genießt Bitcoin kein jahrtausendelanges Vertrauen und ist auch kein Reservewert von Notenbanken. Spekulieren kann man damit sicher, ob es sich als Reservewährung eignet bezweifle ich.

    14:55 Uhr, 06.02.
  • echtjetzt
    echtjetzt

    „in der Krise tauschen Menschen alles in das womit man Miete zahlt“, Warren Buffet hat ganz ohne Mathematik dasselbe Ergebnis. Dass einem Trendwende kommt bevor MSTR einkassiert wurde, schätze ich mal auf 0% ein. Wenn der Markt 50 Mrd plus die Liquidationen oder Panikverkäufe aufsaugen soll wäre 0 nicht sehr weit hergeholt. Trendwende bei 15k wäre vielleicht möglich.

    07:43 Uhr, 06.02.
  • Gustaf-Anton
    Gustaf-Anton

    Die Börse erstaunt mich immer wieder.

    und das Kartenhaus schein immer wackeliger zu werden.

    07:40 Uhr, 06.02.
  • Trachau
    Trachau

    ...komisch immer nur, dass diese" Cassandra-Rufe " immer erst kommen, wenn das Kind bereits im Brunnen liegt. Vor sechs Wochen als der Bitcoin bei 120 Tsd lag, waren seine "mathematischen Berechnungen" wahrscheinlich noch nicht fertig...

    Mal abwarten, eigentlich sind solche Rufe nach Null Einstiegssignale...

    07:08 Uhr, 06.02.
  • Bankrott
    Bankrott

    war nicht anders zu erwarten, dass jemand jetzt dieses Kursziel ausruft, um die Retail-Panik weiter zu befeuern. Aber solche Abstürze sind ja nichts neues. Angst habe ich nur vor Michael Saylor, und das schon seit Jahren.

    00:45 Uhr, 06.02.
    1 Antwort anzeigen
  • Downunder
    Downunder

    Oh Harry,

    wenn's einen wipe-out beim Bitcoin gibt (ich habe mich immer gewundert, warum kauft man so was??) dann wird die Panik die Börsen so durchschütteln wie lange nicht mehr.😱 Heute war schon mal ein kleiner Vorgeschmack, rot, rot, rot überall.

    Wohl dem der dann einen vollen Sparstrumpf hat....

    23:54 Uhr, 05.02.