MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
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DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
FREITAG: Die Börsen in Moskau (Neujahrsferien), Zürich (Berchtoldstag), Schanghai (Neujahrsferien) und Tokio (Bankfeiertag) bleiben geschlossen.
MONTAG: In Moskau findet keine Handel statt, in Stockholm lediglich eine verkürzte Sitzung.
+++++ TAGESTHEMA +++++
Bei der jüngsten Fed-Sitzung äußerten einige Vertreter Vorbehalte gegen eine weitere Lockerung der Geldpolitik in naher Zukunft. Dies ist ein Zeichen dafür, dass eine weitere Zinssenkung bei der nächsten Sitzung im Januar auf Widerstand stoßen könnte. Wie aus dem Sitzungsprotokoll des Offenmarktausschusses (FOMC) hervorgeht, hielten die meisten Ausschussmitglieder weitere Zinssenkungen für angemessen, falls die Inflation zurückgeht. Die Vertreter der US-Notenbank haben sich bei ihrer Sitzung im Dezember darauf geeinigt, die Zinsen zum dritten Mal in diesem Jahr um 25 Basispunkte zu senken, um einen schwächeren Arbeitsmarkt abzufedern. Drei Notenbanker stimmten jedoch gegen den Beschluss, so viele wie seit 2019 nicht mehr. Zwei Währungshüter sprachen sich für eine Beibehaltung der Zinsen aus, während einer eine Senkung um 50 Basispunkte befürwortete. Mit Blick auf die Zukunft äußerten einige Fed-Vertreter, dass es "wahrscheinlich angemessen sei, die Zielspanne für einige Zeit unverändert zu lassen", wie aus dem Protokoll hervorgeht.
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- IT
09:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe Dezember
PROGNOSE: 49,9
zuvor: 50,6
- FR
09:50 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) Dezember
PROGNOSE: k.A.
1. Veröff.: 50,6
zuvor: 47,8
- DE
09:55 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) Dezember
PROGNOSE: k.A.
1. Veröff.: 47,7
zuvor: 48,2
- EU
10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe Eurozone
(2. Veröffentlichung) Dezember
PROGNOSE: k.A.
1. Veröff.: 49,2
zuvor: 49,6
10:00 EZB, Geldmenge M3 und Kreditvergabe November
Geldmenge M3
PROGNOSE: +2,7% gg Vj
zuvor: +2,8% gg Vj
- GB
10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) Dezember
1. Veröff.: 51,2
zuvor: 50,2
- US
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) Dezember
1. Veröff.: 51,8
zuvor: 52,2
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Aktuell: Index zuletzt +/- % DAX Futures 24.694,00 -0,2% E-Mini-Future S&P-500 6.879,00 +0,5% E-Mini-Future Nasdaq-100 25.439.70 +0,8% Nikkei-225 (Tokio) FEIERTAG Hang-Seng (Hongk.) 26.306,41 +2,6% Shanghai-Comp. FEIERTAG Dienstag: INDEX zuletzt +/- % DAX 24.490,41 +0,6% DAX-Future 24.740,00 +0,9% XDAX 24.580,44 +0,4% MDAX 30.617,67 +0,5% TecDAX 3.622,27 +0,6% SDAX 17.174,73 +0,9% Euro-Stoxx-50 5.796,22 +0,8% Stoxx-50 4.921,54 +0,6% Dow-Jones 48.367,06 -0,2% S&P-500 6.896,24 -0,1% Nasdaq Composite 23.419,08 -0,2% Mittwoch: Euro-Stoxx-50 5.791,41 -0,1% Stoxx-50 4.918,02 -0,1% Dow-Jones 48.063,29 -0,6% S&P-500 6.845,50 -0,7% Nasdaq Composite 23.241,99 -0,8%
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick - Europas Börsen dürften am Freitag mit Verlusten in den ersten Handelstag des neuen Jahres starten. Negative Vorgaben von der Wall Street dürften zunächst belasten. Allerdings geht es mit den Notierungen an den asiatischen Börsen zum Teil steil nach oben, insbesondere bei Technologieaktien, was auch in Europa positive Akzente setzen könnte. In China ist der Einkaufsmanagerindex für den so wichtigen Industriesektor im Dezember erstmals seit März wieder über die Expansionsschwelle von 50 geklettert. "Diese noch im alten Jahr veröffentlichte Zahl wird heute an der Börse in Hongkong gefeiert", heißt es bei QC Partners. Das Geschäft dürfte am Berichtstag weiter sehr ruhig und von dünnen Umsätzen geprägt sein. Viele Marktakteure sind weiterhin nicht am Start. Beleben dürfte sich der Handel erst in der kommenden Woche.
Rückblick (Mittwoch) - Die europäischen Börsen, an denen zum Jahresabschluss noch gehandelt wurde, haben am Mittwoch das Jahr 2025 kaum verändert beendet. Teilnehmer verwiesen auf die leicht negativen Vorgaben von der Wall Street. So fiel der FTSE-100 in London um 0,1 Prozent. Die Indizes in Amsterdam, Brüssel und Lissabon schlossen die Sitzung kaum verändert, in Paris und Madrid ging es um jeweils 0,2 Prozent nach unten. Der Euro-Stoxx-50 schloss mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 5.791 Punkten, der Index verzeichnete für das abgelaufene Jahr aber ein Plus von 17,5 Prozent. Hier kamen die Outperformer vor allem aus dem Süden, wo das europäische Wirtschaftswachstum im abgelaufenen Jahr besonders stark war. So ging es an der Börse in Spanien um knapp 48 Prozent nach oben, während in Athen der Index sogar um 50 Prozent zulegte. Spitzen-Performer des Jahres waren in Europa die Rüstungswerte. Mit dem Krieg in der Ukraine und der zweiten Präsidentschaft von US-Präsident Trump waren neue Zeiten für Europa angebrochen. Der alte Kontinent wird sich zukünftig in Verteidigungsfragen sehr viel stärker auf sich selbst verlassen müssen. Rheinmetall beendeten das Jahr mit einem Plus von 154 Prozent, Hensoldt stiegen um 113 Prozent, Renk um 192 Prozent.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX (Dienstag)
Freundlich - Beim DAX war eigentlich nur das erste Halbjahr exzellent verlaufen, das zweite Halbjahr war eher ein Seitwärtslaufen, wie der Vermögensverwalter QC Partners feststellte. Der DAX kam auf Jahressicht auf ein Plus von 23 Prozent, der MDAX auf 19 Prozent. Der TecDAX brachte es aber nur auf eine magere Rendite von 6 Prozent. Damit setzte sich die Serie fort, dass die Bluechips mit ihrem internationalen Geschäft besser liefen als der deutsche Mittelstand. Zwar spielte Deutschland im globalen KI-Rennen nur eine Nebenrolle, ist aber als KI-Ausstatter von Bedeutung. So sind für das Training von Chat GPT & Co gigantische Server-Parks vonnöten, die riesige Mengen an Energie und Wasser verschlingen. Davon profitieren Infrastrukturunternehmen wie Siemens Energy - das Papier kam auf ein Jahresplus von 139 Prozent. Weiter einen guten Lauf hatten Bankenpapiere. Hauptursache hierfür war der starke Renditeanstieg an den Anleihemärkten und das trotz der niedrigeren Leitzinsen. Deutsche Bank legten 2025 um 99 Prozent zu - Commerzbank sogar um 130 Prozent, auch gestützt von anhaltenden Spekulationen über eine Komplettübernahme durch Unicredit. Mit Aufschlägen von 89 Prozent erlebten Bayer 2025 ein Comeback. Die Hoffnung auf ein Ende des jahrelangen Glyphosat-Streits verlieh der Aktie Flügel. Zu den großen Verlierern 2025 gehörten Konsumaktien. Auch Immobilienwerte hatten kein gutes Jahr.
USA - AKTIEN
Knapp behauptet - Weder günstig ausgefallene Konjunkturdaten noch das Sitzungsprotokoll der Fed konnten den US-Börsen am Dienstag Schubkraft verleihen. Wie schon am Vortag förderten wachsende geopolitische Spannungen die Neigung zu Gewinnmitnahmen. Ein US-Angriff auf Hafenanlagen in Venezuela, die neuen Eskalationen im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine oder die US-Drohgebärden von US-Präsident Donald Trump gegenüber Iran sowie das chinesische Säbelrasseln vor Taiwan luden weiterhin nicht zu Käufen an der Börse ein. Das Fed-Protokoll untermauerte die Erwartungen einer Pause bei den Zinssenkungen. Der Einkaufsmanagerindex aus Chicago hatte sich deutlich verbessert, blieb aber gleichwohl unter der Expansionsschwelle. Damit blieben Zinssenkungsspekulationen trotz einer Verbesserung der konjunkturellen Aussichten intakt - eine günstige Kombination für den Aktienmarkt. Die negative Entwicklung setzte sich am Mittwoch, dem letzten Handelstag des Jahres, fort.
USA - ANLEIHEN
Die Zehnjahresrendite stieg um einen Basispunkt auf 4,13 Prozent. Das Fed-Protokoll bewegte den Rentenmarkt kaum.
+++++ DEVISENMARKT +++++
Devisen zuletzt +/- % 0:00 Vortag Mo, 18:00 % YTD EUR/USD 1,1745 -0,0% 1,1749 1,1756 0% EUR/JPY 184,35 +0,1% 184,18 183,59 0% EUR/CHF 0,9312 +0,0% 0,9310 0,9287 0% EUR/GBP 0,8722 -0,0% 0,8723 0,8712 0% USD/JPY 156,96 +0,1% 156,76 156,12 0% GBP/USD 1,3466 -0,0% 1,3468 1,3494 0% USD/CNY 7,0184 -0,1% 7,0260 7,0324 0% USD/CNH 6,9685 -0,1% 6,9773 7,0001 0% AUS/USD 0,6696 +0,4% 0,6669 0,6690 0% Bitcoin/USD 88.820,65 +0,3% 88.546,45 87.544,55 -7,4% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Der Dollar-Index tendierte am Dienstag 0,2 Prozent höher. Der Greenback legte nach Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der Fed leicht zu - der Euro sank auf Tagestief. Die untermauerte Zinspause stützte den Dollar etwas.
+++++ ROHSTOFFE +++++
Mehr Bewegung gab es am Dienstag erneut bei den Edelmetallpreisen. Nach den kräftigen Gewinnmitnahmen auf den Rekordniveaus am Vortag erholten sich die Silberpreise (+5,6%) etwas, Gold (+0,4%) verteuerte sich aber nur knapp.
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
January 02, 2026 01:30 ET (06:30 GMT)
METALLE
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.377,77 4.320,37 +1,3% 57,39 0% Silber 74,04 71,30 +3,8% 2,74 0% Platin 1.796,60 1.753,24 +2,5% 43,36 0% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Mehr Bewegung gab es am Dienstag erneut bei den Edelmetallpreisen. Nach den kräftigen Gewinnmitnahmen auf den Rekordniveaus am Vortag erholten sich die Silberpreise (+5,6%) etwas, Gold (+0,4%) verteuerte sich aber nur knapp.
ÖL
ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 57,81 57,42 +0,7% 0,39 -20,1% Brent/ICE 61,88 61,92 -0,1% -0,04 -18,7% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Bei den Ölpreisen (-0,2%) hielten sich am Dienstag tendenziell treibende Geopolitik und überraschend gestiegene US-Rohöllagerbestände die Waage.
+++++ MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 17.30 UHR +++++
KONJUNKTUR CHINA
Die chinesischen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende und nicht-verarbeitende Gewerbe sind im Dezember wieder in den Expansionsbereich gestiegen. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe erhöhte sich auf 50,1, von 49,2 im November, wie das Nationale Statistikbüro am Mittwoch mitteilte. Ökonomen hatten lediglich einen Stand von 49,4 prognostiziert. Der Index beendete damit eine achtmonatige Periode unter der Marke von 50, die Schrumpfung von Expansion trennt. Der Einkaufsmanagerindex für das nicht-verarbeitende Gewerbe erhöhte sich im Dezember auf 50,2 von 49,5 im November.
KONJUNKTUR SÜDKOREA
Die Inflation in Südkorea hat sich im Dezember zwar leicht abgeschwächt, lag jedoch weiterhin über dem Zielwert von 2,0 Prozent der Bank of Korea, und das bereits den vierten Monat in Folge. So erhöhte sich der Verbraucherpreisindex im Vergleich zum Vorjahr im Dezember um 2,3 Prozent, nach 2,4 Prozent im November. Die Inflation lag 2025 damit im Durchschnitt bei 2,1 Prozent, nach 2,3 Prozent im Jahr 2024. Der Wert für Dezember entsprach Prognose von Ökonomen. Auf Monatsbasis stieg der Verbraucherpreisindex im Dezember um 0,3 Prozent, was ebenfalls der Erwartung der Ökonomen entsprach. Im November war er noch um 0,2 Prozent gesunken. In der Kernrate, die schwankungsanfällige Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, wurde ein Anstieg von 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet, was gegenüber dem Vormonat eine Zunahme um 0,2 Prozent bedeutet.
BASF
Aus Sorge vor einem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit bremst der Chemiekonzern seine Investitionen in den Klimaschutz. Das Thema bleibe langfristig aber relevant, sagte Finanzvorstand Elvermann im Interview mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung.
FREENET
Der Telekommunikationsdienstleister hat sein im Juni gestartetes Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen und dafür insgesamt 60 Millionen Euro ausgegeben. Zur Verfügung stand ein Volumen von bis zu 100 Millionen Euro. Im Rahmen des Rückkaufprogramms 2025 wurden 2.166.964 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 27,69 Euro erworben. Dies entspricht 1,82 Prozent des Grundkapitals.
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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