Analyse
14:30 Uhr, 01.09.2026

Mit hohem Kredithebel zu maximalem Ertrag? TRANSDIGM spielt dieses Spiel

TransDigm beherrscht ein Geschäftsmodell, das an der Börse ebenso erfolgreich wie umstritten ist. Der US Konzern kauft Hersteller schwer ersetzbarer Flugzeugkomponenten, steigert deren Profitabilität und nutzt den hohen Cashflow für weitere Übernahmen sowie Ausschüttungen an die Aktionäre.

Im dritten Geschäftsquartal funktionierte diese Maschine erneut beeindruckend. Doch mit 33,7 Mrd. USD Schulden wird der Spielraum für Fehler aber deutlich kleiner.

Rund 90 % des Umsatzes stammen aus proprietären Produkten. Viele Bauteile sind für bestimmte Flugzeugtypen zugelassen und lassen sich nicht ohne Weiteres durch günstigere Alternativen ersetzen. Besonders lukrativ ist das Ersatzteilgeschäft. Airlines müssen Komponenten auch dann austauschen, wenn gerade keine neuen Flugzeuge bestellt werden. Dieses Geschäft sorgt für wiederkehrende Umsätze und außergewöhnlich hohe Margen.

Im dritten Quartal wuchs TransDigm organisch um rund 13 %. Der Umsatz mit Komponenten für die Erstausrüstung kommerzieller Flugzeuge legte um 17 % zu. Bei großen Verkehrsflugzeugen betrug das Plus sogar 25 %, angetrieben durch die steigenden Produktionsraten von Boeing und Airbus. Im kommerziellen Ersatzteilgeschäft stiegen die Erlöse um 17 %, bei Verkehrsflugzeugen um 18 %. Auch das Rüstungsgeschäft entwickelte sich mit einem Wachstum von 11 % kräftig.

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