NIKE - Die Hoffnung stirbt zuletzt
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Viele Freunde hat Nike an der Wall Street nicht mehr. Schon im April strichen Bank of America, JPMorgan und Goldman Sachs nach einem enttäuschenden Ausblick ihre Kaufempfehlungen, die Aktie verlor an einem einzigen Tag 15,5 %. Im Juni folgte Evercore ISI mit einer Abstufung auf "In Line“, im August setzte JPMorgan noch einmal nach und stufte den Titel auf "Underweight“ ab. Im September häuften sich dann die Hiobsbotschaften: BMO Capital riet mit einem Kursziel von 30 USD zum Verkauf, Baird stufte auf "Neutral“ ab und senkte das Ziel von 70 auf 44 USD. Morgan Stanley nahm die Bewertung mit "Underweight“ und einem Ziel von 31 USD wieder auf, die UBS senkte das Kursziel von 48 auf 42 USD. Die Aktie pendelt aktuell um 36 USD, und seit dem 21. September gehört Nike nach 18 Jahren nicht mehr zum S&P 100. Schlimmer geht nimmer, könnte man sich da glatt denken.
Gegen diese Stimmung stellt sich heute BTIG. Analyst Robert Drbul bleibt bei "Buy“ und sieht das Kursziel bei 55 USD, gut 50 % über dem aktuellen Niveau. Dass die Sanierung langsamer vorankommt, als ihm lieb ist, räumt er offen ein. Seine These lautet: Der Markt blickt zu sehr auf den schleppenden Umsatz und übersieht, wie viele Wege Nike in den kommenden Jahren zu mehr Profitabilität hat.
Den nächsten Belastungstest gibt es schon bald. Am 1. Oktober legt Nike nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 vor.
