BROADCOM - Gerät das Unternehmen in China unter Druck?
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- Broadcom Inc. - WKN: A2JG9Z - ISIN: US11135F1012 - Kurs: 364,540 $ (Nasdaq)
Daraus könnte eine informelle Empfehlung entstehen, bei neuen Projekten stärker auf chinesische Anbieter zu setzen. Eine solche Vorgabe gibt es bislang nicht. Für die Broadcom-Aktie ist trotzdem relevant, dass Peking ausgerechnet einen Teil der KI-Infrastruktur ins Visier nimmt, in dem der Konzern stark ist.
Nach einer vorläufigen Einschätzung könnten Broadcom-Switches bei staatlichen Unternehmen eine Verbreitung von bis zu 90 % erreichen. Diese Zahl beschreibt weder Broadcoms Anteil am gesamten chinesischen Markt noch den Anteil Chinas am Konzernumsatz. Sie zeigt aber, warum die Behörde genauer hinsieht: Wo bislang häufig Broadcom-Technik eingesetzt wurde, kann eine veränderte Beschaffungspolitik künftige Bestellungen spürbar verschieben.
Chinesische Hersteller wie H3C und Ruijie bauen Rechenzentrumstechnik und greifen dabei laut dem Bericht auf Broadcom zurück. Huawei bietet eine heimische Alternative. Deren Netzwerktechnik hat bei der Übertragungskapazität aufgeholt, gilt Branchenexperten zufolge aber als weniger energieeffizient. Ein Wechsel wäre für Betreiber somit keine reine Herkunftsfrage. Gerade bei großen KI-Clustern wirken sich Stromverbrauch erheblich auf die Betriebskosten aus.
Wie groß ist das finanzielle Risiko?
Wie groß das finanzielle Risiko für Broadcom ist, lässt sich aus den verfügbaren Zahlen nicht seriös berechnen. Im Geschäftsjahr 2025 entfielen zwar 17 % des Konzernumsatzes auf Lieferungen nach China einschließlich Hongkong. Broadcom warnt im eigenen Geschäftsbericht aber ausdrücklich davor, diese Größe mit der Nachfrage chinesischer Endkunden gleichzusetzen. Ein erheblicher Teil der dorthin gelieferten Produkte landet nach Einschätzung des Unternehmens später in Geräten für andere Märkte. Erst recht lässt sich aus den 17 % kein Umsatzanteil staatlicher chinesischer Rechenzentren ableiten.
Hinzu kommt: Die gemeldete Prüfung betrifft nach Angaben eines Branchenvertreters staatlich kontrollierte Rechenzentren, nicht die Anlagen privater Betreiber wie Alibaba oder ByteDance. Bestehende Geräte sollen demnach nicht ausgebaut werden. Sollte China die Beschaffung tatsächlich einschränken, träfe das Broadcom zunächst bei Neuaufträgen. Ob und wie schnell Huawei die Nachfrage übernehmen könnte, bleibt offen.
Fazit: Die Meldung könnte den Aktienkurs von Broadcom temporär belasten. Eine Trendumkehr ist das aber noch lange nicht. Die Nachfrage übersteigt das Angebot zumeist, und was Broadcom nicht nach Ciina verkaufen kann, landet dann eben anderswo. Mehr als einen Ruckler in der Aktie dürfte das daher nicht auslösen.
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| Jahr | 2025 | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. USD | 63,88 | 105,96 | 173,45 |
| Ergebnis je Aktie in USD | 6,82 | 11,66 | 19,38 |
| KGV | 53 | 31 | 19 |
| Dividende je Aktie in USD | 2,42 | 2,60 | 3,00 |
| Dividendenrendite | 0,66% | 0,71% | 0,82% |
|
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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