Midday-Flash: Schwache ZEW-Daten belasten – DAX gibt nach
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Der Ölpreis steigt dagegen auf Mehrjahreshochs, während die zehnjährige Bundesanleihe mit 3,57 % rentiert. Am Mittwoch steht zudem der Zinsentscheid der Fed an, eine Anhebung ist zu rund 90 % eingepreist.
Marktbericht
Der DAX notiert zur Mittagszeit bei 25.360,19 Punkten und verliert 0,56 %. Belastend wirken die ZEW-Konjunkturerwartungen, die unter der Prognose ausfallen, sowie der breite Rückgang der europäischen Bankaktien, die unter schwachen US-Vorgaben und Zinssteigerungsängsten leiden. Die Großhandelspreise legen im August um 6,8 % zum Vorjahr zu, getrieben von Energie und Rohstoffen.
Die US-Futures deuten ebenfalls auf einen schwächeren Start hin. Der S&P-500-Future steht bei 7.595,78 Punkten und gibt 0,32 % nach, nach einem Kassa-Schluss von 7.619,98 Zählern am Vortag. Der Nasdaq-100-Future verliert 0,33 % auf 29.030,20 Punkte, der Vortagsschluss lag bei 29.127,16 Zählern.
Bei den übrigen Basiswerten fällt vor allem der Energiemarkt auf: Brent legt 1,52 % auf 107,29 USD zu und erreicht damit Mehrjahreshochs, nachdem Lieferengpässe bei Bab al-Mandab und Störungen einer saudischen Pipeline das Angebot verknappen. Der höhere Ölpreis verstärkt den Inflationsdruck, die zehnjährige deutsche Rendite steigt auf 3,57 %.
Gold gibt 0,93 % auf 4.311,40 USD nach, Bitcoin verliert 1,56 % auf 76.960,63 USD. EUR/USD notiert bei 1,15 und damit 0,16 % leichter, während der Handelsbilanzüberschuss der Eurozone im Juli auf 5,0 Mrd. EUR steigt und die spanische Inflation im August bei 4,3 % zum Vorjahr liegt. Im Blick steht der Fed-Zinsentscheid am 16. September, für den eine Anhebung zu rund 90 % eingepreist ist; Standard Chartered warnt allerdings vor einem verfrühten Schritt.
Top-Mover
| Wert | Aktuell |
|---|---|
| Salzgitter | +3,52 % |
| Rheinmetall | +3,12 % |
| TKMS AG & Co. | +1,85 % |
| LANXESS | -5,50 % |
| DEUTZ | -3,91 % |
| DWS Group GmbH & Co. | -3,33 % |
Aktien-News
Im Zentrum steht der Bankensektor. Europäische Bankaktien fallen um 1,3 Prozent, nachdem der Chef der Bank of America stagnierende Handelserträge und Investmentbanking-Gebühren in Aussicht stellt, die 1,6 bis 1,8 Mrd. USD unter den Analystenschätzungen liegen. Die Deutsche Bank war daraufhin als schwächster DAX-Wert um 3,7 Prozent gefallen, hat den Rückgang bis zum Mittag aber auf rund 2,2 % eingeengt. Die Commerzbank (Aktuelle Analyse) hält sich mit minus 0,6 Prozent deutlich besser.
Auch zyklische Sektoren stehen auf der Verliererseite. Der europäische Chemiesektor fällt um 1,3 Prozent, Evonik steht nach der Herabstufung durch Morgan Stanley auf Equal-Weight mit Verweis auf schwache Methioninpreise in Asien unter Druck und verliert rund 2,8 %. Bei Lanxess senkt JPMorgan das Kursziel von 18 auf 15 EUR und verweist auf Gegenwind durch Energiekosten, was zum kräftig gestiegenen Ölpreis passt.
Deutz platziert 15,3 Mio. neue Aktien zu 11,70 EUR und stärkt damit die Kapitalstruktur; wegen der Verwässerung durch die volle Gewinnberechtigung ab 2026 gibt die Aktie rund 3,9 % nach. LVMH fällt um 2,3 Prozent, nachdem Bernstein das Kursziel von 570 auf 520 EUR gesenkt hat. Hintergrund ist die anhaltende Schwäche im Luxusgütersektor nach enttäuschenden chinesischen Konjunkturdaten.
Positive Akzente kommen aus dem Versicherungs- und Pharmabereich. Axa (Aktuelle Analyse) hebt die Mittelfristziele an: Das bereinigte EPS soll von 2026 bis 2029 um 7 bis 9 % pro Jahr wachsen, je einen Prozentpunkt mehr als bisher geplant, die Eigenkapitalrendite soll 2027 bis 2029 zwischen 15 und 17 % liegen, 75 % des Gewinns sollen über Dividenden und Rückkäufe ausgeschüttet werden.
Schott Pharma nimmt JPMorgan mit Overweight und einem Kursziel von 27,10 EUR neu in die Bewertung auf und erwartet bis 2029 ein durchschnittliches jährliches Ergebniswachstum von 14 Prozent.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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