MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte
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DJ MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte
Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
FREITAG: In Schanghai und Hongkong bleiben die Börsen wegen des Totengedenktags (Qingming) geschlossen.
+++++ AKTIENMÄRKTE (13:25 Uhr) +++++
Index zuletzt +/- % +/- % YTD Euro-Stoxx-50 4.866,33 -4,8% +4,4% Stoxx-50 4.244,22 -4,4% +3,0% DAX 20.635,02 -5,0% +9,1% FTSE 8.474,74 0% +3,8% CAC 7.263,58 -4,4% +3,0% Nikkei-225 33.780,58 -2,8% -12,9% Hang-Seng-Index 22.849,81 -1,4% +14,0%
+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++
ROHOEL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 62,35 66,62 -6,4% -4,27 +1,6% Brent/ICE 65,62 69,81 -6,0% -4,19 -6,3% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 3124,08 3113,90 +0,3% 10,18 +18,6% Silber 28,42 28,84 -1,5% -0,42 +3,3% Platin 854,12 865,45 -1,3% -11,33 -1,1% Kupfer 4,64 4,83 -3,8% -0,19 +14,4% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Die Ölpreise setzen ihre Talfahrt fort. Die Akteure am Ölmarkt befürchten eine konjunkturbedingte Nachfrageschwäche. Zudem erwägt die Opec+ eine Erhöhung der Fördermenge.
+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++
Zum Wochenausklang zeichnen sich an den US-Börsen weitere schwere Verluste ab. Die Futures auf die großen Aktienindizes deuten eine sehr schwache Eröffnung an, da China die US-Zölle mit eigenen Zöllen beantworten will. Am Markt geht die Angst um, dass der heraufziehende Handelskrieg die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen wird. Ökonomen senken reihenweise ihre Wachstumsprognosen.
Da davon ausgegangen wird, dass die Zölle die Inflation in die Höhe treiben, wächst auch die Besorgnis, dass die US-Notenbank gezwungen sein könnte, die Zinsen auf dem aktuellen Niveau zu halten oder gar zu erhöhen. Marktteilnehmer dürften daher sehr genau hinhören, wenn der Präsident der Federal Reserve, Jerome Powell, am Freitag seine Rede zum Wirtschaftsausblick hält.
Auf der Agenda steht noch vor Powells Auftritt der offizielle Arbeitsmarktbericht für März. Die Beschäftigungslage ist eines der Kriterien, an denen die Fed ihre Geldpolitik ausrichtet und wird normalerweise unter diesem Aspekt stark beachtet. Dieses Mal dürften die Daten aber von der Zollthematik in den Hintergrund gedrängt werden, heißt es aus dem Handel.
Unternehmensnachrichten sind rar. Die größten Verlierer der Strafzölle - darunter Nvidia und Apple - werden abermals verkauft: Nvidia geben vorbörslich um 3,8 Prozent nach, nachdem sie am Donnerstag fast 8 Prozent verloren hatten. Apple sinken um 4,5 Prozent. Nike verlieren 3,0 Prozent.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Aurubis: 1,50 Euro
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++
- US 14:30 Arbeitsmarktdaten März Beschäftigung ex Agrar PROGNOSE: +140.000 gg Vm zuvor: +151.000 gg Vm Arbeitslosenquote PROGNOSE: 4,1% zuvor: 4,1% durchschnittliche Stundenlöhne PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,9% gg Vj zuvor: +0,3% gg Vm/+4,0% gg Vj
+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++
Nach dem deutlichen Minus am Vortag geht es zum Wochenschluss ungebremst nach unten. Das von den US-Zöllen ausgehende Risiko für die globale Wirtschaft ist an den Aktienmärkten noch nicht vollständig eingepreist, von daher geht es noch weiter nach unten. Zusätzlicher Verkaufsdruck kommt am Mittag auf, nachdem China Gegenmaßnahmen auf die US-Zölle angekündigt hat. Die Volksrepublik will Zölle von 34 Prozent auf US-Waren erheben. Das ist mehr, als die meisten Marktbeobachter erwartet hatten. Nachdem am Vortag vor allem die Aktien der Sportartikelhersteller verkauft wurden, sind es heute die Werte aus der Finanzbranche, deren europäischer Sub-Index10 Prozent verliert. Unter den Einzelwerten geht es für Deutsche Bank um 11 Prozent nach unten, Societe Generale verlieren 11,5 und Unicredit 11 Prozent. Mit dem aktuellen "Risk-off" hat sich das Fenster für Börsengänge zunächst geschlossen, auch Übernahmen haben es schwerer. Um knapp 20 Prozent brechen die Aktien von Gerresheimer ein. Belastend wirken nach Aussage aus dem Handel Kreiseberichte, wonach sich KKR aus dem Bieterkonsortium zur Übernahme des Verpackungsherstellers zurückgezogen hat. Warburg Pincus sei aber weiter in Verhandlungen.
+++++ DEVISEN +++++
DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Do, 17:15 % YTD EUR/USD 1,1044 -0,1% 1,1052 1,1092 +6,8% EUR/JPY 160,1560 -0,7% 161,2565 161,6105 -1,0% EUR/CHF 0,9375 -1,2% 0,9491 0,9509 +1,5% EUR/GBP 0,8483 +0,6% 0,8434 0,8440 +2,0% USD/JPY 145,0190 -0,6% 145,9185 145,7015 -7,3% GBP/USD 1,3019 -0,6% 1,3103 1,3143 +4,6% USD/CNY 7,1962 +0,3% 7,1751 7,1817 -0,5% USD/CNH 7,2799 -0,0% 7,2803 7,2858 -0,7% AUS/USD 0,6140 -3,0% 0,6327 0,6366 +2,2% Bitcoin/USD 82.362,00 -0,5% 82.747,70 81.633,20 -11,3% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Der Dollar zeigt sich nach den heftigen Verlusten vom Vortag behauptet.
+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++
Die Talfahrt nach dem von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Zollschock hat sich am Freitag in Ostasien fortgesetzt. Auch weil an der Wall Street die Indizes um bis zu 6 Prozent abgestürzt und praktisch auf den Tagestiefs aus dem Handel gegangen waren. Dazu deuten die Terminkontrakte bereits auf weitere Abgaben zum Handelsstart am Freitag hin. Insbesondere die Börse in Tokio traf es erneut besonders hart. Der Nikkei-225-Index rutschte um weitere 2,8 ab. Wieder verstärkte die Währungsseite den Abwärtsdruck. Der Dollar verlor besonders gegenüber dem Yen weiter an Wert, wodurch sich Exporte japanischer Unternehmen auf Dollarbasis zusätzlich zu den verfügten Zöllen verteuern. Anleger flüchteten in den Anleihemarkt, dort sanken die Renditen entsprechend. Dazu trugen laut Marktteilnehmern auch Erwartungen bei, dass die japanische Notenbank wegen des Zollschocks weitere Zinserhöhungen hinauszögern dürfte. Der Kospi in Seoul büßte 0,9 Prozent ein. Gebremst wurde die Talfahrt dort auch davon, dass der wegen der Verhängung des Kriegsrechts im Dezember suspendierte südkoreanische Präsident Yoon nun endgültig seines Amtes enthoben wurde. Damit entweicht zumindest etwas politische Unsicherheit. Derweil senkten die Ökonomen von Citi wegen der unerwartet hoch ausgefallenen US-Zölle ihre Wachstumsprognose für Südkorea für 2025 von 1,0 auf 0,8 Prozent. In Sydney ging um 2,4 Prozent steil abwärts. Unter den Einzelwerten traf es in Tokio u.a. Auto- und Technologietitel überdurchschnittlich hart. Toyota sackten um 4,4, Honda um 5,5 und Mazda um 6,0 Prozent ab. Advantest knickten um 8,1 und Renesas um über 12 Prozent ein. Im Finanzsektor stürzten Mizuho Financial Group um 11 und Mitsubishi UFJ um 8,5 Prozent ab. In Seoul gab der Kurs des Halbleiterunternehmens SK Hynix um über 6 Prozent nach. Samsung Electronics fielen um 2,6 Prozent. In den USA war der Kurs des großen Konkurrenten Apple um 9,3 Prozent abgesackt.
+++++ CREDIT +++++
Einen kräftigen Sprung nach oben machen am Freitag die Risikoprämien gegen den Ausfall europäischer Anleihen. Die Unsicherheit über die endgültige Form der US-Strafzölle und der folgenden Gegenmaßnahmen aus Asien und der Eurozone belasten weiter. Für Ausweitungsdruck sorgte vor allem der Kurseinbruch der US-Börsen am Donnerstagnachmittag.
Die Kombination aus höherer Inflation und Volatilitäten sowie geringerem Wirtschaftswachstum und damit geringerem Kreditvolumen bei steigenden Ausfallwahrscheinlichkeiten sei Gift für den Markt, sagt ein Händler: "Und das zu einem Zeitpunkt, wo die Spreads eher eng zusammengelaufen waren." Entsprechend stark sei nun die Gegenreaktion.
Interessant sei dabei die Schwäche des Bankensektors vor allem in den USA: Denn während die CDS-Prämien auf Commerzbank und Deutsche Bank gerade einmal um je 1 Basispunkt steigen, weiten sie sich bei US-Investmentbanken stärker aus. Bei JP Morgan, Citigroup und Goldman Sachs liegen die aktuellen CDS-Preise rund 10 Prozent oder mehr über denen der Vorwoche. Im Marktfokus steht nun vor allem die Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell am Abend mit seinen Inflationsprognosen.
+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++
ENERGIEKONTOR
Die beiden Gründer des Wind- und Solarparkbetreibers Energiekontor haben jeweils eigene Familienstiftungen gegründet, um die Struktur ihrer Unternehmensbeteiligungen langfristig zu sichern. Bodo Wilkens und Günter Lammers sind weiterhin mit jeweils mehr als 25 Prozent direkt an Energiekontor beteiligt. Die Anteile werden im Zuge einer Nachlassregelung an die Stiftungen übergehen.
GERRESHEIMER
Die Verhandlungen um eine Übernahme von Gerresheimer laufen einem Agenturbericht zufolge ohne KKR weiter. Wie Bloomberg berichtet, hat sich der Finanzinvestor aus dem Konsortium mit Warburg Pincus zurückgezogen. Warburg Pincus führe aber weiterhin Gespräche mit dem MDAX-Unternehmen.
PNE
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
April 04, 2025 07:26 ET (11:26 GMT)
Der Wind- und Solarpark-Projektierer PNE hat die erforderlichen Genehmigungen für den Bau und Betrieb von zwei Onshore-Windparks in Hessen und einer Freiflächen- Photovoltaikanlage in Brandenburg erhalten. Mit den Projekten baut das im SDAX und TecDAX notierte Unternehmen sein Portfolio an Projekten im Eigenbetrieb weiter aus.
AIRBUS/BOEING
Die neuen Zölle der Trump-Administration stellen ein Handelsabkommen in Frage, mit dem Boeing, Airbus und andere Hersteller der Luftfahrtindustrie Flugzeuge und Düsentriebwerke seit mehr als 40 Jahren weitgehend zollfrei produzieren konnten.
BP
muss sich auf die Suche nach einem neuen Chairman machen. Der derzeitige Chairman Helge Lund werde sich zurückziehen. Er werde voraussichtlich 2026 seinen Posten räumen und einen ordnungsgemäßen Übergang gewährleisten. Die Suche nach einem Nachfolger sei eingeleitet worden.
CARREFOUR
hat sein Angebot für die restlichen Aktien seiner brasilianischen Tochtergesellschaft auf 1,04 Milliarden Dollar erhöht. Der französische Lebensmittelhändler hält 67,4 Prozent an Grupo Carrefour Brasil und bietet den Minderheitsaktionären nun drei verbesserte Optionen für ihre Anteile.
REDCARE PHARMACY
hat dank eines außerordentlich guten Geschäfts von Arzneien auf Rezept (Rx) in Deutschland den Umsatz im ersten Quartal kräftig erhöht. "Wir erwarten daher - wie geplant - für das erste Quartal wieder eine positive EBITDA-Marge und sind klar auf Kurs, unsere Jahresprognose zu erreichen", sagte CFO Jasper Eenhorst.
SAFRAN
hat gute Chancen, von der britischen Wettbewerbsaufsicht CMA grünes Licht für die Übernahme von Teilen der Collins Aerospace zu erhalten. Die von dem französischen Luft- und Raumfahrtzulieferer angebotenen Zugeständnisse könnten ihre Bedenken gegen die Transaktion ausräumen.
SANTANDER
rechnet für das erste Quartal mit Wachstum und hat seine Jahresprognose bestätigt. In den ersten drei Monaten des Jahres dürfte eine Eigenkapitalrendite von rund 15,7 Prozent erzielt worden sein.
SHELL
verkauft seinen Anteil in Höhe von 16,125 Prozent an dem Pipelinebetreiber Colonial Enterprises für 1,45 Milliarden US-Dollar an Brookfield Infrastructure Partners.
VOLVO
wird seine Investitionen in eine neue Lkw-Fabrik in Mexiko nach Angaben der dortigen Regierung auf 1 Milliarde Dollar erhöhen. Ursprünglich vorgesehen waren 700 Millionen Dollar.
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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