Michael und Daniel haben gekauft, ASML-Kursfeuerwerk & BlackRock-Zahlen
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In der aktuellen Ausgabe des Podcasts “Aktientalk” unseres Goldesels Michael Flender und Daniel von Investflow sprechen unsere beiden Experten über ihre beiden neuen Käufe im Rahmen der Tenbagger-Challenge. Michael hat sich für ein Pharma-Unternehmen entschieden, dass einen Durchbruch bei Haarausfall geschafft haben könnte und Daniel positioniert sich bei einem Unternehmen aus dem nautischen Robotik-Bereich.
Außerdem geht es um die Zahlen von TSCM und der positiven Auswirkung auf ASML sowie um die Zahlen des größten Vermögensverwalters BlackRock.
Letztlich wird auch das weiter aktuelle Thema der fehlenden Stromkapazitäten für Rechenzentren besprochen.
Welche Aktien Michael und Daniel gekauft haben, warum ASML weiter den Turbo zündet und wie krass die BlackRock-Zahlen ausgefallen sind, das und vieles mehr erfahrt ihr in der aktuellen Episode auf Apple Podcast, Spotify oder direkt bei Youtube.
Kurzer Marktüberblick
Die Indizes halten sich überraschend robust. Vor allem Unternehmen mit KI-Bezug konnten sich zuletzt besser behaupten. Gleichwohl bleibt der Markt differenziert: Während Chipproduzenten und KI-Anbieter Momentum aufbauen, erleben einige Softwarewerte weiter deutliche Rücksetzer.
Auch das Thema Stromversorgung für Rechenzentren bleibt weiter wichtig – stellenweise fehlt weiter die Stromkapazität neue Rechenzentren ans Netz anzuschließen. Deshalb laufen jetzt Notauktionen und langfristige Ausschreibungen mit 15-jährigen Verträgen für neue Kraftwerke. Das ist ein Multi-Milliarden-Thema, von dem Hersteller von Energieinfrastruktur und Systemintegratoren profitieren dürften.
In Deutschland zeigen einige Unternehmen weiter Schwäche: Porsche rechnet mit rückläufigen Auslieferungen in China, und der größte deutsche Flughafenbetreiber Fraport liegt noch immer unter dem Vorkrisenniveau.
TSMC zeigt Stärke – der Hebel für ASML
Taiwan Semiconductor (TSMC) hat beeindruckende Zahlen vorgelegt: ein Gewinnsprung von rund 35 Prozent und eine deutliche Anhebung der geplanten Kapitalausgaben für 2026 auf 52 bis 56 Milliarden US-Dollar – ein Plus von etwa 32 Prozent gegenüber früheren Plänen.
Warum ist das so relevant? Beim Übergang zu Fertigungsprozessen im Bereich 2 Nanometer steigen die Kosten für Lithographiesysteme überproportional an. Bisher machten Lithographiesysteme etwa 25 Prozent der Fabrikkosten aus. Bei der 2nm-Fertigung verschiebt sich das Verhältnis erheblich zugunsten der Lithographie, wovon ASML profitieren dürfte.
Das erklärt den starken Kursanstieg bei ASML: Höhere TSMC-Capex bedeutet mehr Bestellungen für Lithographiesysteme, und ASML ist praktisch alleiniger Technologieanbieter in diesem Bereich. Außerdem sind die großen Cloud- und KI-Anbieter (Nvidia, AMD, Apple, Broadcom und andere) massiv auf zusätzliche Chipkapazitäten angewiesen. Die Nachfrage wirkt damit sehr real und langfristig.
Der CEO von TSMC betonte wiederholt, dass die Nachfrage real ist. Das reduziert das Risiko, dass es sich nur um kurzfristiges Hype-Kapital handelt. Stattdessen deutet vieles auf einen mehrjährigen Investitionszyklus hin.
Strom, Rechenzentren und Lieferketten: Die unbequeme Nebenstory
Der Bau neuer Rechenzentren allein löst noch kein Performance-Problem. Es braucht Strom, Netzanbindung und stationäre Infrastruktur. Aktuell sehen wir, dass Kapazitäten an vielen Stellen nicht mit der Baugeschwindigkeit nachkommen – deshalb sind Notauktionen und langfristige Offshore-/Onshore-Kraftwerksverträge im Gespräch.
Für Anleger bedeutet das:
- Chance für Energieausrüster: Siemens Energy, größere Netzbetreiber und Spezialisten für Strominfrastruktur sind unmittelbar adressiert.
- Versorger und Projektfinanzierer: Langfristige Verträge über 15 Jahre schaffen Planbarkeit und Einnahmequellen. Unternehmen, die solche Projekte liefern oder finanzieren, gewinnen an Attraktivität.
- Risiko für Hyperscaler: Rechenzentren, die gebaut, aber nicht angeschlossen werden können, erzeugen Verzögerungen und Kostenüberhänge. Hier steigt der Koordinationsbedarf zwischen Tech-Konzernen und Netzbetreibern.
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BlackRock mit Monsterzahlen
BlackRock meldete starke Zahlen. Die Assets under Management stiegen deutlich von 11,6 auf 14 Billionen US-Dollar, der durchschnittliche AUM lag bei 13,7 Billionen, und die Nettomittelzuflüsse nahmen deutlich zu. Umsatz und bereinigter Gewinn wuchsen zweistellig, die bereinigten Gewinne pro Aktie übertrafen die Erwartungen.
BlackRock ist mehr als nur eine Investmentfirma. Sie ist ein Barometer für Kapitalströme und Anlegerverhalten:
- Marktmomentum befeuert Gebühreneinnahmen: Mehr AUM = höhere Gebührenbasis, vor allem wenn Märkte weiter steigen.
- Breite Produktpalette: Aktive Fonds, ETFs, institutionelle Mandate, alternative Investments – BlackRock profitiert von mehreren Trends gleichzeitig.
- Strukturelle Stärke: In einem Umfeld, in dem KI, Robotik, Raumfahrt und Infrastruktur Kapitalbedarf erzeugen, bleibt ein großer Vermögensverwalter gut positioniert.
Tenbagger-Challenge – zwei neue Käufe
Im Rahmen unseres Langzeit-Experiments suchen wir Unternehmen mit signifikantem Upside-Potenzial. Dabei sind die Risiken bewusst hoch.
Cosmo Pharmaceuticals
Cosmo Pharmaceuticals hat mit seinem neuen Wirkstoff klinische Daten präsentiert, die signifikante Verbesserungen bei dem Problem vieler Männer in Bezug auf Haarausfall bewirken. Die Haardichte zeigte gegenüber der Placebo-Gruppe deutliche Verbesserungen. Berichtet wurden sehr hohe relative Verbesserungen in den Studien, und die Sicherheitsdaten sehen bislang vielversprechend aus. Zulassungsunterlagen in den USA und der EU befinden sich in Vorbereitung, und eine 12-monatige Sicherheitsauswertung soll im Frühjahr vorliegen.
Weitere Fakten:
- Indikation: androgenetische Alopezie (haarausfalltypisch bei Männern).
- Marktpotential: weltweiter Milliardenmarkt – ein effektives, gut verträgliches Medikament würde große Nachfrage finden.
- Unternehmensgröße: mit einem Marktwert im Bereich von rund 1,7 Milliarden Schweizer Franken noch deutliches Potential
- Patente: Schutz bis ca. 2036.
Kraken Robotics: das„Nvidia des Ozeans“?
Kraken ist ein kanadisches Unternehmen, das sich auf hochauflösende Unterwassersonar-, Sensorik- und robotiknahe Lösungen spezialisiert hat. Das Einsatzspektrum reicht von militärischen Anwendungen (z. B. Minensuche, Überwachung von Seekabeln) bis zu zivilen Märkten wie der Wartung von Offshore-Anlagen, Pipelines und Windparks.
Aktuelle Trigger:
- Eine Bestellung im Batterie-Bereich über rund 35 Millionen Dollar sorgt für kurzfristiges Momentum.
- Steigende Nachfrage nach Überwachung und Schutz von Unterwasserkabeln und -infrastruktur aufgrund geopolitischer Spannungen.
- Wachsende Ausgaben von Energieunternehmen für Offshore-Betrieb und für die Absicherung kritischer Infrastruktur.
Warum Kraken spannend ist:
- Technologie-Lead: Hochauflösende SONAR-Systeme sind Kernkompetenz – Entry-Barrieren relativ hoch.
- Dual-Use-Markt: Militärische und zivile Anwendung sorgt für Diversifikation der Nachfrage.
- Skalierungspotenzial: Batterie- und Energiekomponenten sowie Serviceverträge können wiederkehrende Umsätze liefern.
Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte
Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: BlackRock.
