Analyse

MERCK & CO - Pharma-Aktie lässt Luft ab

Anfang des Jahres bildete die Aktie von Merck & Co. noch ein neues Allzeithoch aus, seither läuft sie aber konträr zum Markt abwärts. Auf diese Unterstützungszone sollten Anleger nun achten.

Erwähnte Instrumente

  • Merck & Co. Inc. - WKN: A0YD8Q - ISIN: US58933Y1055 - Kurs: 103,460 $ (NYSE)

Die beeindruckende Aufwärtsbewegung des Pharmatitels Merck & Co. im Jahr 2022 begleitete stock3 regelmäßig. Anleger konnten sich mit diesen Analysen als Basis einen Großteil der Aufwärtsstrecke herausschneiden:

Seit dem Jahreswechsel dominieren aber die Bären das Kursgeschehen, es läuft eine wohlverdiente Konsolidierung. Wo bieten sich neue Chancen für Trader?

"Sonderkonjunktur" vorbei

Fundamental hat der Pharmakonzern gestern starke Zahlen für das abgelaufene Jahr 2022 vorgelegt. So stieg der Umsatz um knapp 22 % auf 59,28 Mrd. USD. Der Gewinn je Aktie legte sogar um 24 % gegenüber 2021 auf 7,48 USD zu. Wachstumstreiber war vor allen Dingen das Corona-Medikament Molnupiravir, das im vierten Quartal mit 825 Mio. USD Umsatz die Analystenschätzungen von 325 Mio. USD regelrecht pulverisierte. Doch die "Corona-Sonderkonjunktur" 2022 ist vorbei. Wie viele Pharmakonzerne wird auch Merck & Co. 2023 rückläufige Umsätzen und Gewinne verzeichnen.

Das Management rechnet damit, dass der Umsatz zwischen 57,2 und 58,7 Mrd. USD betragen wird. Der Analystenkonsens lag bislang bei 58,23 Mrd. USD. Alleine der Umsatz von Molnupiravir dürfte von 5,68 auf rund 1 Mrd. USD einbrechen. Das Ergebnis je Aktie soll auf 6,80 bis 6,95 USD fallen. Das liegt deutlich unter der Marktschätzung von 7,33 USD je Aktie. Analysten dürften also ihre Modelle nach unten anpassen. Die Aktie reagierte nachbörslich aber kaum.

Unterstützungszone rückt näher

Aus charttechnischer Sicht könnte der Wert für Antizykliker interessant werden, sollte er die Konsolidierung in den kommenden Wochen noch etwas nach unten ausdehnen. 97,67 bis 94,92 USD bilden einen breite Supportzone, in der neben dem EMA200 auch das 61,8 %-Fibonacci-Retracement der Aufwärtsstrecke von September 2022 bis Januar 2023 notiert. Bilden sich dort Umkehrkerzen aus, könnten Rebound-Trades interessant werden. Ob es auch für die Wiederaufnahme des übergeordneten Aufwärtstrend reichen wird, wird man sehen müssen.

Kontern die Bullen dagegen direkt, treffen Erholungen bei 107,55 USD auf Widerstand. Darüber könnte die Aktie wieder das Hoch bei 115,49 USD ansteuern.

Fazit: Rückgänge im Geschäft von Merck & Co. im Jahr 2023 hatte der Markt erwartet. Nun dürften sie etwas stärker ausfallen und Analysten ihre Prognosen etwas nach unten revidieren. Interessierte Anleger legen sich Kursalarme in den Bereich 98 bis 95 USD.

Jahr 2022 2023e* 2024e*
Umsatz in Mrd. USD 59,28 58,23 61,63
Ergebnis je Aktie in USD 7,48 7,33 8,67
KGV 14 14 12
Dividende je Aktie in USD 2,80 3,07 3,24
Dividendenrendite 2,71 % 2,97 % 3,13 %

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

Merck & Co.-Aktie
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Über den Experten

Bastian Galuschka
Bastian Galuschka
Chefredakteur

Bastian Galuschka ist seit über 20 Jahren an der Börse aktiv. Er entdeckte bereits zu Schulzeiten seine Leidenschaft für die Börse. Über fünf Jahre lang war der Diplom-Volkswirt als Redakteur bei einem bekannten Anlegermagazin tätig und verantwortete dort den Bereich Charttechnik. Seit März 2013 verstärkt er die Redaktion der stock3 AG. Bastian Galuschka kombiniert bei seinen Analysen gerne Fundamentaldaten mit charttechnischen Aspekten. Gerade im Smallcapbereich hat sich der Analyst über viele Jahre ein fundiertes Wissen aufgebaut. Seit Juni 2023 ist Galuschka Chefredakteur von stock3.

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