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12:07 Uhr, 04.11.2026

MCDONALD'S: Die USA hinken hinterher – neue Chefin soll Tempo machen

In den USA wachsen die vergleichbaren Umsätze nur um 0,8 %, weit hinter Ausland und Treueprogramm: Skye Anderson soll als neue Chefin für Tempo sorgen.

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Im Ausland kommt McDonald's besser voran als im eigenen Heimatmarkt. Der Gewinn trifft die Analystenschätzung auf den Cent, doch die bestehenden US-Restaurants kommen kaum vom Fleck: Dort setzt der Konzern nun eine neue Chefin ein.

✦ Auf einen Blick

• Das bereinigte EPS steigt um 6 % auf 3,38 USD und entspricht exakt der durchschnittlichen Analystenschätzung.

• Der Konzernumsatz wächst um 4 %, währungsbereinigt um 2 %; die systemweiten Umsätze legen um 5 % auf 37 Mrd. USD zu.

• Die vergleichbaren Umsätze steigen weltweit um 1,3 %, in den USA nur um 0,8 %.

• Restrukturierungskosten von 52 Mio. USD belasten den operativen Gewinn, der um 3 % zulegt.

• Mit Mitgliedern des Treueprogramms setzt McDonald's auf Zwölfmonatssicht 40 Mrd. USD um, mehr als 20 % mehr als im Vorjahr.

McDonald's steigert den Konzernumsatz im Quartal gegenüber dem Vorjahr um 4 %, währungsbereinigt um 2 %. Die breiter gefassten systemweiten Umsätze, also die Erlöse aller Restaurants einschließlich der Franchisenehmer, wachsen um 5 % auf 37 Mrd. USD. In Restaurants, die schon ein Jahr geöffnet sind, fällt das Plus mit 1,3 % deutlich kleiner aus. Der größere Teil des Wachstums stammt damit nicht aus den bestehenden Restaurants.

Der operative Gewinn steigt um 3 %. Darin stecken Belastungen von 52 Mio. USD vor Steuern nach 43 Mio. USD im Vorjahr, überwiegend Restrukturierungskosten aus dem Umbauprogramm "Accelerating the Organization". Ohne diese Posten wächst der operative Gewinn um 4 %, währungsbereinigt um 2 %. Weil die Umbaukosten in beiden Jahren ähnlich hoch ausfallen, verzerren sie den Vergleich kaum.

Das verwässerte EPS nach GAAP steigt um 6 % auf 3,32 USD. Bereinigt um die Sonderkosten von 0,06 USD je Aktie verdient McDonald's 3,38 USD je Aktie, ebenfalls 6 % mehr als im Vorjahr und exakt so viel wie die durchschnittliche Analystenschätzung. Das Ergebnis ist sauber, entspricht aber genau den Erwartungen.

Die USA sind das Schlusslicht

Alle drei Segmente legen auf vergleichbarer Basis zu, wie Konzernchef Chris Kempczinski ausdrücklich hervorhebt. Die Reihenfolge ist allerdings aufschlussreich: Die Lizenzmärkte im Ausland wachsen um 1,9 %, die eigenständig betriebenen internationalen Märkte um 1,5 % und die USA nur um 0,8 %. Ausgerechnet der größte Markt des Konzerns bildet damit das Schlusslicht.

Schönreden will das Management das nicht. Kempczinski will im US-Geschäft die Messlatte höher legen und die Entwicklung im größten Markt beschleunigen. Dafür übernimmt Skye Anderson als neue Präsidentin die Führung von McDonald's USA und soll nach seinen Worten Fokus und Dringlichkeit einbringen. Wenn ein Konzern dieser Größe für seinen Heimatmarkt öffentlich von Dringlichkeit spricht, gesteht er damit ein, dass die bisherige Gangart dort nicht ausreicht.

Das Treueprogramm wächst zweistellig

Deutlich besser als das Gesamtgeschäft entwickelt sich das Kundenbindungsprogramm. In 70 Märkten steigen die systemweiten Umsätze mit Mitgliedern auf Zwölfmonatssicht um mehr als 20 % auf 40 Mrd. USD. Die Zahl der in den vergangenen 90 Tagen aktiven Nutzer wächst um 13 % auf knapp 220 Mio. Damit verfügt McDonald's über einen Hebel, um Kunden gezielt zurückzuholen. In den vergleichbaren Umsätzen des Quartals ist davon allerdings nur wenig zu sehen.

Ausblick

Die Perspektive hängt an zwei Fragen: Gelingt der neuen US-Führung die Belebung im Heimatmarkt? Und übersetzt sich das Wachstum beim Treueprogramm in höhere vergleichbare Umsätze? Das Umsatzplus von 4 % bewegt sich im Rahmen des bisherigen Tempos und lässt keine Beschleunigung erkennen.

Analysten rechnen für das Gesamtjahr 2026 im Schnitt mit einem Umsatz von 28,13 Mrd. USD und einem bereinigten EPS von 12,87 USD. Für 2027 erwarten sie 13,74 USD je Aktie, rund 7 % mehr. Das Gewinnplus von 6 % im abgelaufenen Quartal passt zu diesem Pfad, ohne Spielraum nach oben zu eröffnen.

Kennzahlen im Überblick

Kennzahl 2025 2026e 2027e
Umsatz 26,89 Mrd. USD 28,13 Mrd. USD 28,89 Mrd. USD
EPS 12,20 USD 12,87 USD 13,74 USD

*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2025 bereinigt (Summe der Quartale)

Fazit: Mehr als eine Punktlandung auf den Erwartungen bieten die 3,38 USD Gewinn je Aktie trotz des Anstiegs um 6 % gegenüber dem Vorjahr nicht. Positive vergleichbare Umsätze in allen Segmenten und das um mehr als 20 % gewachsene Treueprogramm stehen einem US-Geschäft gegenüber, das mit 0,8 % kaum vorankommt und deshalb eine neue Führung bekommt. Auf Basis der Analystenschätzungen liegt das KGV für 2026 bei 20,1 und für 2027 bei 18,8, während der Gewinn um rund 7 % wachsen soll. Den bislang neutralen Blick auf die Aktie kann erst ein Heimatmarkt ändern, der zum Rest des Konzerns aufschließt.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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