Market Insights: 42 US-Aktien auf Fünf-Jahres-Bewertungstief
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Der S&P 500 handelt beim 22-fachen Forward-KGV. Viele sehen darin die Bestätigung einer Blase. Doch wer nur auf Bewertungen starrt und den Rest ausblendet, übersieht die eigentliche Mechanik dieses Marktes. Denn Bewertungen spiegeln Profitabilität, Planbarkeit und Qualität wider. Und genau hier liegt der Unterschied zu 1999: Die erwarteten Gewinnmargen des S&P 500 liegen heute bei rund 14 %, deutlich höher als in den meisten Phasen der letzten zwei Jahrzehnte. Höhere Margen rechtfertigen höhere Multiples. Wir liegen exakt auf der Trendlinie, die die letzten zwölf Jahre definiert hat. Keine Anomalie. Einfach nur Konsistenz.
Noch deutlicher wird es, wenn man sich ansieht, woher die Renditen 2025 tatsächlich kamen. Bei vier der "Mag 6" (ohne Nvidia) haben sich die Bewertungsmultiples sogar verringert. Apple, Microsoft, Meta und Google legten zu, weil die Gewinne stiegen. Und eben nicht weil man blind höhere Preise bezahlt. Selbst bei Tesla und Google, wo die Multiples anstiegen, war die Story nachvollziehbar: Autonomie, Robotik, Waymo, Gemini, Google TPUs und Cloud. Wer das ignoriert, wartet auf einen Crash, der womöglich vorerst nicht kommt.
Doch dann kam wieder mal das Wochenende. Wir kennen das Muster. Trump droht mit Zöllen gegen Europa, falls Dänemark Grönland nicht verkauft. Die Märkte brachen ein, Jahresgewinne wurden ausradiert. Solche Tage sind brutal. Und sie erinnern daran, dass kurzfristige Schocks jederzeit zuschlagen können.
Doch genau hier trennt sich langfristiges Investieren von panischem Reagieren. Die großen Themen (KI-Innovation, etc.) bleiben unverändert. Trumps Grönland-Obsession ändert nichts an der Tatsache, dass KI-Infrastruktur Billionen bewegen wird. Wer sich von Tagesschlagzeilen aus seiner Strategie werfen lässt, verliert. Ich kann es nur immer wieder schreiben. Irgendwann lernt es jeder.
Und dann war mal wieder TACO-Time. Don't hate the Player, play the Game. Was bringt es euch sich über Trump aufzuregen? Bleibt konzentriert und handelt nach seinem Playbook! Das ist äußerst profitabel. Im AktienPuls360 habt ihr die Möglichkeit von meinen Live-Meldungen zu profitieren, wenn ihr auf diesen Zeitebenen handeln wollt. Alleine diese Signale sind geldwert.
Und der Markt selbst? Er zeigt keine Schwäche. Alle S&P-500-Sektoren handeln über ihrer 200 -Tages-Linie. 63 % der Einzelaktien schlagen den Index. Ein Niveau, das wir zuletzt 2001 gesehen haben. Zyklische und Value-Titel übernehmen die Führung, während die Magnificent 7 eine Art Identitätskrise durchlaufen. Genau das, was sich viele Investoren monatelang gewünscht haben. Jetzt ist es da. Und plötzlich macht es niemanden glücklich, weil die Schlagzeilen lauter sind als die Daten.
Bewertungen sind kein Market-Timing-Tool. Fundamentaldaten treiben diesen Markt. Breite nimmt zu. Große strukturelle Themen bleiben intakt. Und trotzdem werden die nächsten Wochen volatil bleiben, weil Politik und Unsicherheit nie verschwinden. Und ach ja, dann starten ab dieser Woche die Big Techs mit Earnings. Alle bis auf Amazon.
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Markttechnik, Saisonalität und Sentiment
📌 Tops & Flops YTD in den Indizes
📌 Breite wie 2001
63,22 % der S&P 500 Aktien schlagen den Index 2026 YTD (Stand 14. Januar). Das ist der höchste Wert seit 2001, als 66 % outperformten, und der zweithöchste seit Beginn der Aufzeichnungen 1973. Aber Kontext zählt. 2001 war kein gutes Jahr. Der S&P 500 fiel damals um -11,9 %, trotz breiter Outperformance. Viele Aktien stiegen, während Tech-Giganten kollabierten und den Index nach unten zogen. Breite bedeutet nicht automatisch Indexstärke. Sie zeigt, dass Gewinne diversifiziert sind, nicht konzentriert. Das kann bullisch sein, wenn der Index steigt. Es kann aber auch bedeuten, dass die größten Positionen schwächeln und kleinere Titel die Lücke füllen, ohne den Gesamtindex zu retten.
2026 ist jung. Die Breite zeigt aber Rotation: Weg von Mag 7, hin zu Cyclicals, Financials, Industrials. Das passt zur Earnings-Story, wonach der S&P 493 aufholt. Aber es könnte auch ein frühes Warnsignal sein, falls Big Tech weiter korrigiert. Ich bin aber positiv für alle Big Techs.
📌 Halbleiter dominieren Software so stark wie seit 23 Jahren nicht
Halbleiter schlagen Software aktuell mit eine 12-Monats-Outperformance von 55,8 %. Das ist der zweithöchste Stand seit 2002, nur übertroffen von den 56,8 % im März 2021. Der Witz: Langfristig sitzen Software-Unternehmen auf besseren Margen als Chipfirmen, ihre Geschäftsmodelle sind skalierbarer. Software ist nicht tot, nur oversold. Und der Chart schreit Reversion.
✅ SaaS-mageddon – Diese Tech-Aktien sind jetzt zu günstig
📌 SaaS hat den Bullenmarkt komplett verpasst
Seit November 2021 steht der SaaS-Index bei -27 %, während der Nasdaq +50 % zugelegt hat. Das ist eine Divergenz von 77 ppt. Aktuell liegt der Sektor wieder bei -27 %, weit unter dem Crash-Tief relativ zum Nasdaq.
Der zweite Chart zeigt, warum. Die erwarteten Umsatz-Multiples im Top-Quartil erreichten 2021 ein Allzeithoch von 24, das Median-Multiple lag bei 16. Heute handelt das Top-Quartil bei 10, der Median bei unter 5. Das Bottom-Quartil dümpelt unter 4. Selbst die besten SaaS-Namen sind heute niedriger bewertet als durchschnittliche Namen 2019. Die Multiples sind auf Vorkrisenniveau zurückgefallen, obwohl viele Unternehmen profitabler gewachsen sind. Gewinnschätzungen halten sich für die besten SaaS-Firmen stabil.
📌 42 US-Aktien auf Fünf-Jahres-Bewertungstief
Das Screening filtert Firmen mit Marktkapitalisierung über 500 Millionen Dollar, die aktuell auf dem niedrigsten Bewertungsniveau seit 5 Jahren handeln. Gleichzeitig durften die Gewinnschätzungen für die nächsten 12 Monate im letzten Jahr maximal um 5 % sinken, Umsatzrevisionen ebenso. Free-Cashflow-Marge muss über 10 % liegen. Das Ergebnis: 42 Namen, dominiert von Software und IT-Services.
Sortiert wurde absteigend nach den derzeit historisch günstigsten Bewertungen. Salesforce, Intuit, Adobe, Roper, Hubspot, Servicenow, Fortinet, mondaycom, Credo, Nvidia, ...
Old But Gold – Die Highlights aus über 1 Jahr Market Insights
📌 Earnings und Aktienmarkt laufen in 41 von 95 Jahren getrennt
Der Scatter Plot zeigt alle Jahre seit 1930 nach Earnings Growth (x-Achse) und S&P 500 Rendite (y-Achse). Vier Quadranten entstehen.
- Oben rechts: Earnings ✅, Stocks ✅ in 47 Jahre, der häufigste Fall.
- Oben links: Earnings ❌, Stocks ✅ in 24 Jahre.
- Unten rechts: Earnings ✅, Stocks ❌ in 17 Jahre.
- Unten links: Earnings ❌, Stocks ❌: nur 8 Jahre.
In 41 von 95 Jahren bewegten sich Earnings und Aktienmarkt in entgegengesetzte Richtungen.
1938 stiegen Earnings um 30%, der S&P legte 28 % zu. 1947 explodierten Earnings um 60 %, der S&P nur um 5 %. 2020 brachen Earnings ein, der S&P stieg 18 %. 2022 wuchsen Earnings leicht, der S&P fiel 18 %. Synchronität ist selten. Oft preist der Markt zukünftige Earnings ein oder ignoriert kurzfristige Schwankungen.
Der Markt diskontiert Erwartungen, nicht Ist-Zahlen.
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📌 Profitabilität rechtfertigt das Premium
Die linke Grafik zeigt den Return on Capital des S&P 500 seit 1991. Die Balken starten bei etwa 4 bis 6 und steigen über die Jahrzehnte kontinuierlich. Ab 2009 beschleunigt sich der Anstieg. 2024 liegt der Return on Capital bei über 8, dem höchsten Wert der gesamten Zeitreihe. Die gestrichelte hellblaue Trendlinie steigt von etwa 5 in den 1990ern auf über 8 heute. Die Kapitäleffizienz von US-Unternehmen hat sich strukturell verbessert.
Die rechte Grafik setzt Eigenkapitalrendite gegen Kurs-Buchwert für globale Indizes. Der S&P 500 liegt bei etwa 5,5x Price/Book und rund 18 % Return on Equity, weit rechts oben. MSCI Europe erreicht etwa 3x P/B und 12 % ROE. MSCI China sitzt bei etwa 1,5x P/B und 11 % ROE. MSCI Japan notiert bei etwa 2x P/B und 7 % ROE. Der S&P 600 (Small Caps) liegt bei rund 2x P/B und 6 % ROE. Die gestrichelte Linie zeigt = Höhere Eigenkapitalrenditen rechtfertigen höhere Kursbuchwert-Multiples. Der S&P 500 liegt auf dieser Linie, nicht darüber.
US-Large Caps liefern fast 50 % höhere ROE als Europa (18 % vs. 12 %) und doppelt so hohe wie Japan (18 % vs. 7 %). Trotzdem handeln sie nur bei 1,8x dem KBV-Multiple von Europa (5,5x vs. 3x) und 2,75x dem von Japan (5,5x vs. 2x). Relativ zur Profitabilität sind US-Aktien nicht teurer, sondern effizienter.
Das Bewertungs-Premium von US-Aktien ist kein Hype, sondern Reflektion höherer Qualität. Return on Capital steigt seit über 30 Jahren, angetrieben durch Tech-Dominanz, besseres Kapitalmanagement und höhere Gewinnmargen. Europa und Japan haben niedrigere Bewertungen, aber auch niedrigere ROE.
Wer US-Aktien verkauft, weil sie "zu teuer" sind, kauft stattdessen niedrigere Profitabilität. Die Grafik zeigt: US-Aktien verdienen ihr Premium. Die Frage ist nicht, ob sie teuer sind, sondern ob die ROE weiter steigen.
Magnificent 7
📌 Mag 7 Bewertungen: Tesla ist die Anomalie, der Rest handelt vernünfti
Tesla sticht mit 310x Forward KGV heraus, mehr als doppelt so hoch wie der historische Schnitt von 141x. Das KUV liegt bei 15,6x (Mittel: 9,1x), EV/EBIT bei 307,8x (Mittel: 168,3x), P/FCF bei 218,7x (Mittel: 194.2x). Die Free Cash Flow Rendite beträgt nur 0,46 % versus historisch 0,75 %. Tesla handelt über alle Metriken weit über Mittelwert. Netflix zeigt das Gegenteil: 33x KGV (Mittel: 117,6x), 8,4x KUV (Mittel: 8x), FCF Yield 2,48 % (Mittel: 1,47 %). Netflix ist günstiger geworden, während die Profitabilität gestiegen ist.
Apple, Amazon, Google, Meta und Microsoft bewegen sich zwischen 28-33x KGV, alle nahe oder leicht über ihren historischen Durchschnitten. Apple bei 33,3x KGV (Mittel: 24,9x) zahlt einen FCF Yield von 2,71 %, deutlich unter dem Mittel von 5,13%. Das zeigt Multiple Expansion ohne proportionale FCF-Steigerung. Amazon bei 33,1x KGV (Mittel: 124x) sieht teuer aus, aber das KUV von 3,6x liegt fast auf historischem Schnitt (3,4x). Die Profitabilität hat sich strukturell verbessert. Google bei 32,6x KGV (Mittel: 29,8x) und 10,4x KUV (Mittel: 6,4x) expandiert wieder, nach Jahren der Compression.
Nvidia bei 45,4x KGV (Mittel: 64x) sieht relativ günstig aus, bis man KUV betrachtet: 23,8x versus Mittel 19,2x. Das EV/EBIT von 40 x liegt unter dem Mittel von 56,2x, weil die operative Profitabilität explodiert ist. FCF Yield von 1,74 % (Mittel: 2 %). Microsoft bei 32,1x KGV (Mittel: 33,6x) ist das stabilste Multiple. KUV bei 11,4x (Mittel: 9,7x).
Tesla ist detached, Netflix korrigiert, die anderen vier bewegen sich rational über ihren Mitteln, gestützt durch steigende Margen. Nvidia ist der einzige echte Growth-Case, der Rest ist Quality zu Premium-Preisen.
Wusstest Du ...?
📌 OpenAI skaliert linear. Positiv: Compute explodiert nicht schneller als Umsatz
OpenAI hat seine Rechenleistung von 0.2 GW in 2023 auf 1.9 GW in 2025 hochgefahren, ein 9,5x in zwei Jahren. Die ARR stieg parallel von 2 Mrd. USD auf über 20 Mrd. USD, ein 10x. Beide Kurven laufen praktisch identisch. 2024 war der Sprung 3x bei Compute und Umsatz. 2025 wiederholt sich das Muster: 3,2x beim Compute, 3,3x beim Umsatz. Das ist keine exponentielle Entkopplung, sondern fast perfekte Proportionalität.
Was bedeutet das? OpenAI schafft es bisher, jeden zusätzlichen Gigawatt Compute direkt in Dollar zu übersetzen. Keine Effizienzgewinne, aber auch keine Verschwendung. Die Nachfrage ist derzeit stark genug, um jede neue Kapazität sofort zu monetarisieren. Für Investoren in die Infrastruktur-Kette ist das bullish. Nvidia, Hyperscaler und Stromanbieter profitieren, solange OpenAI linear skaliert.
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Spannende Earnings diese Woche
📅 Am Montag:
☀️ Baker Hughes
🌙 Nucor
📅 Am Dienstag geht es weiter mit:
☀️ UnitedHealth, RTX, Boeing, NexteraEnergy, Northrop Grumman, UPS, General Motors, AtlasCopco, Paccar, Roper, Sysco
🌙 Texas Instruments, Seagate, Vale, F5, Logitech, Nextracker
📅 Zur Wochenmitte warten:
☀️ASML, Amphenol, Danaher, AT&T, Starbucks, ADP, Advantest, Elevance Health, Corning, Volvo, Progressive, General Dynamics, MSCI, Otis, Raymond James, UMC
🌙 Microsoft, Meta, Tesla, IBM, Lam Research, Servicenow, Celestica, Waste Management, FICO, United Rentals, Las Vegas Sands, Crown Castle, LendingClub
📅 Am Donnerstag folgen:
☀️ Samsung, SK Hynix, Visa, Mastercard, Caterpillar, SAP, ThermoFisher, Roche, Honeywell, ABB, Blackstone, Sanofi, Lockheed Martin, Altria, Comcast, Keyence, Trane Technology, Sherwin Williams, ING, Hitachi, Deutsche Bank, L3Harris, Nasdaq, Takeda, Royal Caribbean, Givaudan, H&M, Dover, Tractor Supply, Dow, Munters Group, Tal Education, Schaeffler, DWS
🌙 Apple, KLA, Stryker, Western Digital, Deckers Brands, Schneider Electric
📅 Zum Wochenabschluss:
☀️ ExxonMobil, Chevron, American Express, Eaton, Verizon, AON, Regeneron Pharmaceuticals,Air Products, SoFi, Nestle, Colgate, Charter Communications, Imperial Brands, Church Dwight, Atoss
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Ich wünsche euch einen erfolgreichen Wochenstart! Euer Valentin


















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