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21:08 Uhr, 25.03.2026

MÄRKTE USA/Prinzip Hoffnung dominiert - Nachrichtenlage bleibt diffus

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Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Diplomatische Bemühungen um einen Waffenstillstand im Nahen Osten haben am Mittwoch an den US-Börsen für vorsichtigen Optimismus gesorgt. Die USA haben dem Iran laut Regierungsvertretern einen 15-Punkteplan zur Beendigung des Krieges übermittelt, in dem der Iran unter anderem aufgefordert wird, Atomanlagen abzubauen, die Arbeit an ballistischen Raketen einzustellen, die Unterstützung für regionale Milizen einzuschränken und die Straße von Hormus vollständig wieder zu öffnen.

Allerdings lehnte der Iran dies laut dem iranischen Sender Press TV nicht nur ab, sondern stellte seinerseits Bedingungen für einen Waffenstillstand auf. Zwar kamen die Kurse darauf von den Hochs zurück, es überwog aber die positive Tatsache, dass es überhaupt diplomatische Initiativen gibt. Der Iran fordert ein Ende der Angriffe sowie Garantien, um ein erneutes Aufflammen des Krieges zu verhindern; außerdem die Anerkennung der iranischen Souveränität über die Straße von Hormus und finanzielle Entschädigungen.

In diesem Umfeld schloss Dow-Jones-Index 0,7 Prozent höher bei 46.429 Punkten. Der breite S&P-500 verbesserte sich um 0,5 Prozent, die Nasdaq-Indizes kamen um bis zu 0,8 Prozent voran. "Kriege müssen selten enden, bevor die Märkte ihren Tiefpunkt erreichen. Investoren neigen dazu, aktiv zu werden, sobald die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Eskalation zu sinken beginnt", kommentierte Analystin Charu Chanana von Saxo Bank.

Unterstützung kam von den Ölpreisen. Sie gaben um bis zu 1,5 Prozent nach, Brent-Öl kostete zuletzt rund 102,50 Dollar. Im Tagesverlauf hatten die Ölpreise schon deutlich stärker nachgegeben. Dass sich die Rohöllagerbestände in den USA in der Woche zum 20. März wider Erwarten ausgeweitet haben, wurde lediglich zur Kenntnis genommen, spielte für die Preisfindung aber keine Rolle.

Die Renditen der US-Staatsanleihen gaben mit den sinkenden Ölpreisen kräftig nach, weil sich mit fallenden Ölpreisen Inflations- und Zinserhöhungssorgen verringern. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank um 7 Basispunkte auf 4,32 Prozent. Stärker als erwartet gestiegene US-Importpreise im Februar gingen in der aktuellen Gemengelage unter.

Der Dollar zog an, der Euro fiel auf 1,1560 zurück. Beim Gold kam es nach den jüngsten Verlusten zu einer Gegenbewegung, unterstützt von den sinkenden Marktzinsen. Die Feinunze verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 4.539 Dollar.

Arm-Ziele sorgen für Zuversicht im Chipsektor

Am Aktienmarkt schossen Arm Holdings um 16,4 Prozent nach oben. Treiber waren ehrgeizige Umsatzziele mit einem eigenen KI-Datenzentrumschip. Das zog auch die Kurse anderer Chiphersteller nach oben. AMD legten um über 7 Prozent zu, Intel ebenso. Für Nvidia ging es um 2,0 Prozent aufwärts.

Terns Pharmaceuticals wurden 5,7 Prozent höher gehandelt, nachdem der Pharmariese Merck angekündigt hatte, das Onkologieunternehmen übernehmen zu wollen - entsprechend einem ungefähren Eigenkapitalwert von 6,7 Milliarden Dollar. Mecrk stiegen um 2,6 Prozent.

Robinhood Markets sprangen um 5,0 Prozent nach oben. Das Brokerhauses hat ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 1,5 Milliarden Dollar aufgesetzt.

Paychex machten 3,0 Prozent gut, angetrieben von gut ausgefallenen Geschäftszahlen des Spezialisten für das Outsourcing von Dienstleistungen. Chewy reagierten mit einem Sprung um gut 13 Prozent auf besser als erwartet ausgefallene Geschäftszahlen des Online-Händlers für Haustierbedarf.

KB Home verbilligten sich um 1,5 Prozent. Der Hausbauer hatte seine Jahresprognose gesenkt und gewarnt, dass der Konflikt im Nahen Osten die Unsicherheit auf dem Immobilienmarkt erhöhen könnte. Gamestop gewannen 1,2 Prozent. Der Videospielhändler hatte einen geringeren Gewinn und Umsatz gemeldet, wobei der Überschuss dennoch die Markterwartungen übertraf.

Meta Platforms schlossen 0,3 Prozent höher. Die Mutter von Facebook und Instagram hat Anreize für Führungskräfte eingeführt, die an das Erreichen einer Marktkapitalisierung von 9 Billionen Dollar bis 2031 geknüpft sind. Zum Börsenschluss am Dienstag lag sie bei 1,5 Billionen.

 
INDEX            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA           46.428,57   +0,7    +304,51       46.124,06 
S&P-500         6.591,94   +0,5     +35,57        6.556,37 
NASDAQ Comp    21.929,83   +0,8    +167,93       21.761,89 
NASDAQ 100     24.162,98   +0,7    +160,53       24.002,45 
 
 
US-Treasuries    Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre             3,88  -0,05       3,91            3,85 
5 Jahre             3,97  -0,06       3,99            3,94 
10 Jahre            4,32  -0,07       4,36            4,31 
 
 
DEVISEN          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Di, 17:59 
EUR/USD           1,1560   -0,4    -0,0047          1,1607     1,1583 
EUR/JPY           184,37   +0,1     0,1900          184,18   184,0800 
EUR/CHF           0,9151   +0,0     0,0003          0,9148     0,9161 
EUR/GBP           0,8648   -0,0    -0,0003          0,8651     0,8652 
USD/JPY           159,47   +0,5     0,7900          158,68   158,9100 
GBP/USD           1,3363   -0,3    -0,0046          1,3409     1,3380 
USD/CNY           6,9011   +0,1     0,0093          6,8918     6,8918 
USD/CNH            6,904   +0,2     0,0130          6,8910     6,8974 
AUS/USD           0,6948   -0,6    -0,0045          0,6993     0,6966 
Bitcoin/USD    70.800,87   +1,1     739,08       70.061,79  69.444,30 
 
 
ROHOEL           zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex          91,14   -1,3      -1,21           92,35 
Brent/ICE         102,95   -1,5      -1,54          104,49 
 
 
Metalle          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold            4.538,76   +1,5      65,18        4.473,59 
Silber             72,08   +1,2       0,86           71,22 
Platin          1.931,81   -0,1      -2,87        1.934,68 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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