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19:00 Uhr, 25.03.2026

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Iran lehnt US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges ab

Der Iran hat den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges abgelehnt und seine Bedingungen für einen Waffenstillstand dargelegt, wie der staatliche iranische Sender Press TV am Mittwoch unter Berufung auf einen ranghohen Angehörigen des Regimes berichtet. "Der Iran wird den Krieg beenden, wenn er es für richtig hält und wenn seine eigenen Bedingungen erfüllt sind", zitierte Press TV den Regime-Vertreter. "Vorher werden keine Verhandlungen stattfinden." Der Iran fordere ein Ende der Angriffe durch die USA und Israel sowie konkrete Garantien, um ein erneutes Aufflammen des Krieges zu verhindern, hieß es weiter. Das Land verlange zudem die Anerkennung der iranischen Souveränität über die Straße von Hormus und finanzielle Entschädigung für die durch den wochenlangen Konflikt verursachten Schäden. Teheran fordere außerdem, dass Israel und die USA ihre Angriffe auf iranische Verbündete in der Region einstellen.

US-Importpreise steigen im Februar stärker als erwartet

Die US-Importpreise sind im Februar stärker gestiegen als erwartet. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, erhöhten sich die Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Prozent, nach einem Plus von 0,2 Prozent im Januar. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen waren im Konsens von einem Anstieg um 0,6 Prozent ausgegangen. Die Entwicklung der Importpreise ist ein Indiz für die US-Inflation.

Defizit in der US-Leistungsbilanz im vierten Quartal gesunken

Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im vierten Quartal 2025 deutlich gefallen. Nach vorläufigen Berechnungen betrug das Defizit 190,7 Milliarden US-Dollar. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 207,0 Milliarden Dollar gerechnet. Wie das US-Handelsministerium berichtete, wurde das Defizit im dritten Quartal auf 239,1 Milliarden Dollar revidiert, nachdem zunächst ein Minus von 226,4 Milliarden Dollar genannt worden war.

US-Rohöllagerbestände wider Erwarten gestiegen

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 20. März wider Erwarten ausgeweitet. Sie stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 6,926 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten dagegen einen Rückgang um 0,2 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 6,156 Millionen Barrel erhöht. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 2,593 Millionen Barrel ab. Analysten hatten ein Minus von 2,4 Millionen Barrel erwartet, nachdem die Vorräte in der vorangegangenen Woche um 5,436 Millionen gesunken waren

Rehn: Stärke des Energie-Schocks und Zweitrundeneffekte im EZB-Fokus

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist nach den Worten von EZB-Ratsmitglied Olli Rehn nicht über einen kurzfristigen Anstieg von Inflationsraten wegen des Kriegs im Nahen Osten beunruhigt, sondern wegen möglicher weitergehender Entwicklungen. "Was zählt, sind die Stärke des Schocks und mögliche Zweitrundeneffekte", sagte er bei der Konferenz "The ECB and its Watchers" in Frankfurt. Kurzfristig sei die Sache klar: Die Inflationsrisiken seien aufwärts gerichtet und die Wachstumsrisiken abwärts. In diesem Jahr werde die Inflation steigen und das Wachstum schwächer ausfallen.

Iran weist US-Friedensplan als Wunschliste zurück

Der iranische Informationsrat, der Teil des Kommunikationsapparats der Regierung ist, teilte mit, dass ein US-Plan zur Beendigung des Krieges einer Wunschliste von Zielen gleichkomme, die militärisch nicht erreicht worden seien. "Trumps Aussagen sind falsch und sollten nicht ernst genommen werden", fügte das Gremium laut iranischen Staatsmedien hinzu. Die USA haben dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt, sagten Vertreter. Dieser konzentriere sich weitgehend auf frühere Forderungen der Trump-Regierung an Teheran, berichtete das Wall Street Journal.

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