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10:15 Uhr, 19.07.2024

MÄRKTE EUROPA/DAX schwach - Risk off vor dem Wochenende

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  • L/E-DAX
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    Aktueller Kursstand:   (Frankfurt)
  • L/E-MDAX
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FRANKFURT (Dow Jones) - Die europäischen Aktienmärkte sind am Freitag schwach gestartet. So verliert der DAX im frühen Handel 0,7 Prozent auf 18.2236 Punkte. Unter Druck steht die Sartorius-Aktie mit einem gesenkten Ausblick. Der Euro-Stoxx-50 verliert 0,6 Prozent auf 4.843 Punkte. Hier werden vor allem die Fluglinien von globalen IT-Problemen belastet, der Sektor-Index verliert 2,7 Prozent.

Mit Blick auf das "Schlagzeilen-Risiko" zum Wochenende halten sich die Investoren mit Käufen zurück. Nach den jüngsten Entwicklungen im US-Wahlkampf wird an der Börse nicht mehr ausgeschlossen, dass Präsident Joe Biden sich von der Kandidatur der Demokraten um das höchste Amt der USA zurückzieht. Unterstützer und Spender begannen jüngst mit der Überlegung, dass ein neuer Kandidat an der Spitze des Wahlkampfs stehen müsse, um ein mögliches Wahldebakel abzuwenden.

Am Mittag steht dann der kleine Verfall der Optionen auf die Indizes im Fokus. Volumenbedingt sind die Fälligkeiten im Sommer vergleichsweise gering. Ein Blick auf die Positionierung im DAX zeigt ein gutes Interesse an Put-Optionen bei einem Basispreis von 18.300 Punkten. Mit dem Bruch der Marke kam im frühen Geschäft Verkaufsdruck vom Terminmarkt auf.

   Prognosesenkung belastet Sartorius 

Dass Sartorius die Prognose für 2024 nicht halten kann, damit hatten einige Analysten an der Börse bereits gerechnet. Doch die Anpassung ist nun deutlicher ausgefallen als befürchtet. So erwartet das Unternehmen in der Mitte der neuen Prognose einen stagnierenden Umsatz, hier liegen Analysten noch darüber. Auch bei der vom Unternehmen nun in Aussicht gestellten operativen EBITDA-Marge von 27 bis 29 Prozent müssen die Analysten noch nachjustieren.

Bei der Tochter Sartorius Stedim liegt die Umsatzprognose für das Jahr 2024 in der Mitte etwa 5 Prozent unter dem Konsens und etwa 11 Prozent unter dem Konsens beim EBITDA, obwohl das zweite Quartal nach Aussage der Analysten der RBC ungefähr im Einklang mit den Erwartungen liegt. Das Unternehmen weist auf eine geringere Prognosesicherheit, niedrigere Gerätebestellungen, einen Mangel an Beschleunigung im gesamten Geschäft sowie auf einen negativen Mix und eine negative operative Hebelwirkung hin. Nachdem die Sartorius-Aktie seit Jahresbeginn bereits ein Viertel an Wert verloren hat, geht es nun um weitere 12 Prozent nach unten, die Aktie der Tochter verliert 14 Prozent.

Nach dem Rücksetzer in der Aktie am Donnerstag hat Süss Microtec die Prognose für das Gesamtjahr 2024 am Vorabend angehoben. Mit der Erhöhung der EBIT-Marge wurde nach einem guten ersten Quartal bereits gerechnet, doch die Anhebung auf nun 14 bis 16 Prozent nach bislang 10 bis 12 Prozent überraschte positiv. Das i-Tüpfelchen ist, dass das Unternehmen auch den Umsatz mit 380 bis 410 Millionen Euro deutlich höher erwartet, auch hier dürften Analysten nachjustieren. Auch wenn die Investoren bei den Bewertungen momentan etwas zurückhaltender sind, sollte die Aktie nach Einschätzung eines Marktteilnehmers von der Prognosenanhebung profitieren. Aktuell notiert der Wert 4 Prozent im Plus.

Eine IT-Panne am Morgen belastet den globalen Flugverkehr. In einem ersten Reflex werden aus dem Sektor die Aktien verkauft, so notieren Lufthansa 2,2 Prozent im Minus, Fraport verlieren 2,5 Prozent.

Die an dieser Stelle stehende Tabelle muss aus technischen Gründen leider entfallen.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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