MÄRKTE ASIEN/Börsen fallen mit Iran-Krieg weiter - Kospi -10,6%
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DOW JONES--Auch zur Wochenmitte sorgen die anhaltenden Angriffe der USA und Israels gegen den Iran für massiven Abgabedruck an den ostasiatischen Börsen. Erneut ist es der Kospi in Seoul, der mit einem Minus von 10,6 Prozent die Verliererliste anführt. Zwischenzeitlich hatte der Abschlag schon 12 Prozent betragen. Auch am Berichtstag wurde der Handel wegen der starken Verluste kurzzeitig unterbrochen. In der vergangenen Woche hatte der Kospi noch ein Rekordhoch markiert - seitdem hat der Index mehr als 16 Prozent eingebüßt.
In Tokio fällt der Nikkei-225 um 3,9 Prozent. In Schanghai verliert der Composite-Index 1,3 Prozent und der Hang-Seng-Index in Hongkong rutscht um 2,6 Prozent ab. Hier stehen vor allem Technologiewerte unter Druck.
Die Angriffe gegen den Iran setzen sich unvermindert fort - ebenso wie die Gegenschläge des Landes in der gesamten Region des Nahen Ostens. Die Öl-Futures geben derweil ihre Tagesgewinne größtenteils wieder ab, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hat, die US-Marine werde bei Bedarf Tanker durch die Straße von Hormus eskortieren. Der Verkehr in der Meerenge war wegen des Konflikts mit dem Iran zum Erliegen gekommen. Die Notierungen für Brent und WTI gewinnen jeweils 1,6 Prozent - im späten US-Handel hatte das Plus noch bei gut 4 Prozent gelegen.
Die chinesischen Einkaufsmanagerindizes deuten zu Jahresbeginn auf eine Schrumpfung der Wirtschaftstätigkeit hin, was möglicherweise den Weg für weitere Konjunkturmaßnahmen ebnet. Der Einkaufsmanagerindex für Februar lag bei 49,0 Punkten und damit bereits den zweiten Monat in Folge unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Der Krieg im Nahen Osten werde die Weltwirtschaft und auch die chinesische Wirtschaft zumindest im März wahrscheinlich belasten, so Zhiwei Zhang von Pinpoint Asset Management. Der Ökonom rechnet damit, dass die Regierung in diesem Jahr einen flexiblen politischen Kurs einschlagen wird. Sollte sich die Wirtschaftstätigkeit in den kommenden Monaten weiter verlangsamen, dürfte Peking die Investitionen moderat erhöhen, um den Druck zu mindern. Vor diesem Hintergrund wird mit Spannung auf Aussagen vom Nationalen Volkskongresses in dieser Woche gewartet.
In Seoul stehen erneut die Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix unter Abgabedruck, für die es um 9,1 bzw. 6,6 Prozent nach unten geht. Teilnehmer sprechen erneut von massiven Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktien im Zuge des KI-Optimismus in den vergangenen zwei Monaten deutlich zugelegt und Rekordhochs erklommen hatten.
In Australien geht es für den S&P/ASX-200 um 1,9 Prozent abwärts. Hier verweisen Marktteilnehmer auf Daten für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal. Die Reserve Bank of Australia dürfte eine differenzierte Ansicht zu den BIP-Zahlen einnehmen, da diese eine Mischung aus starkem Wachstum der Binnennachfrage und schwachen Konsumausgaben zeigten, so Kieran Davies, Chef-Makrostratege bei Coolabah Capital. Die Notenbank werde die Schwäche der Konsumausgaben wahrscheinlich als eine Anomalie betrachten, aber die Daten verringerten dennoch die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in diesem Monat, fügt der Teilnehmer hinzu.
=== INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss S&P/ASX 200 (Sydney) 8.901,20 -1,9 2,1 06:00 Nikkei-225 (Tokio) 54.105,40 -3,9 --- 07:00 Topix 500 (Tokio) 2.829,14 -3,8 6,3 07:00 Kospi (Seoul) 5.178,54 -10,6 --- 07:30 Hang-Seng (Hongk.) 25.088,75 -2,6 -2,1 09:00 Shanghai-Comp. 4.071,13 -1,3 2,5 08:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 08:42 % YTD EUR/USD 1,1593 -0,2 1,1613 1,1649 -1,3 EUR/JPY 182,51 -0,3 183,11 183,37 -0,8 EUR/GBP 0,8704 +0,2 0,8691 0,8733 -0,1 USD/JPY 157,40 -0,2 157,71 157,40 0,5 USD/KRW 1.480,70 +0,0 1.480,13 1.467,96 2,8 USD/CNY 6,9218 +0,3 6,8996 6,8966 -1,0 USD/CNH 6,9279 +0,2 6,9163 6,8984 -0,7 USD/HKD 7,8122 +0,1 7,8042 7,8089 0,4 AUD/USD 0,6997 -0,5 0,7033 0,7084 4,9 NZD/USD 0,5891 +0,1 0,5888 0,5915 2,4 BTC/USD 67.805,58 -0,4 68.049,36 68.102,49 -22,7 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 75,73 +1,6 1,17 74,56 Brent/ICE 82,66 +1,6 1,26 81,40 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 5.153,84 +1,3 67,37 5.086,47 Silber 84,41 +2,9 2,37 82,04 Platin 2.119,25 +1,8 36,65 2.082,60 (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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