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06:48 Uhr, 02.03.2026

KORREKTUR: MÄRKTE ASIEN/Börsen von Iran-Angriffen belastet - Ölpreise ziehen kräftig an

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(In dem um 6:24 Uhr gesendeten Bericht steht in der Tabelle noch der Schlussstand des Kospi vom Freitag. Am Montag findet in Seoul kein Handel statt. Es folgt eine berichtigte Fassung):

MÄRKTE ASIEN/Börsen von Iran-Angriffen belastet - Ölpreise ziehen kräftig an

DOW JONES--Die Angriffe der USA und Israel gegen den Iran sorgen zu Wochenbeginn für teils kräftige Abgaben an den ostasiatischen Aktienmärkten. Im Gegenzug legen die Ölpreise stark zu und die Anleger schichten verstärkt in "sichere Häfen" wie Gold um. Die deutlichsten Abgaben verzeichnen die Börsen in Hongkong und Tokio, wo es für den Hang-Seng-Index und den Nikkei-225 um jeweils 1,6 Prozent abwärts geht. In Hongkong belasten zusätzlich Abgaben bei den Technologie-Werten.

Der Iran möchte nach Aussage von US-Präsident Donald Trump die Verhandlungen mit den USA wieder aufnehmen, nur einen Tag nach der Tötung des islamistischen Regime-Führers Ayatollah Ali Khamenei. "Sie wollen reden, und ich habe zugestimmt zu reden, also werde ich mit ihnen sprechen", sagte Trump dem US-Politikmagazin The Atlantic. Trump nannte aber keinen Zeitplan für Gespräche, gab allerdings an, dass einige der iranischen Offiziellen, die zuvor an Gesprächen mit den USA beteiligt waren, nun tot sind.

Besonders deutlich fällt die Reaktion auf die Angriffe gegen den Iran am Ölmarkt aus. Die Preise für Brent und WTI legen um jeweils 6,2 Prozent zu. In der Spitze waren es auch schon knapp 10 Prozent. Die Ölpreise könnten kurzfristig weiter steigen, so Norbert Rucker von Julius Bär. Die Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf die Weltwirtschaft hingen vom Öl- und Gasfluss durch die Straße von Hormus ab, so der Leiter für Volkswirtschaft und Next Generation Research. "In den kommenden Wochen ist unser Basisszenario das übliche Muster eines kurzlebigen, aber diesmal intensiveren Öl- und Gaspreisanstiegs", so Rucker.

Der Shanghai-Composite zeigt sich wenig verändert. Die Angriffe der USA und Israel auf den Iran könnten für China "ein größeres Problem" darstellen als die US-Operationen in Venezuela, so die Natixis-Ökonomin Alicia Garcia Herrero. Das Risiko für Chinas Energiesicherheit sei erheblich größer, da China mehr Öl aus dem Iran als aus Venezuela importiere, merkt sie an. Zudem habe der Iran verbilligtes Rohöl geliefert, das die US-Sanktionen umgehe. China habe zudem eine 25-jährige strategische Partnerschaft mit dem Iran, die 2021 unterzeichnet wurde und eine Investition von 400 Milliarden US-Dollar in die iranischen Energie-, Infrastruktur- und Technologiesektoren umfasse.

Zudem wird auf den Nationalen Volkskongresses im Wochenverlauf geschaut. Dieser wird den 15. Fünfjahresplan (2026 bis 2030) verabschieden, der den Fokus auf technologische Souveränität"neue produktive Kräfte" und die Modernisierung der Industrie legt. Der Markt erwartet weitere Stimulierungsmaßnahmen für die Konjunktur.

Die Wertpapierbörsen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), die Abu Dhabi Securities Exchange und der Dubai Financial Market, bleiben am Montag und Dienstag aufgrund der anhaltenden Spannungen in der Region geschlossen. Dies teilte die Aufsichtsbehörde am Sonntag mit und erklärte, sie werde die Entwicklungen in der Region weiterhin genau beobachten, die Lage laufend bewerten und bei Bedarf weitere Maßnahmen ergreifen.

Für den Goldpreis als "sicheren Hafen" geht es mit den Angriffen auf den Iran nach oben. "Gold bleibt der deutlichste Gradmesser für die Angst der Anleger", schreibt Josh Gilbert von eToro. Das Edelmetall sei am Morgen über 5.350 US-Dollar je Unze gestiegen und habe seit Jahresbeginn um rund 22 Prozent zugelegt, was seine Rolle als bevorzugter sicherer Hafen bei eskalierenden geopolitischen Risiken unterstreicht, so der Marktanalyst. Die Feinunze verteuert sich um 1,4 Prozent auf 5.351 Dollar.

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INDEX                   zuletzt  +/- %      % YTD  Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)   9.200,90   +0,0        5,6           06:00 
Nikkei-225            57.903,50   -1,6         --           07:00 
Topix 500 (Tokio)      3.024,73   -1,5       13,7           07:00 
Kospi (Seoul)          FEIERTAG                             07:30 
Hang-Seng (Hongk.)    26.209,91   -1,6        2,3           09:00 
Shanghai-Comp.         4.163,01    0,0        4,9           08:00 
 
DEVISEN                 zuletzt  +/- %      00:00       Fr, 08:35  % YTD 
EUR/USD                  1,1776   -0,3     1,1813          1,1805    0,3 
EUR/JPY                  184,49   +0,1     184,39          184,22    0,3 
EUR/GBP                  0,8767   +0,1     0,8762          0,8761    0,6 
USD/JPY                  156,66   +0,4     156,05          156,03    0,2 
USD/KRW                1.454,67   +1,1   1.439,20        1.438,90    1,0 
USD/CNY                  6,8733   +0,2     6,8579          6,8548   -1,7 
USD/CNH                  6,8721   +0,2     6,8599          6,8507   -1,5 
USD/HKD                  7,8225    0,0     7,8225          7,8240    0,5 
AUD/USD                  0,7087   -0,4     0,7113          0,7120    6,2 
NZD/USD                  0,5967   -0,5     0,5996          0,5989    3,7 
BTC/USD               66.688,89   +1,5  65.686,00       67.607,87  -24,0 
 
ROHÖL                   zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                 71,15   +6,2       4,13           67,02 
Brent/ICE                 77,39   +6,2       4,52           72,87 
 
Metalle                 zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                   5.351,28   +1,4      73,99        5.277,29 
Silber                    93,66   -0,2      -0,16           93,82 
Platin                 2.361,26   -0,1      -3,49        2.364,75 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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