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08:34 Uhr, 02.03.2026

MÄRKTE ASIEN/Iran-Angriffe belasten - Ölpreise steigen kräftig

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DOW JONES--Die Angriffe der USA und Israel gegen den Iran haben zu Wochenbeginn für teils kräftige Abgaben an den ostasiatischen Aktienmärkten gesorgt. Im Gegenzug legten die Ölpreise stark zu und die Anleger schichteten verstärkt in "sichere Häfen" wie Gold um. Die deutlichsten Abgaben verzeichneten die Börsen in Hongkong und Tokio. Hier verlor der Hang-Seng-Index im späten Handel 2,2 Prozent, der Nikkei-225 in Tokio schloss 1,3 Prozent niedriger bei 58.057 Punkten. In Hongkong belasteten zusätzlich Abgaben bei den Technologie-Werten. In Seoul fand aufgrund eines Feiertages kein Handel statt.

Die USA und Israel haben in den frühen Morgenstunden des Samstags einen Angriff auf den Iran gestartet, bei dem der oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, ums Leben kam. Der Iran hat seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region reagiert. Der Iran möchte nach Aussage von US-Präsident Donald Trump die Verhandlungen mit den USA wieder aufnehmen. Trump nannte aber keinen Zeitplan für Gespräche, gab aber an, dass einige der iranischen Offiziellen, die zuvor an Gesprächen mit den USA beteiligt waren, nun tot sind.

Besonders deutlich fällt die Reaktion auf die Angriffe gegen den Iran am Ölmarkt aus. Die Preise für Brent und WTI stiegen um bis zu 9,1 Prozent. In der Spitze waren es auch schon gut 10 Prozent. Die Ölpreise könnten kurzfristig weiter steigen, so Norbert Rucker von Julius Bär. Die Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf die Weltwirtschaft hingen vom Öl- und Gasfluss durch die Straße von Hormus ab, so der Leiter für Volkswirtschaft und Next Generation Research. "In den kommenden Wochen ist unser Basisszenario das übliche Muster eines kurzlebigen, aber diesmal intensiveren Öl- und Gaspreisanstiegs", so Rucker.

Der anhaltende Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran dürfte, ähnlich dem 12-tägigen Konflikt des Vorjahres, nur von kurzer Dauer sein, erwarteten die Analysten von Hong Leong IB. Die Ölpreise könnten vorübergehend steigen, bevor sie sich in der Spanne von 60 bis 70 US-Dollar pro Barrel normalisieren.

Der Shanghai-Composite schloss dagegen mit einem Plus von 0,5 Prozent. Die Angriffe der USA und Israel auf den Iran könnten für China aber "ein größeres Problem" darstellen als die US-Operationen in Venezuela, so die Natixis-Ökonomin Alicia Garcia Herrero. Das Risiko für Chinas Energiesicherheit sei erheblich größer, da China mehr Öl aus dem Iran als aus Venezuela importiere, merkte sie an. Zudem habe der Iran verbilligtes Rohöl geliefert, das die US-Sanktionen umgehe. China habe außerdem eine 25-jährige strategische Partnerschaft mit dem Iran, die 2021 unterzeichnet wurde und eine Investition von 400 Milliarden US-Dollar in die iranischen Energie-, Infrastruktur- und Technologiesektoren umfasse.

Desweiteren wird auf den Nationalen Volkskongresses im Wochenverlauf geschaut. Dieser wird den 15. Fünfjahresplan (2026 bis 2030) verabschieden. Der Markt erwartet hier weitere Stimulierungsmaßnahmen für die Konjunktur.

Die Wertpapierbörsen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), die Abu Dhabi Securities Exchange und der Dubai Financial Market, bleiben am Montag und Dienstag aufgrund der anhaltenden Spannungen in der Region geschlossen. Dies teilte die Aufsichtsbehörde am Sonntag mit und erklärte, sie werde die Entwicklungen in der Region weiterhin genau beobachten, die Lage laufend bewerten und bei Bedarf weitere Maßnahmen ergreifen.

Unter Druck standen vor allem die Aktien von Fluggesellschaften. Asiatische Airlines haben ihre Flugverbindungen in den Nahen Osten nach den Luftangriffen auf den Iran vorübergehend eingestellt. Der gesamte Flugverkehr im Nahen Osten kam zum Erliegen. Japan Airlines fielen in Tokio um 5,8 Prozent, während die Papiere von Singapore Airlines um 4,7 Prozent nachgaben. Die in Hongkong notierten Titel von Cathay Pacific verloren 3,7 Prozent.

Für den Goldpreis als "sicheren Hafen" ging es mit den Angriffen auf den Iran nach oben. Die Feinunze verteuerte sich um 2,6 Prozent auf 5.416 Dollar. "Gold bleibt der deutlichste Gradmesser für die Angst der Anleger", so Josh Gilbert von eToro. Das Edelmetall sei über 5.350 US-Dollar je Unze gestiegen und habe seit Jahresbeginn um rund 22 Prozent zugelegt, was seine Rolle als bevorzugter sicherer Hafen bei eskalierenden geopolitischen Risiken unterstreicht, ergänzte der Marktanalyst.

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INDEX                   zuletzt  +/- %      % YTD  Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)   9.200,90   +0,0        5,6           06:00 
Topix 500 (Tokio)      3.038,72   -1,0       14,2           07:00 
Nikkei-225 (Tokio)    58.057,24   -1,3        --            07:00 
Kospi (Seoul)          FEIERTAG 
Hang-Seng (Hongk.)    26.039,33   -2,2        1,6           09:00 
Shanghai-Comp.         4.182,59   +0,5        5,4           08:00 
 
DEVISEN                 zuletzt  +/- %      00:00       Fr, 08:35  % YTD 
EUR/USD                  1,1717   -0,8     1,1813          1,1805   -0,2 
EUR/JPY                  183,95   -0,2     184,39          184,22    0,0 
EUR/GBP                  0,8772   +0,1     0,8762          0,8761    0,7 
USD/JPY                  156,95   +0,6     156,05          156,03    0,4 
USD/KRW                1.455,71   +1,2   1.439,20        1.438,90    1,1 
USD/CNY                  6,8814   +0,3     6,8579          6,8548   -1,6 
USD/CNH                  6,8817   +0,3     6,8599          6,8507   -1,4 
USD/HKD                  7,8214   -0,0     7,8225          7,8240    0,5 
AUD/USD                  0,7053   -0,8     0,7113          0,7120    5,7 
NZD/USD                  0,5940   -0,9     0,5996          0,5989    3,2 
BTC/USD               65.581,00   -0,2  65.686,00       67.607,87  -25,2 
 
ROHÖL                   zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                 72,98   +8,9       5,96           67,02 
Brent/ICE                 79,51   +9,1       6,64           72,87 
 
Metalle                 zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                   5.415,54   +2,6     138,25        5.277,29 
Silber                    95,81   +2,1       2,00           93,82 
Platin                 2.398,90   +1,4      34,15        2.364,75 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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