MÄRKTE ASIEN/Aufwärts im Sog der Wall Street - Zinserhöhung in Australien
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Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Die Aktienmärkte in Ostasien schließen sich am Dienstag der positiven Vorgabe der Wall Street vom Vortag an. Das galt auch für die Börse in Sydney: Obwohl die australische Notenbank die Leitzinsen erhöht hat, legte der S&P/ASX-200 um 0,4 Prozent zu. Am stärksten geht es im südkoreanischen Seoul nach oben. Der stark technologielastige Kospi, der bereits am Vortag freundlich tendiert hatte, kommt um weitere 2,1 Prozent voran. An den US-Börsen hatten Technologieaktien zu den Favoriten gezählt - auch, nachdem die KI-Ikone Nvidia mit neuen Produkten, Partnerschaften und einem optimistischen Ausblick aufgewartet hatte. Die großen Treiber in Seoul sind erneut die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix mit Zuwächsen von 4,0 bzw. 2,0 Prozent.
Der japanische Topix-500 erholt sich um 0,8 Prozent, der Hang-Seng-Index in Hongkong zieht 1,0 Prozent an. In Schanghai ist die Tendenz wenig verändert. Hier könnte etwas bremsen, dass US-Präsident Donald Trump das geplante Treffen mit Chinas Staatschef Xi verschieben will. In Singapur, Indonesien und Malaysia liegen die Marktbarometer je rund 1 Prozent im Plus.
Von den derzeit alles dominierenden Ölpreisen kommt zwar keine Entspannung, aber zumindest auch kein neues Störfeuer. Nachdem die Preise im Vortagesverlauf wieder etwas gesunken waren, ziehen sie aktuell wieder an, ohne aber die Hochs vom Vortag zu erreichen. Brent-Öl kostet knapp 103 Dollar. Weiterhin gelangen fast keine Öltransporte durch die von Iran kontrollierte und abgeriegelte Straße von Hormus. Zudem handelte sich US-Präsident Trump bei seiner Aufforderung an diverse Staaten, sich an Schiffseskorten nur Absagen ein. Insbesondere viele ostasiatische Staaten beziehen ihr Öl über diese Schiffsroute.
In Australien ist derweil die erste einer ganzen Reihe von Zinsentscheidungen in dieser Woche gefallen. Die Reserve Bank of Australia erhöhte angesichts der weiter zu hohen Inflation die Zinsen zum zweiten Mal in diesem Jahr in einer knappen Entscheidung auf 4,10 Prozent von 3,85 Prozent. Die Zentralbank verwies auf steigende Treibstoffkosten im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt als zentrales Aufwärtsrisiko für die Inflation und bekräftigte damit die Erwartung, dass die Geldpolitik restriktiv bleiben könnte. Der australische Dollar zeigt sich davon wenig beeindruckt, zumal die Entscheidung nicht überraschend kam.
Bei den Zentralbanken weltweit findet derzeit ein Umdenken bei den Zinsen statt, nachdem der Konflikt im Nahen Osten die Energiepreise massiv in die Höhe getrieben hat. Das dürfte steigende Inflationsraten zur Folge haben. Im Wochenverlauf werden noch die US-Notenbank, die EZB, die Bank of England, die Schweizerische Nationalbank und die japanische Notenbank Zinssitzungen abhalten.
=== INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss S&P/ASX 200 (Sydney) 8.617,70 +0,4 -1,1 06:00 Topix 500 (Tokio) 2.836,24 +0,8 6,6 07:00 Kospi (Seoul) 5.698,36 +2,7 35,2 07:30 Hang-Seng (Hongkong) 26.088,07 +1,0 1,8 09:00 Shanghai-Composite 4.088,48 +0,1 3,0 08:00 Straits-Times (Singapur) 4.920,32 +1,1 5,9 10:00 IDX Comp. (Indonesien) 7.107,22 +1,2 -17,9 09:00 KLCI (Malaysia) 1.709,71 +0,8 1,8 09:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mo, 09:00 % YTD EUR/USD 1,1496 -0,1 1,1503 1,1428 -2,1 EUR/JPY 183,05 +0,1 182,95 182,05 -0,5 EUR/GBP 0,8635 0,0 0,8635 0,8627 -0,9 USD/JPY 159,20 +0,1 159,06 159,28 1,6 USD/KRW 1.488,40 -0,1 1.489,34 1.497,19 3,3 USD/CNY 6,8831 -0,2 6,8955 6,9016 -1,6 USD/CNH 6,8841 -0,0 6,8869 6,9051 -1,3 USD/HKD 7,8338 +0,0 7,8303 7,8308 0,7 AUD/USD 0,7073 +0,1 0,7069 0,7013 6,0 NZD/USD 0,5840 -0,3 0,5860 0,5808 1,4 BTC/USD 74.230,30 -0,0 74.235,86 73.679,73 -15,4 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 95,70 +2,4 2,20 93,50 Brent/ICE 102,86 +2,6 2,65 100,21 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 5.034,83 +0,6 29,58 5.005,25 Silber 82,20 +1,8 1,44 80,77 Platin 2.163,00 +2,3 48,79 2.114,21 ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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