Maduro-Entmachtung und US-Daten treiben DAX auf Allzeithoch
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DJ XETRA-SCHLUSS/Maduro-Entmachtung und US-Daten treiben DAX auf Allzeithoch
DOW JONES--Die militärische Intervention von US-Truppen in Venezuela und die Entführung sowie anschließende Überführung in die USA des dortigen Machthabers Nicolas Maduro haben den deutschen Aktienmarkt am Montag gestützt. Der US-Angriff kam überraschend und ohne Kriegserklärung bzw Absegnung durch den US-Kongress. Eine Rally der Rüstungsaktien zog die Börsen nach oben. Auch die Aussicht auf ein längerfristig höheres Ölangebot stützte das Sentiment: Dies dürfte dämpfend auf die Inflation wirken und könnte mithin die Wirtschaft ankurbeln.
Der DAX gewann 1,3 Prozent auf 24.869 Punkte und schloss damit auf einem neuen Allzeithoch. Ein schwächerer ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA schob den DAX am Nachmittag zusätzlich an. Mit 47,9 Punkten gab der ISM-Index im Dezember leicht nach gegenüber dem Vormonat und verfehlte die Erwartung einer Verbesserung auf 48,3 Punkte. An den Märkten wurden die Daten offenbar als taubenhaftes Signal in Richtung US-Notenbank gelesen.
Kursgewinner Nummer eins waren Rüstungswerte. Wegen des US-Angriffs auf Venezuela und erneuter Drohungen gegen Grönland wurde gekauft. Im DAX sprangen Rheinmetall um 9,4 Prozent nach oben. Hensoldt und Renk stiegen um bis zu 8,2 Prozent. Airbus kletterten um 2,1 Prozent, nachdem die Auslieferungen für 2025 laut einem Bericht etwas höher als erwartet ausgefallen sind. "Solange militärische Konflikte regional begrenzt bleiben und keine Eskalationen zwischen den Weltmächten auslösen, kann die Börse, so hart es klingt, damit leben", so CMC.
US-Präsident Donald Trump hat die Inbesitznahme der Ölfelder in Venezuela angekündigt. Die Förderung sollen zukünftig US-Konzerne übernehmen, ein mögliches Milliardengeschäft. Venezuela verfügt über die größten Ölreserven weltweit. Die Nachricht stützte Öl- und Energieaktien, aber auch Ausstatter. Siemens Energy legten um 3,9 Prozent zu.
Autoaktien blieben am Montag dagegen außen vor. Laut einer aktuellen Studie von JP Morgan erwarten die Analysten einen schwächeren Jahresauftakt für die Branche, im zweiten Quartal könnte sich die Produktions-Schwäche sogar noch ausweiten. Verantwortlich seien geringere Exporte aus Europa in andere Länder, die Auswirkungen der Zölle sowie der verstärkte Kauf von Gebrauchtwagen durch die Verbraucher. BMW verloren 2,8 Prozent, Mercedes-Benz 2,4 Prozent, VW 2,9 Prozent oder Continental 1,3 Prozent.
Aktien von Delivery Hero verloren 6,2 Prozent. Belastend wirkte nach Händlerangaben der schwache Konsum in Europa. "Ausgaben für Streaming, Game-Pässe und Essenbestellungen werden als Erstes gestrichen, wenn das Geld knapp wird", so ein Händler. Bei Delivery belastete zudem ein Artikel im Wall Street Journal vom Wochenende: "Das kappt die Wachstumsschätzungen der Analysten".
Einen guten Wochenstart hatten dagegen Immobilientitel. An den Anleihemärkten stiegen mit der US-Intervention in Venezuela die Kurse, die Renditen gaben also nach. Das sind grundsätzlich positive Nachrichten für den Sektor. Vonovia gewannen 1,7 oder LEG Immobilien 1,1 Prozent.
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INDEX zuletzt +/- % +/- % YTD
DAX 24.868,69 +1,3% +0,2%
DAX-Future 25.016,00 +1,3% +20,4%
XDAX 24.874,43 +1,3% -0,1%
MDAX 31.454,32 +1,5% +1,2%
TecDAX 3.701,99 +2,1% +0,1%
SDAX 17.551,47 +1,1% +1,1%
zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 127,42 +39
YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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