Analyse
15:50 Uhr, 04.02.2026

LUMENTUM – Top Pick für 2026 liefert mehr als ab! Blow-out-Quartal!

Derzeit verkauft der Markt viele Werte querbeet und undifferenziert ab. Daraus ergeben sich Chancen, die sich dann mit den Quartalszahlen als Fehler herausstellen. Teradyne, Samsung oder Lumentum gehören u.a. zu meinen Top Picks für 2026 und haben mehr als gut abgeliefert.

Erwähnte Instrumente

  • Lumentum Holdings Inc. - WKN: A14WK0 - ISIN: US55024U1097 - Kurs: 472,000 $ (Nasdaq)

Wer die volatile Zeit von Lumentum vor den Quartalszahlen ausgehalten hat, wurde belohnt. Die Zahlen und der Ausblick sind bombastisch. Heute Abend berichtet Mitbewerber Coherent; hier wäre ich eher vorsichtiger. Sollte Lumentum wegen dessen Earnings fallen, wäre das erneut eher eine Chance. Ansonsten Glückwunsch an alle, die bereits dabei sind!

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Lumentum mit einer relevanten Short-Quote hat nun gezeigt, dass der Co-Packaged Optics Boom in 2027 ordentlich an Fahrt gewinnen könnte und auch bei Scale out ergänzen könnte. Mehr zu den technischen Details gab es in meiner initialen Analyse im AktienPuls360. 665,5 Millionen USD Umsatz und damit + 65 % YoY. Non-GAAP-Bruttomarge bei 42,5 %, operative Marge bei 25,2 %. Alles deutliche Sprünge!

Metrik

Q2 FY2026

Q1 FY2026 (QoQ-Basis)

Q2 FY2025 (YoY-Basis)

QoQ %

YoY %

Umsatz

$665,5 Mio.

$533,8 Mio.

$402,2 Mio.

▲ 24,7%

▲ 65,5%

Bruttomarge (Non-GAAP)

42,5%

39,4%

32,3%

▲ 310 bps

▲ 1.020 bps

Operativer Gewinn (Non-GAAP)

$167,7 Mio.

$99,8 Mio.

$31,7 Mio.

▲ 68,0%

▲ 429,3%

Operative Marge (Non-GAAP)

25,2%

18,7%

7,9%

▲ 650 bps

▲ 1.730 bps

Nettoergebnis (Non-GAAP)

$143,9 Mio.

$86,4 Mio.

$30,0 Mio.

▲ 66,6%

▲ 379,7%

Non-GAAP EPS

$1,67

$1,10

$0,42

▲ 51,8%

▲ 297,6%

GAAP Nettoergebnis

$78,2 Mio.

$4,2 Mio.

-$60,9 Mio.

▲ 1.762%

positiv vs. Verlust

GAAP EPS

$0,89

$0,05

-$0,88

▲ 1.680%

positiv vs. Verlust

Adjusted EBITDA

$198,3 Mio.

$127,6 Mio.

$57,6 Mio.

▲ 55,4%

▲ 244,3%

Components Revenue

$443,7 Mio.

$379,2 Mio.

$263,7 Mio.

▲ 17,0%

▲ 68,3%

Systems Revenue

$221,8 Mio.

$154,6 Mio.

$138,5 Mio.

▲ 43,5%

▲ 60,1%

Lumentum könnte bereits jetzt deutlich mehr verkaufen, wenn sie es bauen könnten. LITE liefert 25 bis 30 % unter der aktuellen Kundennachfrage. Die Indiumphosphid-Fabkapazitäten sind komplett ausverkauft. Optical Circuit Switches (OCS) überschritten die gesteckte 10 Mio. Quartalsmarke drei Monate früher als geplant. Der Auftragsbestand für OCS liegt mittlerweile bei über 400 Millionen USD.

Der Umsatz stieg QoQ um 24,7 % und die operative Marge um 650 bps QoQ. Im Jahresvergleich wuchs der Umsatz um 65 %, die operative Marge verbesserte sich um 17,3 Prozentpunkte YoY.

  • Components (Laser-Chips, Baugruppen, Inline-Subsysteme) lieferten 443,7 Millionen USD, ein Plus von 17 % QoQ und 68 % YoY.
  • Systems (Transceiver, optische Switches, Industrielaser) kamen auf 221,8 Millionen USD, QoQ + 43 %, YpY + 60 %

Die Bruttomarge verbesserte sich um 310 Basispunkte QoQ auf 42,5 %. Treiber: höhere Auslastung, selektive Preiserhöhungen, günstigerer Produktmix. Die Opex blieben mit 114,9 Millionen USD nahezu stabil, nur 4,4 Millionen USD über dem Vorquartal. Fertig ist der operative Hebel.

Ausblick: Erst der Anfang

Für Q3 2026 gibt Lumentum 780 bis 830 Millionen USD Umsatz als Ziel aus. Das wären 85 % Wachstum im Jahresvergleich. Die operative Marge soll auf 30 bis 31 % steigen, das EPS auf 2,15 bis 2,35 USD. Der Konsens lag bei 706 Millionen Dollar Umsatz und 1,60 Dollar EPS. Blow-out!

Etwa zwei Drittel des QoQ Umsatzwachstums sollen aus dem Segment Components kommen, ein Drittel aus Systems. Der nächste Wachstumsschritt ist primär Laser-getrieben, nicht Transceiver-getrieben. Das verschiebt den Fokus auf Wafer-Output.

Wieso erst der Anfang? Weil die Story eigentlich Cloud Transceivers, Optical Circuit Switches (OCS) und Co-Packaged Optics (CPO) sind und der Großteil des Wachstums aus diesen drei Bereichen steht erst noch bevor.

Ursprünglich wollte Lumentum das Transceiver-Geschäft bei rund 250 Millionen USD pro Quartal deckeln, weil die Margen unter Druck standen. Die Nachfrage ist breiter, und die 1,6T-Margen sind deutlich besser als die bei 800G. Gleichzeitig wächst der Rest des Portfolios (OCS, CPO) schneller als erwartet, sodass Transceiver wachsen können, ohne die Gesamtmarge zu gefährden.

Optical Circuit Switches

OCS war die positive Überraschung des Quartals. Der Umsatz überstieg die 10 Mio. Schwelle drei Monate früher als ursprünglich geplant. Der Auftragsbestand liegt mittlerweile bei über 400 Millionen USD, verteilt auf mehrere Kunden, mit dem Großteil der Auslieferungen in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres 2026.

OCS kann als Spine-Ersatz, Scale-Across-Anwendung oder bspw. Optical-Scale-Up dienen. Das Management betonte, dass sich der OCS-Markt schneller entwickelt als gedacht und dass die Nachfrage intensiviert.

Co-Packaged Optics

Lumentum hat eine weitere Order im mehrstelligen 100 Mio. Bereich für Ultra-High-Power-Laser erhalten, die optische Scale-Out-Anwendungen unterstützen. Auslieferung in der ersten Hälfte 2027. Längerfristig sieht man auch "Optical Scale-Up" als vierten Wachstumstreiber. Die Idee: Kupfer dominiert heute Intra-Rack-Connectivity, stößt aber an physikalische Grenzen. Optics könnte diese Verbindungen übernehmen. Erste Scale-Up-CPO-Shipments werden für Ende 2027 erwartet.

Das muss man bei Credo beobachten, die mit den Active Electrical Cables den Übergang spielen. Lumentum spricht davon, dass sie Ende 2027 sehen, dass Optical Scale Up dann Kupfer innerhalb von Server-Racks und Clustern ersetzen wird. Bin gespannt, was Credo in den Earnings dazu sagt. Lumentums Investment Case ist seit Dezember nochmals deutlich spannender geworden. Ein Grund dabei zu bleiben oder Schwäche zu kaufen

Kapazität ist der Flaschenhals und gleichzeitig der Preishebel

Lumentum hat die 40 % Erweiterung der InP-Wafer-Kapazität vorgezogen. Über die Hälfte wurde bereits im abgelaufenen Quartal erreicht. Weitere Kapazität kommt in den nächsten zwei Quartalen online, plus zusätzliche Blöcke ab der zweiten Hälfte 2026. Das sieht alles andere als nach dem Ende der Nachfrage aus.

Trotz der Expansion bleibt die Fab ausverkauft. Das Management sagt klipp und klar, dass die Nachfrage-Angebots-Lücke größer wird, nicht kleiner. Das ermöglicht höhere Preise und Long-Term Agreements (LTAs). Lumentum hat mittlerweile alle EML-Kapazitäten über LTAs gesichert, die bis Ende 2027 laufen. Kunden, die keine LTAs unterschreiben, haben Versorgungsrisiken. LTAs reduzieren quartalsweise Preisverhandlungen und geben Lumentum strukturelle Preismacht. Kunden, die über ihre LTA-Mengen hinaus bestellen wollen, werden zu "incremental pricing discussions" herangezogen.

Gleichzeit nutzt man auch Vorauszahlungen oder Abnahmeverpflichtungen der Kunden im Tausch gegen Kapazitätszusagen. Das ist smart, reduziert Bilanzrisiko und bindet Kunden. Gut für das Working Capital.

Fazit

Lumentum befindet sich in einer seltenen Phase: strukturelle Nachfrage, Kapazitätsknappheit, Preismacht, parallele Wachstumsmotoren. Lumentum hat durch LTAs und ausverkaufte Kapazität eine oligopol-ähnliche Preissetzungsmacht erreicht.

Wenn Lumentum auch nur annähernd die Guidance erreicht, wären über 30 % operative Marge bei einem Umsatz von 800 Millionen USD drinnen. Analysten müssen ihre Modelle anpassen. Solange die Fabs ausverkauft bleiben, hat Lumentum strukturelle Preismacht. Das ist das Gegenteil der historischen "race to the bottom"-Dynamik in optischen Komponenten.

Alle drei Wachstumsmotoren (Transceivers, OCS, CPO) laufen parallel an und Optical Scale-Up ist ein potenzieller weiterer Katalysator in einigen Quartalen. Wenn Kupfer tatsächlich durch Optics ersetzt wird, explodiert der TAM.

Das Risiko liegt in der Execution. Lumentum muss gleichzeitig Wafer-Output hochfahren, Backend-Kapazität via Outsourcing skalieren, Yields halten, neue Produkte qualifizieren, LTAs managen, Transceiver-Margen verteidigen und möglicherweise neue Fabs integrieren. Was ich mit der Position mache und ob ich nachkaufe, das erfährst Du im AktienPuls360

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Viel Erfolg wünscht Dir Valentin

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