Kommentar
12:17 Uhr, 07.06.2026

"Krypto ist mittlerweile weit mehr als nur Bitcoin"

Trotz Bitcoin-Absturz bleibt der Coinbase-Chef optimistisch. Warum Armstrong auf die Vielfalt von Krypto verweist – und sich damit nicht nur Freunde machen dürfte.

Brian Armstrong äußert sich in einem X-Post zum derzeitigen Krypto-Bärenmarkt und will die Gemüter beschwichtigen. Wie erfolgreich er damit ist, bleibt abzuwarten, denn seine Gedanken dürften in der Bitcoin-Community durchaus auf Kritik stoßen. Dem Coinbase-CEO zufolge hätten viele aktuell “das Gefühl, dass Krypto insgesamt schwächelt, nur weil Bitcoin an Wert verloren hat”. Doch das sei nicht richtig, denn “Derivate/Perpetuals, Stablecoins, Prognosemärkte usw. verzeichnen im Krypto-Bereich allesamt Zuwächse”.

People still think (or feel) because Bitcoin is down crypto is down.

Derivatives/perps, stablecoins, prediction markets, etc are all up in crypto.

Crypto touches every area of finance, and is much broader than Bitcoin now. It will take some time for this to sink in.

(And yes -…

— Brian Armstrong (@brian_armstrong) June 5, 2026

Zumindest der klassische Krypto-Markt ist auch ohne Bitcoin aber nicht Teil dieser positiven Entwicklung. Gegenüber der Vorwoche handelt die Krypto-Leitwährung etwa 17 Prozent im Minus, während Ethereum um 20 Prozent korrigierte, XRP knapp 15 Prozent verlor und Solana gleich 22 Prozent abgab. Die Krypto-Gesamtmarktkapitalisierung beträgt unterdessen 2,14 Billionen US-Dollar, was einen Rückgang von etwa 500 Milliarden US-Dollar auf Monatssicht bedeutet.

Was Armstrong eigentlich sagen möchte: “Krypto durchdringt jeden Bereich der Finanzwelt und ist mittlerweile weit mehr als nur Bitcoin. Es wird noch eine Weile dauern, bis dies wirklich bewusst wird.” Dennoch bleibt er zuversichtlich, dass der BTC-Kurs sich langfristig hervorragend entwickeln wird, denn es handle sich nur um “einen von vielen Zyklen, die wir alle schon durchlebt haben”.

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Wer beim Blick auf das persönliche Krypto-Portfolio derzeit tiefrote Zahlen verdauen muss, den dürfte von Armstrongs positiver Wahrnehmung in Hinblick auf den Derivatehandel oder Stablecoins kaum entspannen. Letztere können sich aber auch im Krypto-Winter erstaunlich gut behaupten, sodass USDT von Tether am gestrigen Samstagvormittag zeitweise sogar an Ethereum vorbeizog und zur zweitgrößten Kryptowährung wurde.

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