Fidelity-Stratege: Bitcoin nähert sich jetzt der wichtigsten Kursmarke
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Bitcoin rückt aus Sicht von Jurrien Timmer näher an einen Bereich heran, der in der Vergangenheit mehrfach den Boden größerer Kursrückgänge markierte. Der Director of Global Macro bei Fidelity verweist auf sein seit Jahren genutztes Power-Law-Modell, das die langfristige Kursentwicklung von Bitcoin anhand einer logarithmischen Kurve einordnet.
Dem aktuellen Chart zufolge verläuft die untere Unterstützungsgrenze bei rund 58.000 US-Dollar. Mit einem Kurs von etwa 62.700 US-Dollar notiert Bitcoin nur noch knapp darüber. Das Modell besteht aus einer oberen Widerstandslinie, einer mittleren Trendlinie und einer unteren Unterstützung, die laut Timmer seit 2015 jeden bedeutenden Tiefpunkt markiert hat.
Bitcoin-Akkumulationszone rückt in den Fokus
Auch ein weiterer Indikator spricht laut Timmer für eine Phase der Akkumulation. Dieser misst den Abstand des Bitcoin-Kurses zur Trendlinie des Power-Law-Modells. Aktuell liegt dieser Wert bei minus 56 Prozent. Ein ähnlich niedriges Niveau wurde den Angaben zufolge bereits während der Markttiefs in den Jahren 2018 und 2022 erreicht.
As for Bitcoin, it too may be in an accumulation zone (in my view). At $60k it’s getting ever closer to its power law support line. pic.twitter.com/M3T3rDGFMx
— Jurrien Timmer (@TimmerFidelity) July 10, 2026
Zusätzlich verweist Timmer auf das Verhältnis von Bitcoin zu Gold über einen Zeitraum von 52 Wochen. Auch dieser Indikator ist auf rund minus 100 Prozent gefallen und bewegt sich damit auf einem vergleichbaren Niveau.
It’s clear that the fast money that used to be in Bitcoin then went to gold, pushing the gold price far higher than global liquidity would justify. Now those speculators are in semiconductors. Whether we hold $4k or decline further, which, in my view, indicates gold may be worth… pic.twitter.com/jWKt7VYQmX
— Jurrien Timmer (@TimmerFidelity) July 10, 2026
Keine unmittelbare Trendwende erwartet
Einen unmittelbaren Boden ruft Timmer dennoch nicht aus. Nach seiner Einschätzung ist der spekulative Aufschlag, der Bitcoin im vergangenen Jahr über 120.000 US-Dollar steigen ließ, inzwischen weitgehend verschwunden. Gleichzeitig verlangsame sich das Wachstum der globalen Geldmenge. Solange keine zusätzliche Liquidität in die Märkte zurückkehre, fehle aus seiner Sicht ein klarer Impuls für eine nachhaltige Erholung.
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Statt einer schnellen Gegenbewegung hält Timmer es für wahrscheinlicher, dass Bitcoin über Monate in der Nähe der Unterstützungslinie handelt. Zudem seien kurzfristig orientierte Anleger bereits aus dem Markt ausgestiegen. Das Kapital sei zunächst in Gold und anschließend in Halbleiteraktien umgeschichtet worden.
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