KI-Profiteure geraten unter Druck
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- Infineon Technologies AG - WKN: 623100 - ISIN: DE0006231004 - Kurs: 55,120 € (XETRA)
- Siemens Energy AG - WKN: ENER6Y - ISIN: DE000ENER6Y0 - Kurs: 138,240 € (XETRA)
Die verschärfte Debatte über eine mögliche Verlangsamung bei der Entwicklung besonders leistungsfähiger KI-Modelle sorgt am Montag erwartungsgemäß für Kursverluste bei deutschen KI-Profiteuren. Besonders stark trifft es Aktien aus der Halbleiterbranche und deren Zulieferer.
Aixtron verlor im frühen Handel rund 6,4 %, SUSS MicroTec gab um 6,2 % nach. Siltronic fiel um etwa 6,0 %, Infineon um 5,9 %. Auch Jenoptik mit einem Minus von 5,1 % und LPKF Laser & Electronics mit einem Verlust von 6,2 % standen deutlich unter Druck.

Verluste gibt es zudem bei Unternehmen, die vom Ausbau der Rechenzentrumsinfrastruktur profitiert haben. Die Siemens-Energy-Aktie verlor rund 4,2 %, Hochtief gab um 3,3 % nach.

Anleger reduzieren KI-Risiko
Auslöser ist die Sorge, dass ein langsameres Innovationstempo bei führenden KI-Entwicklern langfristig auch den erwarteten Bedarf an Chips, Rechenzentren und Energieinfrastruktur dämpfen könnte. Gerade bei Aktien, die in der Vergangenheit stark von diesen Wachstumserwartungen profitiert haben, kommt es erneut zu Kursverlusten, nachdem viele der Papiere bereits seit dem Frühsommer unter erheblichem Druck standen.
Ob es tatsächlich zu einer Verlangsamung des KI-Ausbaus kommt, ist unterdessen offen. Eine stärkere Betonung von Sicherheitsprüfungen bedeutet bislang weder einen Stopp neuer KI-Modelle noch eine Rücknahme bereits geplanter Infrastrukturinvestitionen. Kurzfristig reicht die Unsicherheit dennoch aus, um bei den bisherigen KI-Gewinnern für deutliche Kursabschläge zu sorgen.
Fazit: Die Reaktion zeigt, wie sensibel die früheren KI-Profiteure inzwischen auf Zweifel am Wachstumstempo reagieren. OpenAI und Anthropic sprechen ausdrücklich nicht von einem Ende des Investitionsbooms, sondern befürworten zunächst mehr Vorsicht. Andererseits ist es keineswegs ausgeschlossen, dass den führenden KI-Entwicklern die Geschwindigkeit des Ausbaus auch aus finanziellen Gründen zu hoch ist und deshalb die Investitionen gebremst werden sollen. Auf jeden Fall führen die Aussagen zum Wochenstart zu deutlichen Kursverlusten bei KI-Profiteuren auch in Deutschland.
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