Analyse

JUNGHEINRICH - Härtetest im Herbst?

Der Anteilsschein des im SDAX gelisteten Intralogistik-Unternehmens konnte seine "coronabedingten Verluste" wieder vollständig wettmachen. Nun steht ein anderes Ziel auf dem Plan der Anleger.

Erwähnte Instrumente

  • Jungheinrich AG - WKN: 621993 - ISIN: DE0006219934 - Kurs: 20,300 € (XETRA)

Da können sich die Käufer mal auf die Schulter klopfen. Schien es noch im Chaos des Sell-Off im März, als würde der Aktie jetzt komplett der Boden unter den Füßen weggerissen werden, so sind die Verluste bereits heute wieder Schnee von gestern. Der Wert konnte sich vom Tiefpunkt bei 10 EUR wieder berappeln und notiert aktuell bei 20,30 EUR. Knapp 100 % in 3 1/2 Monaten. Eine sehenswerte Entwicklung. Relevant ist jedoch nicht die Vergangenheit, sondern die zukünftige Entwicklung. Und diese schaut aus technischer Sicht aktuell gut aus, doch schon bald dürfte der alles entscheidende Test anstehen.

Entscheidung um die langfristige Richtung

Auf Wochenbasis wird dies schnell ersichtlich. Seit dem Rekordhoch im Januar 2018 bei 42,94 EUR begaben sich das Wertpapier von Jungheinrich in einen Abwärtstrend, welcher im März durch die Trendbeschleunigung auf der Unterseite seinen vorläufigen Höhepunkt fand. Streben die Bullen nach weiteren Kursgewinnen und das aktuelle Momentum auf der Longseite kann gehalten werden, so dürfte in den nächsten Monaten die langfristige Abwärtstrendlinie im geballten Fokus der Marktteilnehmer stehen. Doch es wäre zu einfach, wenn es hier schlicht um eine Trendlinie gehen würde. Zum Stirnrunzeln der Anleger lauert hier neben der der Abwärtstrendlinie der EMA200 weekly. Und es geht weiter. Bei 22,62 EUR stößt die Aktie auch auf das erste bedeutsame Fibonacci-Retracement. Hierbei handelt es sich um das 38,20 %-Retracement der übergeordneten Abwärtsbewegung (42,94 - 10,06 EUR). Diese drei Widerstände gilt es zu durchbrechen, um von einen langfristigen Trendwechsel sprechen zu können.

Noch ist allerdings nicht absehbar, ob sich die Käufer oder Verkäufer durchsetzen können.

Im bullischen Fall, also bei einem Durchbruch über den Clusterwiderstand lauert das nächste mittelfristige Ziel bei 30,11 EUR. Dort verbinden sich mehrere Fiboretracements mit einem klassischen Widerstand.

Bei einer Rückkehr der Bären droht der erneute Rückfall. 18,83 EUR und 17,50 EUR wären hier erste Supportzonen.

Fazit: Aktuell sieht es gut aus für weitere Kursgewinne. Das Momentum liegt auf Seiten longorientierter Anleger und selbst eine Korrektur würde der Aufwärtsbewegung keinen Abbruch tun. Wird in den nächsten Monaten der kumulationstechnische Widerstand erreicht, so dürfte der längerfristige Richtungsentscheid anstehen.

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Über den Experten

Johannes Büttner
Johannes Büttner
Technischer Analyst und Trader

Johannes Büttner begann bereits in Jugendjahren sich für die Börsenwelt zu interessieren. Nachdem er bereits zu Schulzeiten mit ersten Aktien handelte, vertiefte er seither kontinuierlich sein Wissen und wurde selbst zu einem aktiven Trader. Seine Faszination an den internationalen Finanzmärkten schlug sich vor allem in der Vertiefung seines Wissens im Bereich der Charttechnik nieder. Im Herbst 2019 absolvierte er seinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften und nahm sein Masterstudium im Fach Business Administration auf. Sein Handelsschwerpunkt liegt auf Aktien, Indizes, Rohstoffen und Währungen. Im Mittelpunkt seiner Analysen steht die technische Analyse. Hierbei fokussiert er sich auf die klassische Chartanalyse. Die persönliche Handelsstrategie von ihm besteht aus einem Mix aus optimalen CRV-Setups, Antizyklik und dem Turnaround-und Outbreakhandel. Dabei handelt er im kurz-bis mittelfristigen Bereich vorrangig mit Hebelprodukten und Optionsscheinen.

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