Intel, Tesla, SAP & ServiceNow-Zahlen & weiterer Crash bei dieser Monopol-Aktie
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In der aktuellen Ausgabe des Podcasts “Aktientalk” sprechen unser Goldesel Michael Flender und Daniel von Investflow über die aktuellsten Quartalszahlen von Intel, Tesla, SAP und ServiceNow. Während die Intel-Quartalszahlen eine massive Rallye auslösten, wurden die ServiceNow-Zahlen und damit auch der gesamte Softeware-Sektor wieder massiv in den Keller geschickt.
Außerdem blicken unsere Experten für euch auf die Monopol-Aktie Fair Isaac, die zuletzt auch nur den Weg in Richtung Süden kennt und auf eine weitere Entlassungswelle bei den Big-Tech Aktien.
Warum Intel nach den Zahlen so stark angestiegen ist und was für den erneuten Abverkauf im Softewaresektor gesorgt hat sowie die Hintergründe zu den Layoffs bei Big-Tech und vieles mehr, erfahrt ihr in der aktuellen Podcast-Episode bei Apple Podcast, Spotify oder direkt bei Youtube.
Marktlage: Geld fließt weiter in Halbleiter und KI-Infrastruktur
Der Markt blendet viele Risiken im Moment erstaunlich konsequent aus. Geopolitische Spannungen sind nicht verschwunden, der Ölpreis bleibt erhöht, Unsicherheit ist reichlich vorhanden. Trotzdem hält sich der Technologiesektor insgesamt erstaunlich robust.
Der Grund ist klar: KI braucht Chips, Strom, Netzinfrastruktur und Rechenleistung. Und genau dort liegt aktuell die Börsenfantasie.
Besonders sichtbar wird das bei Unternehmen wie Siemens Energy. Die Gesellschaft hat ihre Jahresprognose erneut angehoben. Umsatzwachstum, Marge, Auftragseingang – alles besser als erwartet. Die Nachfrage nach Gasturbinen und Netzinfrastruktur bleibt extrem hoch. Das zeigt sehr deutlich, dass der KI-Boom eben nicht nur ein Softwarethema ist, sondern tief in die industrielle Infrastruktur hineinreicht.
Diese Dynamik erklärt auch, warum der Markt aktuell bereit ist, in vielen Halbleiterwerten fast jeden Rücksetzer aufzukaufen. Ob Intel, AMD, ARM oder andere Namen aus dem Umfeld: Der Sektor läuft. Teilweise sogar parabolisch.
Intel explodiert nach den Zahlen: berechtigte Erholung oder zu viel Euphorie?
Intel ist wahrscheinlich eines der absurdesten Comeback-Themen der letzten Monate. Noch vor gar nicht so langer Zeit wirkte das Unternehmen wie ein Sanierungsfall. Jetzt notiert die Aktie in der Nähe ihrer Hochs und ist 2026 um rund 80 % gestiegen.
Operativ gab es tatsächlich positive Signale. Im ersten Quartal 2026 wuchs der Umsatz um rund 7 Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar. Besonders wichtig war, dass sich die Bruttomarge auf GAAP-Basis von 36,9 auf 39,4 Prozent verbessert hat. Das kam am Markt sehr gut an.
Gleichzeitig bleibt aber auch die andere Seite der Medaille sichtbar. Auf GAAP-Basis stand weiterhin ein Nettoverlust von 3,7 Milliarden Dollar. Non-GAAP sah das besser aus, doch unter dem Strich ist klar: Intel ist noch längst nicht über den Berg.
Was den Markt bei Intel gerade wirklich antreibt
Die Rallye hat weniger damit zu tun, dass Intel plötzlich technologisch wieder uneinholbar vorne wäre. Vielmehr spielt der Markt gerade eine viel simplere Story: Die Nachfrage nach CPUs zieht im KI-Zeitalter stärker an als viele gedacht hatten.
Lange galt: Für KI braucht man vor allem GPUs, also war Nvidia der große Gewinner. Inzwischen zeigt sich aber, dass auch CPUs wieder stärker ins Rampenlicht rücken. Wenn sich die Infrastruktur in Richtung Agentensysteme, Inferenz und komplexere Workloads entwickelt, steigt auch der CPU-Bedarf. Früher galt grob das Verhältnis acht GPUs zu einer CPU. Jetzt nähert sich das Verhältnis deutlich an. Genau darauf setzt die Börse.
Intel profitiert dabei vor allem mit seinen Xeon-Server-CPUs. Die Nachfrage scheint so hoch zu sein, dass Kapazitäten zum Thema werden. Das ist schon ein bemerkenswerter Shift, wenn man bedenkt, dass vor nicht allzu langer Zeit eher über die Überlebensfähigkeit des Konzerns diskutiert wurde.
Die Bewertung ist trotzdem extrem sportlich
Und jetzt kommt der Haken. Die Bewertung ist inzwischen alles andere als günstig. Das Forward-KGV von 95 und ein EV/EBIT sind absurde Multiples. Das heißt: Der Markt preist bereits massive Ergebnisverbesserungen in den kommenden Quartalen ein.
Das kann funktionieren, wenn Intel jetzt wirklich konsequent liefert. Kosten wurden gesenkt, Prestigeprojekte gestoppt, die Organisation fokussierter aufgestellt. Der Stopp des Werks in Magdeburg ist ein prominentes Beispiel dafür, dass man sich wieder stärker auf das Kerngeschäft besinnt. Aber trotzdem bleibt offen, ob Intel technologisch gegenüber AMD und anderen Wettbewerbern langfristig wirklich zurück in die erste Reihe findet.
Fazit zu Intel: Die Erholung war nachvollziehbar. Die Größenordnung der Euphorie ist diskutabel. Wer hier investiert ist, setzt darauf, dass die operativen Kennzahlen in den nächsten Quartalen deutlich anziehen. Ohne das wird die aktuelle Bewertung schwer zu rechtfertigen sein.
Tesla: Gute Zahlen, aber der nächste FSD-Ärger
Bei Tesla war die Nachrichtenlage in dieser Woche typisch. Auf der einen Seite überraschend solide Zahlen. Auf der anderen Seite ein Thema, das für massiven Ärger sorgen könnte.
Konkret geht es um ältere Fahrzeuge mit der Hardware-3-Plattform. Tesla hatte Käufern über Jahre vermittelt, dass diese Hardware für zukünftige autonome Fahrfunktionen ausreichend sei. Viele Kunden zahlten dafür mehrere tausend Euro oder Dollar für das Full Self Driving Paket. Nun musste Elon Musk einräumen, dass die Hardware technologisch eben doch nicht ausreicht, zumindest nicht für echte autonome Nutzung ohne Überwachung.
Das ist heikel. Denn wer bis zu 10.000 Euro für ein solches Paket bezahlt hat, fühlt sich natürlich zurecht getäuscht. Entsprechend drohen Sammelklagen, gerade in den USA. Tesla arbeitet zwar an Lösungen, etwa durch vergünstigte Inzahlungnahmeprogramme oder abgespeckte Updates für bestehende Fahrzeuge. Aber das Thema ist reputativ unangenehm und juristisch potenziell teuer.
Operativ waren die Tesla-Zahlen besser als viele erwartet hatten
Und trotzdem: Rein aus Unternehmenssicht waren die Zahlen diesmal gar nicht schlecht. Tesla legte im ersten Quartal beim Umsatz um rund 16 Prozent zu. Das Vergleichsquartal war zwar schwach, aber trotzdem war das besser als viele befürchtet hatten.
- Umsatzwachstum: rund 16 Prozent
- EPS: besser als erwartet
- Bruttomarge: Verbesserung auf 21,1 Prozent nach 17,7 Prozent
- Free Cashflow: 1,44 Milliarden Dollar positiv statt befürchtetem starken Abfluss
Das ist vor allem deshalb interessant, weil viele mit deutlich mehr Belastung durch Investitionen und Rabatte gerechnet hatten. Tesla scheint operativ nach wie vor gutes Geld zu verdienen.
Ein spannender Hebel bleibt FSD als Abo-Modell
Besonders spannend ist das Thema Full Self Driving als wiederkehrender Umsatzstrom. Tesla meldete zuletzt 1,28 Millionen aktive Subscriptions. Das entspricht einem Wachstum von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den USA kostet das Paket 99 Dollar im Monat. Solche Softwareerlöse sind natürlich hochmargig und können langfristig ein echter Profit-Treiber sein.
Dazu kommt: In einzelnen Märkten wird die Freigabe ausgeweitet, neue Städte kommen für Robotaxi-Aktivitäten hinzu, und auch wenn die Skalierung bisher holpriger verläuft als von vielen Optimisten erhofft, bewegt sich das Thema weiter.
Warum die Aktie trotzdem nicht durchgestartet ist
Der Markt fokussierte sich vor allem auf die hohen Investitionen. Tesla peilt für dieses Jahr Ausgaben von rund 25 Milliarden Dollar an. Das ist gewaltig. Dahinter stehen Fabriken, Robotik, Produktionslinien und die nächsten Schritte bei Themen wie Optimus und Robotaxis.
Genau diese Mischung macht Tesla derzeit aus: operative Stärke, viele Zukunftsoptionen, aber eben auch hohe Kosten und ein CEO, dessen Ankündigungen zeitlich oft deutlich später eintreffen als ursprünglich suggeriert. Deshalb bleibt die Aktie ein Spezialfall. Positiver als der Newsflow war das Quartal aus Michaels Sicht trotzdem.
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Software unter Druck: ServiceNow wird abgestraft, SAP gefeiert
Kaum ein Bereich zeigt die aktuelle Marktpsychologie so gut wie Software. Zwei Unternehmen liefern Zahlen, beide operativ grundsätzlich solide, und trotzdem gehen die Kursreaktionen komplett auseinander.
ServiceNow: Nicht schlecht reicht gerade nicht
ServiceNow legte ein Quartal vor, das man am ehesten als gemischt bezeichnen kann. Das abgelaufene Quartal selbst war im Wesentlichen im Rahmen der Erwartungen. Das Problem lag eher im Ausblick und in der Interpretation durch den Markt.
Das Unternehmen verwies auf Belastungen durch den Nahostkonflikt und auf Integrationsaufwände im Zusammenhang mit Übernahmen. Die Margenaussichten wurden etwas gesenkt, und auch der Jahresausblick beim Umsatz lag leicht unter dem, was sich viele erhofft hatten.
Besonders bitter: Bei ServiceNow ist man normalerweise einen klaren Beat-and-Raise-Stil gewohnt. Also nicht nur solide Zahlen, sondern ein sichtbares Übertreffen und anschließendes Anheben der Prognose. Genau das gab es diesmal nicht.
Dabei lief nicht alles schlecht. Im Gegenteil:
- Die KI-Lösung Now Assist entwickelt sich stark
- Der erwartete KI-bezogene Umsatz wurde von 1 auf 1,5 Milliarden Dollar angehoben
- Das Abo-Geschäft wächst weiterhin im Bereich von etwa 20 bis 21 Prozent
Das Problem ist eben die Fallhöhe. Wenn ein hoch bewerteter Softwarewert nur ein bisschen Licht und Schatten liefert, reagiert der Markt derzeit extrem hart. Die Aktie verlor zeitweise rund 18 Prozent.
Hinzu kommt die Bewertung. Auch nach dem Rücksetzer ist ServiceNow mit einem EV/EBIT von rund 60 noch immer kein Schnäppchen. In einem Markt, der bei Software gerade besonders sensibel auf Margendruck und KI-Risiken reagiert, reicht das für einen harten Abverkauf.
SAP: Solide operative Stärke trifft auf deutlich niedrigere Erwartungen
Bei SAP lief es genau andersherum. Die Aktie war vorher bereits deutlich zurückgekommen, die Erwartungen waren niedrig, und dann kamen Zahlen, die sauber bis leicht besser als erwartet ausfielen.
Ein paar der wichtigsten Punkte:
- EPS: 1,66 Euro statt erwarteter 1,64 Euro
- Umsatz: rund 9,6 Milliarden Euro und damit auf Erwartung
- Cloud-Umsatz: währungsbereinigt plus 27 Prozent
- Current Cloud Backlog: währungsbereinigt plus 25 Prozent auf fast 22 Milliarden Euro
- Jahresausblick: bestätigt
Gerade beim Cloud-Wachstum und beim Auftragsbestand zeigt sich, dass SAP operativ weiterhin in einer starken Position ist. Von einer angeblichen KI-Disruption ist hier bislang nichts zu sehen.
Und das ist auch logisch. Ein ERP-System wie SAP ersetzt man nicht mal eben durch ein Sprachmodell. Solche Systeme sind tief in Prozesse, Datenflüsse und Unternehmenssteuerung eingebettet. Die Vorstellung, dass ein Large Language Model ein ERP-System einfach ablöst, ist in der Praxis ziemlich gewagt.
Auch bei der Bewertung gibt es einen wesentlichen Unterschied zu US-Softwarewerten. SAP wird mit einem EV/EBIT um 19 gehandelt und damit in einer völlig anderen Liga als ServiceNow. Genau deshalb war die positive Reaktion auf die Zahlen gut nachvollziehbar.
Fazit: ServiceNow wurde für kleine Enttäuschungen in einem sensiblen Marktumfeld hart bestraft. SAP wurde für saubere Zahlen und ein stabiles Cloud-Geschäft belohnt. Beides ist aus aktueller Marktsicht nicht unlogisch.
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Auch kleinere Softwarewerte zeigen bisher keine KI-Disruption
Interessant ist in dem Zusammenhang, dass nicht nur die großen Namen solide Zahlen liefern. Auch kleinere Softwareunternehmen wie Atoss Software zeigen weiterhin robuste operative Entwicklung.
Atoss übertraf bei Umsatz und Ergebnis die Erwartungen, hob die EBIT-Marge für das Gesamtjahr auf mindestens 34 Prozent an und verzeichnete bei Cloud- und Subscription-Umsätzen ein Wachstum von 27 Prozent. Auch dort also: keine Spur von plötzlicher KI-Zerstörung des Geschäftsmodells.
Das ist wichtig, weil der Markt derzeit bei vielen Softwarewerten so tut, als wäre der gesamte Sektor durch KI akut bedroht. Die operative Realität sieht bislang deutlich differenzierter aus.
Big Tech spart weiter: Meta und Microsoft kündigen neue Layoffs an
Ein weiteres Signal dieser Woche kam von den großen Tech-Konzernen. Meta plant offenbar die nächste Entlassungsrunde mit rund 8000 Stellen, also etwa 10 Prozent der Belegschaft. Microsoft will ebenfalls weitere Mitarbeiter abbauen, laut den gemeldeten Größenordnungen rund 7 Prozent.
Das zeigt sehr klar, wie sich der Technologiesektor verändert hat. Die Zeiten, in denen in der Corona-Phase gefühlt alles eingestellt wurde, was verfügbar war, sind vorbei. Jetzt stehen Effizienz, Margendisziplin und Kostenkontrolle im Vordergrund.
Das ist für Aktionäre zunächst nicht einmal zwingend negativ. Viele der großen Konzerne liefern operativ stark ab und optimieren parallel ihre Kostenstrukturen. Trotzdem ist es ein deutliches Zeichen, dass das Wachstumstempo nicht mehr mit blindem Personalaufbau beantwortet wird.
Fair Isaac crasht erneut: Bröckelt hier ein Monopol?
Kommen wir zur vielleicht spannendsten Spezialstory dieser Woche: Fair Isaac, vielen besser bekannt durch die FICO-Scores. Das Unternehmen gilt in Teilen des amerikanischen Kreditmarktes als quasi monopolartig positioniert und war lange eines dieser Unternehmen, bei denen man dachte: großartig, aber viel zu teuer.
Genau diese Aktie gerät jetzt immer weiter unter Druck. Und wieder war es eine Nachricht, die den Kurs zweistellig belastete.
Der Vantage Score
Der alternative VantageScore 4.0 wurde zur Nutzung zugelassen und soll bei Fannie Mae künftig unmittelbar zum Einsatz kommen. Das ist relevant, weil der VantageScore nur einen Bruchteil dessen kostet, was Fair Isaac für seine Lösungen aufruft.
Damit steht zum ersten Mal etwas konkreter im Raum, dass die Preissetzungsmacht von Fair Isaac nicht völlig unangreifbar ist. Genau das erschreckt den Markt.
Warum Fair Isaac trotzdem nicht einfach am Ende ist
Trotzdem sollte man die Situation nicht überdramatisieren. Erstens dauert es in stark regulierten und konservativen Branchen wie dem Bankenwesen oft sehr lange, bis neue Modelle wirklich breit adaptiert werden. Zweitens besteht Fair Isaac nicht nur aus genau diesem einen Produktbereich.
Dazu kommt: Die oft genannte KI-Angst wirkt hier bislang eher theoretisch. Ja, man kann sich vorstellen, dass Banken eines Tages eigene Modelle zur Kreditbewertung entwickeln. Aber in der Praxis geht es hier um Vertrauen, Historie, regulatorische Nachvollziehbarkeit und etablierte Berechnungslogik. Das ersetzt man nicht mal eben durch irgendein allgemeines KI-Modell aus der Cloud.
Die Bewertung ist gefallen, aber immer noch nicht billig
Obwohl die Aktie kräftig korrigiert hat, ist sie nicht plötzlich spottbillig. Nach den Rücksetzern sprechen wir immer noch von einem KGV von über 50. Zuvor lagen die Multiples teils noch deutlich absurder, mit einem Forward-KGV um 80 und EV/EBIT-Werten jenseits der 80.
Ein großer Teil des Absturzes ist letztlich auch einfach eine Rückkehr von Price-to-Perfection-Niveaus in realistischere Regionen.
Gleichzeitig wächst das Unternehmen in den kommenden Jahren laut Erwartungen weiterhin mit knapp 20 Prozent pro Jahr und bleibt hochprofitabel. Genau deshalb ist Fair Isaac trotz aller Risiken ein hochinteressanter Wert.
Daniels Eindruck: Die Monopolstellung bröckelt an einzelnen Stellen. Das ist nicht zu leugnen. Aber ein totaler Zusammenbruch des Geschäftsmodells ist daraus bislang nicht abzuleiten. Wenn die Bewertung noch weiter zurückkommt, könnte Fair Isaac für langfristig orientierte Anleger deutlich spannender werden.
Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte
Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: Microsoft, ServiceNow.
