Analyse

HUGO BOSS - Entscheidungstag für den nächsten Richtungseinschlag?

Eigentlich startete heute die HUGO-BOSS-Aktie bärisch in den Handel und durchbrach einen wichtigen Support. Doch statt herber Verluste nutzen Anleger die Gunst der Stunde und kaufen zu. Vollzieht sich hiermit die Last-Minute-Rettung?

Erwähnte Instrumente

  • HUGO BOSS AG - WKN: A1PHFF - ISIN: DE000A1PHFF7 - Kurs: 46,160 € (XETRA)
  • Best Unlimited Turbo-Optionsschein auf Hugo Boss - WKN: SD7M08 - ISIN: DE000SD7M089 - Kurs: 0,870 € (Société Générale)
  • OE Turbo Bear auf Hugo Boss - WKN: KG7YPR - ISIN: DE000KG7YPR6 - Kurs: 0,870 € (Citi)

Erst vor zwei Wochen wirkte das Chartbild bei der Aktie von HUGO BOSS noch bullischer. Die Papiere standen vor einem möglichen Kaufsignal, doch bullische Anleger konnten sich nicht durchsetzen. Daraufhin gerieten auch die HUGO-BOSS-Papiere in den Sog der Verkäufe an den Märkten und es kam zu deutlichen Verlusten. Dabei wurde bereits im gestrigen Handel der immens wichtige Support um ≈47 EUR angelaufen, wobei es jedoch zu Intraday-Käufen kam. Diese konnten allerdings für keine Anschlusskäufe genutzt werden. Stattdessen wurde diese Horizontalunterstützung heute zeitweilig gerissen.

Baader-Rating unterstützt Verkäufer

Aufgrund des generellen Rückgangs der Konsumbereitschaft stuft die Baader Bank heute die Aktie ab:

Baader Bank stuft HUGO BOSS von Add auf Reduce ab und senkt das Kursziel von 58 EUR auf 44 EUR.

Dieses Rating begründet Analyst Volker Bosse vor allem durch die ungünstigen Marktentwicklungen sowie die sich verschlechternde Gesamtkostenlage in sämtlichen Bereichen des Einzelhandels. Als Reaktion fiel der Anteilsschein heute zeitenweise um über 5 % zurück.

Intraday-Hoffnung als Hoffnungsschimmer

Diese Verluste wurden jedoch durch Käufe im Handelsverlauf wieder teilweise ausgebügelt. Damit könnte es nun zu einer Verteidigung des Supports bei 46,70 - 47,34 EUR kommen, vorausgesetzt die Käufer können sich weiter durchsetzen. In der Folge könnte es zu einer weiteren technischen Gegenreaktion Richtung 48,86 EUR kommen. Dabei könnte mit einem Stop-Loss am heutigen Tagestief auf dieses Szenario spekuliert werden.

Werden diese Intraday-Käufe jedoch wieder verkauft und es erfolgt der nachhaltige Rutsch unter 46,70 EUR, wird damit ein größeres Sell-Signal ausgelöst. Dabei ist das nächste Abwärtsziel erst bei 42,05 EUR auszumachen. Mit einer Absicherung um 47,30 EUR könnte auf dieses bärische Setup gesetzt werden.


Fazit: Es bleibt spannend, wie der heutige Handelstag bei der HUGO-BOSS-Aktie weiter verläuft. Könnte sich eine bullische Reversal-Kerze ausbilden, würde damit noch eine letzte Chance für die Bullen bestehen. Erweisen sich die Käufe jedoch nur als eine kurze Verschnaufpause der Bären, droht dem Anteilsschein eine nahtlose Fortsetzung der aktuellen Verkaufsbewegung.


Die hier vorgestellten Tradingideen lässt sich gut mit Hebelzertifikaten umsetzen.

Für das bullische Szenario bietet sich z.B. die WKN SD7M08 mit einem moderaten Hebel von 5, KO-Schwelle 37,86 EUR, Basis 37,86 EUR, Laufzeit Open End, Emittent Société Générale, an.

Das bärische Szenario könnte man zum Beispiel mit folgendem Produkt handeln: WKN KG7YPR mit einem Hebel von 5,21, KO-Schwelle 54,95 EUR, Basis 54,95 EUR, Laufzeit Open End, Emittent Citi.

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Transparenzhinweis: Die im Artikel vorgestellten Derivate werden durch die Redaktion ausgesucht. Wir arbeiten aber mit ausgewählten Emittenten zusammen, die mit der stock3 AG in einer Geschäftsbeziehung stehen.

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Über den Experten

Johannes Büttner
Johannes Büttner
Technischer Analyst und Trader

Johannes Büttner begann bereits in Jugendjahren sich für die Börsenwelt zu interessieren. Nachdem er bereits zu Schulzeiten mit ersten Aktien handelte, vertiefte er seither kontinuierlich sein Wissen und wurde selbst zu einem aktiven Trader. Seine Faszination an den internationalen Finanzmärkten schlug sich vor allem in der Vertiefung seines Wissens im Bereich der Charttechnik nieder. Im Herbst 2019 absolvierte er seinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften und nahm sein Masterstudium im Fach Business Administration auf. Sein Handelsschwerpunkt liegt auf Aktien, Indizes, Rohstoffen und Währungen. Im Mittelpunkt seiner Analysen steht die technische Analyse. Hierbei fokussiert er sich auf die klassische Chartanalyse. Die persönliche Handelsstrategie von ihm besteht aus einem Mix aus optimalen CRV-Setups, Antizyklik und dem Turnaround-und Outbreakhandel. Dabei handelt er im kurz-bis mittelfristigen Bereich vorrangig mit Hebelprodukten und Optionsscheinen.

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