Analyse

HENKEL - Wo bleiben hier bitteschön die Bullen?

In diesen Tagen beginnen viele Aktien das Rutschen, doch bei der Aktie Konsumgüterherstellers von Persil, Perwoll und vielen anderen Marken ist die Luft bereits seit Monaten raus. Wann hier wieder der Einstieg gesucht werden könnte, erfahren Sie in diesem Artikel.

Erwähnte Instrumente

  • Henkel AG & Co. KGaA Vz - WKN: 604843 - ISIN: DE0006048432 - Kurs: 85,280 € (XETRA)

Persil, Perwoll, Prill, Pritt, Schaum, Spee oder taft - alle diese bekannten Konsumgüter-Marken stammen aus dem Hause Henkel.

Der Sell-Off an den Märkten im letzten Jahr versetzte der Aktie einen herben Schlag, doch die Verluste konnten mit der Entwicklung im März/April endgültig wieder ausgebügelt werden. Endgültig ist an dieser Stelle jedoch das falsche Wort, da die Aktie nachdem Scheitern am Widerstandsbereich um 98 EUR bereits wieder 15 % an Wert eingebüßt hat. Als Investor fragt man sich nun ob die Schwäche bereits wieder Kaufkurse sind; als kurzfristiger Trader ob sich ein Short-Trade noch lohnt.

"Nicht ins fallende Messer greifen"

Durch die heutigen Abgaben präsentieren sich Shorties von ihrer besonders dynamischen Seite und der Trend der letzten Wochen wird nahtlos fortgesetzt. Aufgrund fehlender Stabilisierungsmuster in jeglicher Weise, dürfte diese Verkaufsbewegung noch nicht am Ende angelangt sein. Da hilft es auch nicht, dass Henkel mit Adobe eine strategische Partnerschaft einging um die Digitalisierung voranzutreiben oder Analysten ein Potenzial von 20 % sehen.

Der nächste entscheidende Kursbereich liegt nun bei 81,40 - 83,40 EUR. Im Februar kam es hier zu einer verrückten Bärenfalle, worauf eine starker Rallymove gezündet werden konnte. Beim Blick auf den Wochenchart wird deutlich, wie wichtig diese Horizontalunterstützung für bullische Interessen ist. Daher kann davon ausgegangen werden, dass es hier zumindest zu einer Gegenreaktion von Anlegern auf der Longseite kommt. Ob und wie nachhaltig diese dann ausfällt bleibt abzuwarten, doch die Chance besteht hier wieder einen Zeh ins kalte Wasser zu halten. Auf der Shortseite hingegen ergibt sich aufgrund der bereits zurückgelegten Strecke kein wirklich attraktives Short-Szenario. Für kurzfristig und äußerst risikoaffine Anleger könnte mit einer Absicherung bei 87,12 EUR auf eine direkte Fortführung der Verluste spekuliert werden. Kommt es jedoch zu einer spontanen Gegenbewegung, muss bereits wieder der direkte Exit gesucht werden.

Auf der Long-Seite hingegen ist wie bereits erwähnt aktuell nichts zu holen. Erst wenn ein Anstieg über den kumulativen Widerstand bei 91 EUR erfolgt, wären die Bullen wieder im Vorteil. Doch bis hierhin wäre es noch einiges an Weg..

Fazit: Bei der Henkel-Aktie bleiben derzeit shortorientierte Marktteilnehmer im Vorteil. Die Abgabewelle geht weiter und dürfte bald den entscheidenden Supportbereich bei 81,40 - 83,40 EUR ansteuern. Für einen Long-Einstieg sollte daher der Anlauf auf diesen Preisbereich abgewartet werden.

Henkel - Aktie (Wochenchart)
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Über den Experten

Johannes Büttner
Johannes Büttner
Technischer Analyst und Trader

Johannes Büttner begann bereits in Jugendjahren sich für die Börsenwelt zu interessieren. Nachdem er bereits zu Schulzeiten mit ersten Aktien handelte, vertiefte er seither kontinuierlich sein Wissen und wurde selbst zu einem aktiven Trader. Seine Faszination an den internationalen Finanzmärkten schlug sich vor allem in der Vertiefung seines Wissens im Bereich der Charttechnik nieder. Im Herbst 2019 absolvierte er seinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften und nahm sein Masterstudium im Fach Business Administration auf. Sein Handelsschwerpunkt liegt auf Aktien, Indizes, Rohstoffen und Währungen. Im Mittelpunkt seiner Analysen steht die technische Analyse. Hierbei fokussiert er sich auf die klassische Chartanalyse. Die persönliche Handelsstrategie von ihm besteht aus einem Mix aus optimalen CRV-Setups, Antizyklik und dem Turnaround-und Outbreakhandel. Dabei handelt er im kurz-bis mittelfristigen Bereich vorrangig mit Hebelprodukten und Optionsscheinen.

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