Analyse
10:35 Uhr, 06.02.2023

HAWESKO - Prozente für's Depot

Das Hanseatische Wein- und Sektkontor (Hawesko) hat während der Pandemie von einem starken Online-Geschäft profitiert. Dieses ging im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartungsgemäß zurück, da die Menschen wieder vermehrt in Gaststätten und Lokale gingen.

Erwähnte Instrumente

  • Hawesko Holding SE
    ISIN: DE0006042708Kopiert
    Kursstand: 44,900 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen
  • Hawesko Holding SE - WKN: 604270 - ISIN: DE0006042708 - Kurs: 44,900 € (XETRA)

Zur Hawesko-Gruppe gehören im Bereich Retail die Marken Jacques‘ sowie Wein & Co. und im Bereich B2B Wein Wolf, Abayan und Grand Cru Select. Das Segment E-Commerce wird über Hawesko, Vinos und WirWinzer abgedeckt.

Den Rückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 in den Geschäftsbereichen E-Commerce und Retail von 10 bzw. 4 Prozent konnte der Hamburger Weinanbieter aber durch den Zuwachs im wiedererstarkten Geschäft mit der Gastronomie, welches um sieben Prozent zulegte, fast ausgleichen. Inklusive der Übernahme der tschechischen Global Wines & Spirits lag das Wachstum sogar bei 16 Prozent.

Prognose erreicht

Nach vorläufigen Zahlen lag der Konzernumsatz 2022 bei ca. 671 (Vorjahr 681) Mio. EUR. Der Umsatzrückgang von 1,5 Prozent lag damit am oberen Ende der Prognosespanne von minus 1 bis minus 6 Prozent. Beim operativen Ergebnis wurde mit ca. 39 (VJ 53) Mio. EUR die Guidance von 38 bis 47 Mio. EUR ebenfalls erreicht. Die Marge stellte sich somit auf 5,8 (VJ 7,8) Prozent.

Auch Hawesko blieb von wachsenden Kosten nicht verschont. Neben Mehrkosten für Energie und Logistik schlugen sich vor allem auch die gestiegenen Preise für Glas, Papier und Pappe negativ auf die Ertragslage nieder. Eine Weitergabe durch Preiserhöhungen an die Kunden war nicht eins zu eins möglich.

Für das angelaufene Geschäftsjahr 2023 hat das Unternehmen nun aber Maßnahmen ergriffen, um sich entsprechend abzusichern. Potenzial ergibt sich für Hawesko vor allem im osteuropäischen Markt, der höhere Zuwachsraten verzeichnet als der Heimatmarkt Deutschland.

Fazit: Ein Umsatz- und Ergebnisrückgang ist zunächst mal nichts, woran sich Aktionäre berauschen könnten. Hawesko hatte 2021 allerdings eine Art Sonderkonjunktur durch das Pandemie bedingt starke Wachstum im Online-Weinverkauf. Die Zahlen für 2022 liegen aber immer noch über dem Vor-Corona-Niveau. Das Unternehmen ist ein solider und verlässlicher Dividendenzahler und das KGV von 15 liegt im langjährigen Durchschnitt. Kurse zwischen 50 und 60 Euro sind auf Jahressicht keine Utopie, so dass die Hawesko-Aktie nicht nur für Weinliebhaber eine interessante Depotbeimischung sein kann.

Jahr 2022e* 2023e* 2024e*
Umsatz in Mio. EUR 671,00 694,00 722,00
Ergebnis je Aktie in EUR 2,85 2,90 3,15
KGV 15 15 14
Dividende je Aktie in EUR 2,00 2,10 2,20
Dividendenrendite 4,55 % 4,77 % 5,00 %

*e = erwartet

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Über den Experten

Reinhard Hock
Reinhard Hock
Finanzmarktanalyst

Reinhard Hock ist seit über 25 Jahren an der Börse aktiv. Sein Interesse für die Finanzmärkte wurde während der Ausbildung zum Bankkaufmann geweckt. Später arbeitete er mehrere Jahre an der Börse Stuttgart und war dann jahrelang als freiberuflicher Redakteur mit dem Schwerpunkt Berichterstattung über Hauptversammlungen tätig. Dabei hat er sich ein umfassendes Wissen im Nebenwertebereich aufgebaut. Seit Oktober 2022 ist er bei stock3 für Fundamentalanalysen zuständig.

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