Kommentar
17:21 Uhr, 06.07.2011

Gold – was bewegt den Kurs?

Schon seit einigen Wochen bewegt sich der Goldpreis auf sehr hohem Niveau in einer Spanne zwischen 1.475 bis 1.550 US-Dollar je Feinunze. Sein Allzeithoch markierte der Goldpreis Ende April dieses Jahres mit einem Kursstand von 1.575,50 USD. Auch in den vergangenen Jahren zeigte das Edelmetall eine beeindruckende Wertentwicklung: Seit dem Jahr 2000 hat sich der Wert mehr als verfünffacht, damals kostete die Feinunze Gold noch 290 US-Dollar.

Begründet wird der rasante Preisanstieg des Goldes durch eine Vielzahl von Faktoren. Das momentane niedrige Zinsniveau beeinflusst den Goldpreis positiv. Dieser Zusammenhang ist anschaulich, da ein Investment in physisches Gold ein Investment darstellt, welches keine Zinsen einbringt. So ist es nur in Zeiten niedriger Zinsen attraktiv auf Gold zu setzen, da die Opportunitätskosten (entgangene Zinsgewinne) des Investments niedrig sind. Wie es mit der Preisentwicklung des Goldes weitergehen wird, wird in einem großen Maße auch von den Entscheidungen der Notenbanken abhängen. Sollten die Zinsen auch künftig niedrig bleiben, so ist das positiv für den Goldpreis zu werten.

Weiterhin beeinflusst wird die Goldnachfrage durch den schwachen US-Dollar. Mit abwertendem Kurs wird es für Käufer außerhalb des Dollarraumes günstiger, das Edelmetall zu erwerben. Die herrschende Unsicherheit aufgrund der weltweiten Schuldenkrise beeinflusst den Goldpreis ebenfalls. Die umfangreichen Hilfspakete, die die europäischen und amerikanischen Notenbanken zur Stärkung ihrer Volkswirtschaften geschnürt haben, werden durch eine Ausweitung der Geldmenge und zusätzlicher Schuldenaufnahme finanziert. Experten sehen dadurch die Gefahr höherer Inflation gegeben. Die Schuldenkrise lässt Anleger ihr Geld aus Staatsanleihen abziehen und in vermeintlich sicherere Anlagen investieren. Auch dies beeinflusst den Goldpreis positiv.

Der weiterhin wichtigste Faktor für den Goldpreisanstieg ist die wachsende Goldnachfrage aus dem Konsumsektor. Diese Entwicklung lässt sich seit mehreren Jahren beobachten und ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. Allen voran die Schwellenländer China und Indien sind zu den beiden größten Käufern von Gold aufgestiegen und vereinen gemeinsam ungefähr die Hälfte der Weltnachfrage nach Gold. In beiden Staaten wächst die jährliche Goldnachfrage im zweistelligen Prozentbereich. Begründen lässt sich dies durch den steigenden Wohlstand der Bevölkerung beider Staaten. China schickt sich an, Indien den Rang als weltgrößter Goldkonsument abzulaufen und wird Expertenmeinung zufolge Indien bereits im laufenden Jahr übertreffen.

Für Investoren, die von einem steigenden Marktumfeld ausgehen, eignen sich zum Beispiel Open End Turbos, um überproportional an Kurssteigerungen des Goldes zu partizipieren. Der Open End Turbo auf Gold (WKN: SG1KAE) hat seinen Basispreis bei 1.056,27 US-Dollar und eine Stopp-Loss-Barriere bei 1.081,12 US-Dollar. Der Hebel beträgt im konkreten Fall 3,39, das bedeutet, dass ein Kursanstieg um ein Prozent näherungsweise zu einem Gewinn von 3,39 Prozent führt, jedoch unter Berück-sichtigung des Bezugsverhältnisses und eventueller Wechselkursschwankungen.

Konservativere Anleger haben die Möglichkeit mit dem Partizipations-Zertifikat (WKN: SG9F3Q) die Wertentwicklung des Goldes nahezu eins zu eins abzubilden. Das Zertifikat beinhaltet zusätzlich eine Absicherung gegen Wechselkursschwankungen.

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