Globales Wachstum eröffnet Chancen in vielen Anlageklassen
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Köln (BoerseGo.de) - Das globale Wirtschaftswachstum eröffnet Investoren auch im vierten Quartal und im kommenden Jahr Chancen in vielen Anlageklassen. Dieser Meinung sind Michael Spinks und Philip Saunders, die gemeinsam das Multi-Asset-Team von Investec Asset Management leiten. „Auch wenn das nach fünf Jahren Bullenmarkt aus der Mode ist, sind wir weiterhin davon überzeugt, dass Aktien die aussichtsreichste Anlageklasse sind. Trotzdem haben wir unser Exposure zuletzt um etwa zehn Prozent verringert, um Diversifikation zu erzielen“, erklärt Spinks. Insgesamt seien die Finanzmärkte von niedriger Volatilität geprägt. Steigende Unternehmenseinnahmen, die sich nach Jahren der Korrekturen stabilisierten, gute Aussichten auf steigende Gewinne und das positive globale Wachstumsumfeld sprechen für die Fondsmanager des Investec Global Diversified Growth Fund für Aktien, wobei sie am japanischen Markt die besten Chancen erkennen. „Doch die Finanzmärkte bieten Investoren eine ganze Reihe von Gelegenheiten auch in anderen Asset-Klassen“, betont Saunders.
So setzen die Manager unter anderem auf einzelne Positionen im Rohstoffsektor, wie etwa Palladium, sowie auf Schwellenländer-Bonds wie brasilianische Staatsanleihen, die ebenfalls vom Wachstum profitieren dürften. Call-Optionen auf Aktien könnten zudem helfen, um an den steigenden Märkten zu partizipieren und gleichzeitig die Verluste zu begrenzen, sollte es zu signifikanten Einbrüchen kommen. „Derzeit sind auch Positionen im Infrastruktur- und Rückversicherungsbereich attraktiv, da sich diese Anlagen anders als die traditionelleren Anlageklassen verhalten und so zur Diversifikation beitragen“, sagt Saunders.
Auch bei festverzinslichen Papieren erkennen die Experten Chancen. „Im aktuellen Umfeld kommt es im Fixed-Income-Bereich jedoch darauf an, selektiv vorzugehen“, so Spinks. Unter den eher defensiven Segmenten bevorzugen er und Saunders derzeit US-Treasuries und britische Gilts, die nicht nur ein gutes Gegengewicht zu risikoreicheren Positionen bieten, sondern auch verhältnismäßig attraktive Kupons abwerfen. Im Credit-Bereich kaufen die Manager selektiv Anleihen aus Schwellenländern wie etwa Brasilien. Dagegen vermeiden sie das High-Yield-Segment. „Der High-Yield-Markt ist zu teuer und bietet zu wenig Liquidität, wobei die Qualität neuerer Emissionen abnimmt“, erklärt Spinks.
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