Globale Unternehmensanleihen bringen eine deutliche Mehrrendite
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
Köln (GodmodeTrader.de) - Volatile Aktienmärkte, Leitzinsen von 0,0 Prozent, Wachstumsschwäche in China, BREXIT - wer in diesen Zeiten Geld anlegen will, hat es nicht leicht. Je schwieriger das Umfeld, desto interessanter ist ein Blick über den heimischen Tellerrand. Dies gilt vor allem auch für Rentenanleger, denn die Anleihen hierzulande werfen kaum noch Renditen ab, wie Yvonne Klein, Fondsmanagerin des Monega Global Corporates Plus, in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.
Die Renditen von risikoarmen, festverzinslichen Wertpapieren wie Staatsanleihen und Pfandbriefen würden durch die „Quantitative Easing-Programme" der Europäischen Zentralbank massiv beeinflusst - so massiv, dass zum Beispiel Bundesanleihen bis in den achtjährigen Bereich negative Renditen aufwiesen. Wer derzeit eine zehnjährige Bundesanleihe zum aktuellen Kurs erwerbe, könne nur noch mit einem jährlichen Ertrag von ca. 0,21 Prozent rechnen, wenn er die Anleihe bis zur Endfälligkeit halte. Für die Haushaltslage Deutschlands sei diese Entwicklung ein Segen. Für Anleger und Vorsorgesparer seien die Nullzinsen dagegen ein echtes Problem, heißt es.
Etwas besser sehe es bei Unternehmensanleihen aus. Auf Euro lautende Unternehmensanleihen guter Bonität, so genannte EUR Corporates, wiesen aufgrund ihres signifikanten Renditeaufschlags gegenüber Staatsanleihen immerhin eine Rendite von 1,12 Prozent auf. Noch attraktiver seien globale Unternehmensanleihen, die aktuell eine laufende Rendite von 2,5 bis 3 Prozent vor Währungsabsicherung böten. US Corporates seien mit einer Rendite von gut drei Prozent (bei Duration 5) dabei besonders interessant. Zum einen liege die Basiskurve der jeweiligen US-Staatsanleihen ca. 170 Basispunkte über der Kurve von Bundesanleihen - was historisch sehr hoch sei. Zum anderen seien die Spreads der Unternehmens- über Staatsanleihen in den USA höher als in Euroland. Dies führe dazu, dass selbst bei einer kompletten Absicherung des US-Dollars auf ein Jahr eine Mehrrendite von 150 bis 160 Basispunkten gegenüber Bundesanleihen und ca. 15 Basispunkten gegenüber EUR Corporates verblieben, heißt es weiter.
„Wir halten die Anlage in Unternehmensanleihen auch im weiteren Jahresverlauf für attraktiv. Die Verschuldung der Unternehmen ist seit der Finanzkrise weniger stark gestiegen als die der Staaten. Bei Non-Financial Corporates ist der Zinsvorsprung gegenüber Staatsanleihen nach wie vor hoch, die noch zufriedenstellende wirtschaftliche Entwicklung sollte die Ausfallraten zudem gering halten. Bei Financial Corporates sind die Aufschläge gegenüber Industrieanleihen noch einmal etwas höher, was die regulatorischen Anforderungen im Finanzbereich widerspiegelt. Die weltweite Anlage in Unternehmensanleihen bringt in unsicheren Zeiten wie diesen noch weitere Vorteile mit sich: Erstens verringert eine größere Auswahl von Regionen die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Zinsmärkte, was zu einer höheren Diversifizierung beiträgt. Zweitens werden Unternehmensanleihen oft in lokaler Währung ausgegeben. Wer also Anleihen von Emittenten aus den USA oder Großbritannien zeichnet, bekommt in der Regel auch US-Dollar oder britische Pfund ins Depot. Abgesehen von der auch für Währungen geltenden Diversifizierungsregel ist die Entwicklung vieler Währungspaare gering oder gegenläufig korreliert zur Entwicklung von DAX oder REXP“, so Klein.
Passende Produkte
WKN | Long/Short | KO | Hebel | Laufzeit | Bid | Ask |
---|
Keine Kommentare
Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.