GBE Börsenbrief – KW 38/2026
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Moin aus Hamburg!
An den Börsen sorgten in dieser Woche gleich mehrere Themen für Bewegung. Steigende Ölpreise, die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank sowie die Entwicklung von Inflation und Anleiherenditen beeinflussten das Marktgeschehen. Besonders die anhaltenden geopolitischen Spannungen sorgten für kräftige Bewegungen am Energiemarkt. Brent stieg zeitweise über 108 US-Dollar je Barrel, während WTI die Marke von 100 US-Dollar überschritt. Damit rückten auch die möglichen Folgen der hohen Energiepreise für die Inflation und die weitere Geldpolitik stärker in den Vordergrund.
Passend dazu sorgte die Europäische Zentralbank am Donnerstag für einen weiteren wichtigen Impuls. Die EZB erhöhte ihre drei Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte. Der Einlagenzins steigt damit auf 2,50 Prozent. Als Grund nannte die Notenbank vor allem den anhaltenden Inflationsdruck. Die Inflation im Euroraum war im August auf 3,3 Prozent gestiegen, wobei insbesondere die höheren Energiepreise eine wichtige Rolle spielten. Damit bleibt die Frage, wie lange die Zinsen auf einem erhöhten Niveau bleiben müssen, weiterhin ein entscheidendes Thema für die Märkte.
Diese Entwicklung machte sich schließlich auch am Anleihemarkt bemerkbar. Die Renditen zogen sowohl in Europa als auch in den USA deutlich an. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg zeitweise auf rund 4,95 Prozent, während auch die Renditen deutscher Bundesanleihen weiter zulegten. Höhere Renditen verteuern die Finanzierung und erhöhen gleichzeitig die Konkurrenz für Aktien durch festverzinsliche Anlagen. Die Kombination aus hohen Ölpreisen, erhöhtem Inflationsdruck und steigenden Renditen sorgte daher im Wochenverlauf für eine insgesamt vorsichtigere Stimmung an den Aktienmärkten.
Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.
Aufgrund von hoher Volatilität ist es möglich, dass einzelne Kursmarken bereits erreicht wurden. Der Börsenbrief wird am Nachmittag bei laufendem Handel erstellt.
Quelle:
https://www.ecb.europa.eu
Die nächsten GBE Live-Webinare
Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.
- Montag, 14. September 2026 um 8:45 Uhr (GBE Marktcheck):
Hier geht es zur Registrierung - Mittwoch, 16. September 2026 um 08:45 Uhr (GBE Marktupdate):
Hier geht es zur Registrierung
Wir freuen uns auf deine Teilnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer
DAX Tageschart (DE40.c)
Rückblick:
Aktuell scheint sich die typische September-Saisonalität bemerkbar zu machen. Statistisch gesehen zählt der September zu den schwächsten Börsenmonaten des Jahres. Seit seinem Allzeithoch vom 28. August hat der DAX bis zum bisherigen Tief knapp 5 Prozent verloren. Auch in dieser Woche setzte sich die Abwärtsbewegung fort, wobei der Index mehrere wichtige Unterstützungsmarken unterschritt.
Charttechnischer Ausblick:
Der DAX hat beim Blick auf das aktuelle Chartbild derzeit wenig Grund zum Feiern. Zum Freitag ist der Index jedoch wieder in die Bollinger-Bänder zurückgekehrt, was in den kommenden Tagen eine Gegenbewegung begünstigen könnte. Ein erstes mögliches Ziel liegt bei 25.664 Punkten. Anschließend könnte die 50-Tage-Linie bei 25.746 Punkten angelaufen werden. Eine größere Hürde wartet im Bereich zwischen 25.846 und 25.903 Punkten. Gelingt dem DAX auch der Sprung über diese Zone, könnten anschließend wieder Bereiche um 26.000 Punkte oder darüber in den Blick rücken.
Die Abwärtsdynamik könnte sich allerdings auch fortsetzen und den Index in tiefere Bereiche führen. Die Marke bei 25.513 Punkten wurde bereits am Freitag angelaufen und stellt eine erste kleinere Unterstützung dar. Darunter wartet bei 25.270 Punkten eine weitere wichtige Marke. Gleichzeitig würde der DAX damit in das noch offene Gap vom 27. Juli laufen. Eine größere Unterstützungszone befindet sich anschließend zwischen 25.155 und 25.000 Punkten. In diesem Bereich kam es bereits in der Vergangenheit mehrfach zu stärkeren Kursbewegungen.
Unterstützungen:
- 25.413 Punkte
- 25.270 Punkte
- 25.155 Punkte
- 25.000 Punkte
Widerstände:
- 25.664 Punkte
- 25.846 / 25.903 Punkte
- 25.997 Punkte
- 26.069 Punkte
EUR/USD Tageschart (EURUSDc)
Rückblick:
Das Währungspaar EUR/USD befindet sich derzeit in Lauerstellung und wartet auf neue Impulse, die unter anderem von den Inflationsdaten oder der US-Notenbank Fed ausgehen könnten. In dieser Woche zeigte sich das Währungspaar vergleichsweise ruhig und bewegte sich mit eher geringer Volatilität. Dabei wurde die 200-Tage-Linie im Bereich von 1,1631 US-Dollar erneut getestet, ein nachhaltiger Anstieg über diese Marke gelang jedoch nicht.
Charttechnischer Ausblick:
Zum Freitag fällt der EUR/USD unter den wichtigen Bereich bei 1,1605 US-Dollar. Dennoch könnte es von hier aus zu einer Aufwärtsbewegung kommen, da in diesem Bereich mehrere charttechnische Marken eine größere Unterstützungszone bilden. Auf der Oberseite warten zunächst die bekannten Marken bei 1,1617, 1,1631 und 1,1650 US-Dollar. Erst wenn das Währungspaar diese Bereiche überwinden kann, würde sich das Chartbild wieder etwas freundlicher gestalten. Eine weitere wichtige Widerstandszone liegt zwischen 1,1667 und 1,1681 US-Dollar. Hier prallte der Kurs bereits Ende August deutlicher nach unten ab.
Auf der Unterseite liegt eine erste mögliche Unterstützung bei 1,1584 US-Dollar. Zusätzliche Relevanz erhält dieser Bereich durch ein etwas tiefer liegendes 38,2-Prozent-Fibonacci-Retracement. Das mittlere Bollinger-Band verläuft derzeit bei rund 1,1556 US-Dollar. Sollten neue Wirtschaftsdaten für weiteren Abwärtsdruck sorgen, könnte auch die Marke bei 1,1520 US-Dollar wieder in den Blick rücken.
Unterstützungen:
- 1,1584 / 1,1574 US-Dollar
- 1,1557 US-Dollar
- 1,1520 US-Dollar
- 1,1497 US-Dollar
Widerstände:
- 1,1605 / 1,1617 US-Dollar
- 1,1631 US-Dollar
- 1,1667 US-Dollar
- 1,1681 US-Dollar
Gold Tageschart (XAUUSD)
Rückblick:
Der Goldpreis geriet in dieser Woche erneut unter Druck und fiel unter die wichtige Unterstützung bei 4.414 US-Dollar. In der Folge setzte sich die Abwärtsbewegung bis in den Bereich von 4.300 US-Dollar fort. Damit nähert sich Gold einer wichtigen charttechnischen Zone, die für die weitere Entwicklung entscheidend werden könnte. Sollte auch dieser Bereich nachhaltig unterschritten werden, könnte der Bereich um 4.000 US-Dollar abermals in den Fokus rücken. Neue Impulse könnten dabei vor allem von den kommenden Inflationsdaten aus den USA ausgehen.
Charttechnischer Ausblick:
Charttechnisch ist Gold inzwischen an einer wichtigen Unterstützungszone bei 4.298 US-Dollar angekommen. Diese Marke trifft auf ein 38,2-Prozent-Fibonacci-Retracement aus dem Wochenchart und könnte dem Goldpreis zunächst Halt geben. Kommt es von hier aus zu einer Gegenbewegung, liegen erste mögliche Ziele bei 4.381 und 4.414 US-Dollar. Darüber verläuft das mittlere Bollinger-Band nahe der Marke aus dem Tageschart bei 4.469 US-Dollar. Die 200-Tage-Linie befindet sich zudem in der Nähe des 61,8-Prozent-Fibonacci-Retracements bei rund 4.530 US-Dollar.
Noch hält die Unterstützung bei 4.298 US-Dollar. Nur wenige Dollar darunter verlaufen zusätzlich die 50-Tage-Linie und das untere Bollinger-Band. Dennoch können Wirtschaftsdaten oder geopolitische Nachrichten jederzeit für stärkere Kursbewegungen sorgen. Daher sollten auch die etwas weiter entfernten Unterstützungen bei 4.206 und 4.156 US-Dollar im Blick behalten werden. Auch 4.109 und 4.074 US-Dollar sind mögliche Ziele.
Unterstützungen:
- 4.298 US-Dollar
- 4.206 US-Dollar
- 4.156 US-Dollar
- 4.109 US-Dollar
Widerstände:
- 4.381 US-Dollar
- 4.414 US-Dollar
- 4.469 US-Dollar
- 4.530 US-Dollar
S&P 500 Tageschart (US500.c)
Rückblick:
Auch beim S&P 500 setzte sich die Abwärtsbewegung in dieser Woche weiter fort. Nachdem der Index bereits in der Vorwoche den Bereich bei 7.749 Punkten getestet hatte, nahm der Verkaufsdruck zuletzt weiter zu. Dabei wurden sowohl das mittlere Bollinger-Band als auch kurzzeitig die Marke bei 7.260 Punkten unterschritten. Dieser Bereich ist aus charttechnischer Sicht besonders interessant, da hier gleich mehrere Unterstützungen zusammenlaufen. Neben einer wichtigen Marke aus dem Tageschart befinden sich dort ein 38,2-Prozent-Fibonacci-Retracement, das untere Bollinger-Band sowie die 50-Tage-Linie.
Charttechnischer Ausblick:
Der Index findet derzeit Halt im Bereich von 7.620 Punkten, einer charttechnisch wichtigen Marke. Für die weitere Entwicklung dürften allerdings auch die Inflationsdaten aus den USA sowie die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche eine wichtige Rolle spielen. Auf der Oberseite wäre zunächst etwas Luft bis zum Bereich bei 7.692 Punkten, wo ein 23,6-Prozent-Fibonacci-Retracement verläuft. Etwas darüber kommt eine diagonale Abwärtstrendlinie bei derzeit rund 7.724 Punkten ins Spiel. Anschließend könnte erneut die Zone um 7.749 Punkte getestet werden. Hier kam es bereits in den vergangenen drei Handelswochen mehrfach zu deutlicheren Rücksetzern.
Sollte die wichtige Unterstützung bei 7.620 Punkten hingegen nachhaltig unterschritten werden, könnte die Abwärtsbewegung an Dynamik gewinnen. In diesem Bereich treffen gleich mehrere charttechnische Faktoren aufeinander: eine Marke aus dem Tageschart, die 50-Tage-Linie, das untere Bollinger-Band sowie ein Fibonacci-Retracement. Mögliche Ziele auf der Unterseite liegen anschließend bei 7.591, 7.554 und 7.531 Punkten. Bei stärkerem Abwärtsdruck könnten auch die tiefer liegenden Bereiche bei 7.494 oder 7.445 Punkten wieder in den Blick rücken.
Unterstützungen:
- 7.620 Punkte
- 7.591 Punkte
- 7.554 Punkte
- 7.531 Punkte
Widerstände:
- 7.692 Punkte
- 7.724 Punkte
- 7.749 Punkte
- 7.793 Punkte
Die kommenden Wirtschaftstermine
Den vollständigen Wirtschaftskalender kannst du auf der MQL5-Website einsehen.
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