GBE Börsenbrief – KW 39/2026
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Moin aus Hamburg!
Die US-Notenbank Fed stand in dieser Handelswoche klar im Mittelpunkt. Nach ihrer zweitägigen Sitzung erhöhte sie den Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Damit reagiert die Notenbank auf den weiterhin erhöhten Inflationsdruck, während sich die US-Wirtschaft insgesamt robust zeigt.
Neben der Zinsentscheidung richteten sich die Blicke vor allem auf die neuen Wirtschaftsprojektionen, die sogenannten Dot Plots. Diese zeigen, dass die Fed-Mitglieder derzeit von einem länger erhöhten Zinsniveau ausgehen. Gleichzeitig wurden die Erwartungen für das US-Wirtschaftswachstum leicht angehoben und die Prognose für die Arbeitslosenquote gesenkt. Die Inflation bleibt dagegen weiterhin eine der größten Herausforderungen.
Auch die anschließende Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh wurde aufmerksam verfolgt. Im Mittelpunkt stand vor allem die Frage, wie die Fed ihren weiteren Zinspfad gestaltet und gleichzeitig die Inflation wieder in Richtung des Zwei-Prozent-Ziels bringen will.
Für zusätzliche Unsicherheit sorgte der Handelskonflikt zwischen den USA und Kanada. Nach neuen US-Strafzöllen reagierte Kanada mit Gegenmaßnahmen auf verschiedene US-Waren. Gleichzeitig rückt auch die Europäische Union stärker in den Fokus. Weitere Zollandrohungen aus Washington zeigen, dass die internationalen Handelskonflikte neben der Geldpolitik weiterhin ein wichtiges Thema für die Finanzmärkte bleiben.
Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.
Aufgrund von hoher Volatilität ist es möglich, dass einzelne Kursmarken bereits erreicht wurden. Der Börsenbrief wird am Nachmittag bei laufendem Handel erstellt.
Quelle:
https://www.federalreserve.gov
https://www.canada.ca/en/department-finance
Die nächsten GBE Live-Webinare
Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.
- Montag, 21. September 2026 um 8:45 Uhr (GBE Marktcheck):
Hier geht es zur Registrierung - Mittwoch, 23. September 2026 um 08:45 Uhr (GBE Marktupdate):
Hier geht es zur Registrierung
Wir freuen uns auf deine Teilnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer
DAX Tageschart (DE40.c)
Rückblick:
Zum Auftakt der Handelswoche geriet der deutsche Leitindex nochmals deutlich unter Druck. Erst im Bereich zwischen 25.270 und 25.115 Punkten fand der DAX Unterstützung. Dort befand sich noch ein offenes Gap (Kurslücke) vom 27. Juli. Anschließend setzte eine Erholungsbewegung ein, die den Index bis an die 50-Tage-Linie führte.
Charttechnischer Ausblick:
Am Freitag kam es im DAX erneut zu einem kräftigen Rücksetzer. Im Bereich von 25.513 Punkten könnte der Index nun erneut Unterstützung finden. Ein erstes mögliches Kursziel auf der Oberseite liegt bei 25.664 Punkten. Dieses Niveau wurde bereits am Donnerstag getestet. Wenige Punkte darüber verläuft die 50-Tage-Linie bei aktuell 25.769 Punkten. Eine größere Widerstandszone befindet sich zwischen 25.846 und 25.903 Punkten. Innerhalb dieser Zone verläuft zudem das mittlere Bollinger-Band. Weitere mögliche Ziele auf der Oberseite liegen bei 25.997 und 26.069 Punkten.
Trotz der zwischenzeitlichen Erholung bleibt auch die Unterseite im Blick. Fällt der DAX erneut unter die Marke von 25.513 Punkten, könnten zunächst 25.413 und anschließend 25.270 Punkte in den Fokus rücken. Auch ein erneuter Test des Wochentiefs bei 25.155 Punkten wäre dann möglich. Der dortige Unterstützungsbereich erstreckt sich bis etwa 25.000 Punkte.
Unterstützungen:
- 25.413 Punkte
- 25.270 Punkte
- 25.155 Punkte
- 25.000 Punkte
Widerstände:
- 25.664 Punkte
- 25.846 / 25.903 Punkte
- 25.997 Punkte
- 26.069 Punkte
EUR/USD Tageschart (EURUSDc)
Rückblick:
Die Zinserhöhung der US-Notenbank Fed auf bis zu 4,0 Prozent sowie die Aussicht auf eine weitere Anhebung noch in diesem Jahr sorgten für einen stärkeren US-Dollar. In der Folge geriet der EUR/USD deutlich unter Druck. Dabei wurde die 50-Tage-Linie nach unten durchbrochen. Auch mehrere wichtige charttechnische Marken konnten dem Abwärtsdruck nicht standhalten.
Charttechnischer Ausblick:
Das Währungspaar ist in den vergangenen Tagen deutlich gefallen, während sich der RSI mittlerweile dem überverkauften Bereich nähert. Von hier aus könnte es möglicherweise zu einer Gegenbewegung kommen. Ein erstes mögliches Ziel liegt beim 61,8-Prozent-Retracement der letzten größeren Aufwärtsbewegung bei 1,1489 US-Dollar. Knapp darüber befindet sich eine Marke aus dem Tageschart bei 1,1497 US-Dollar. Der Bereich um 1,1520 US-Dollar, der bis Mittwoch noch als Unterstützung diente, stellt nach dem Bruch infolge der Zinsentscheidung nun einen möglichen Widerstand dar. Bei 1,1532 US-Dollar treffen zudem die 50-Tage-Linie und das 50,0-Prozent-Fibonacci-Retracement aufeinander.
Die Abwärtsbewegung könnte sich allerdings auch weiter fortsetzen. Eine nächste mögliche Unterstützung liegt bei 1,1434 US-Dollar, wo eine Marke aus dem Tageschart auf das 78,6-Prozent-Retracement trifft. Sollte auch dieser Bereich keinen ausreichenden Halt bieten, könnten anschließend die Marken bei 1,1415 und 1,1391 US-Dollar in den Fokus rücken. Darunter wäre auch ein Rücklauf bis zum Ausgangspunkt der letzten Aufwärtsbewegung bei 1,1354 US-Dollar möglich.
Unterstützungen:
- 1,1434 US-Dollar
- 1,1415 US-Dollar
- 1,1391 US-Dollar
- 1,1354 US-Dollar
Widerstände:
- 1,1489 / 1,1497 US-Dollar
- 1,1520 US-Dollar
- 1,1532 US-Dollar
- 1,1574 US-Dollar
Gold Tageschart (XAUUSD)
Rückblick:
Direkt zum Start in die Handelswoche setzte der Goldpreis die Abwärtsbewegung der Vorwoche zunächst fort. Zur Wochenmitte, am Mittwoch und damit am Tag der Zinsentscheidung der Fed, konnte das Edelmetall jedoch eine Gegenbewegung einleiten. Nun steht Gold erneut vor einem wichtigen Widerstandsbereich bei rund 4.381 US-Dollar.
Charttechnischer Ausblick:
Der Goldpreis hat zuletzt die 50-Tage-Linie erreicht und konnte von dort aus wieder nach oben drehen. Diese Erholungsbewegung könnte sich in den kommenden Tagen fortsetzen. Aktuell steht Gold vor dem wichtigen Widerstandsbereich zwischen 4.381 und 4.414 US-Dollar. Knapp oberhalb der Marke von 4.414 US-Dollar verläuft zudem das mittlere Bollinger-Band. Kann Gold diesen Bereich überwinden, könnte anschließend die Marke bei 4.469 US-Dollar in den Fokus rücken. Die 200-Tage-Linie verläuft aktuell im Bereich des nächsten Widerstands bei 4.550 US-Dollar.
Kurzfristig befindet sich der Goldpreis allerdings weiterhin in einem Abwärtstrend, der sich in den kommenden Tagen fortsetzen könnte. Eine erste potenzielle Unterstützung liegt bei 4.298 US-Dollar. Knapp darunter verläuft derzeit auch die 50-Tage-Linie. Sollte dieser Bereich nach unten durchbrochen werden, wartet bei 4.206 US-Dollar eine weitere mögliche Unterstützung. Das untere Bollinger-Band verläuft aktuell bei rund 4.187 US-Dollar. Darunter befindet sich bei 4.156 US-Dollar eine weitere bereits bekannte Unterstützungsmarke.
Unterstützungen:
- 4.298 US-Dollar
- 4.206 US-Dollar
- 4.156 US-Dollar
- 4.109 US-Dollar
Widerstände:
- 4.381 US-Dollar
- 4.414 US-Dollar
- 4.469 US-Dollar
- 4.550 US-Dollar
S&P 500 Tageschart (US500.c)
Rückblick:
Ähnlich wie beim Goldpreis ging es auch für den S&P 500 zum Wochenstart zunächst weiter nach unten. Am Mittwoch setzte der Index im Unterstützungsbereich zwischen 7.554 und 7.531 Punkten zu einer Gegenbewegung an. Am Donnerstag konnte die 50-Tage-Linie wieder überwunden werden, bevor am Freitag sogar das mittlere Bollinger-Band getestet wurde.
Charttechnischer Ausblick:
Am Donnerstag und Freitag zeigte der S&P 500 eine kräftige Aufwärtsbewegung, die sich in den kommenden Tagen möglicherweise fortsetzen könnte. Am Freitag wurde bereits das mittlere Bollinger-Band bei 7.660 Punkten getestet. Bei 7.692 Punkten wartet eine weitere Widerstandsmarke aus dem Tageschart. Etwas stärker könnte der Widerstand bei 7.749 Punkten ausfallen. An dieser Marke prallte der Index bereits am 28. August und 4. September deutlicher nach unten ab. Zudem verläuft hier aktuell das obere Bollinger-Band. Sollte es dem S&P 500 gelingen, diese Hürden zu überwinden, könnte anschließend das aktuelle Allzeithoch bei 7.816 Punkten in den Fokus rücken.
Auch die Unterseite sollte weiterhin im Blick behalten werden, denn die Bewegungen vom Dienstag und Mittwoch haben gezeigt, wie schnell der Index unter Druck geraten kann. Eine erste mögliche Unterstützung liegt bei 7.620 Punkten. Diese bereits bekannte Chartmarke wird aktuell zusätzlich durch die 50-Tage-Linie verstärkt. Eine weitere Unterstützung folgt bei 7.591 Punkten. Darunter liegt bei 7.555 Punkten das 50,0-Prozent-Fibonacci-Retracement der letzten Aufwärtsbewegung.
Unterstützungen:
- 7.620 Punkte
- 7.591 Punkte
- 7.554 Punkte
- 7.531 Punkte
Widerstände:
- 7.660 Punkte
- 7.692 Punkte
- 7.749 Punkte
- 7.793 Punkte
Die kommenden Wirtschaftstermine
Den vollständigen Wirtschaftskalender kannst du auf der MQL5-Website einsehen.
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