GBE Börsenbrief – KW 41/2026
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Moin aus Hamburg!
Die internationalen Aktienmärkte zeigten sich in dieser Handelswoche erneut schwankungsanfällig. Vor allem die weiterhin hohen Renditen am US-Anleihemarkt sorgten zeitweise für Belastung. Steigende Renditen erhöhen die Attraktivität festverzinslicher Anlagen und können gleichzeitig den Bewertungsdruck auf Aktien erhöhen. Besonders zinssensitive Wachstums- und Technologiewerte reagieren häufig empfindlich auf größere Bewegungen am Anleihemarkt.
Auf Konjunkturseite rückte zur Wochenmitte der PCE-Preisindex aus den USA in den Fokus. Die Inflationsdaten fielen dabei deutlich niedriger aus als im Vorfeld erwartet und wurden von den Marktteilnehmern positiv aufgenommen. Insbesondere der geringere Preisdruck stärkte die Hoffnung, dass die US-Notenbank bei ihrer weiteren Geldpolitik mehr Spielraum erhält. Die Aussicht auf eine weniger restriktive Fed sorgte entsprechend für Unterstützung an den Aktienmärkten und etwas Entspannung bei den Zinserwartungen.
Zum Abschluss der Handelswoche richtet sich der Blick nun auf den US-Arbeitsmarkt. Am heutigen Freitag werden die Nonfarm Payrolls für September veröffentlicht. Der Bericht dürfte insbesondere mit Blick auf den weiteren geldpolitischen Kurs der Federal Reserve genau beobachtet werden. Im Vorfeld rechnen Ökonomen mit rund 90.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft, nach 162.000 im August. Die Arbeitslosenquote wird weiterhin bei 4,1 Prozent erwartet.
Sollten die Arbeitsmarktdaten deutlich von den Erwartungen abweichen, könnte zum Wochenschluss noch einmal Bewegung in die Aktien-, Anleihe- und Devisenmärkte kommen. Vor allem die Reaktion der US-Renditen dürfte dabei für die Aktienindizes von Bedeutung sein.
Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.
Aufgrund von hoher Volatilität ist es möglich, dass einzelne Kursmarken bereits erreicht wurden. Der Börsenbrief wird am Nachmittag bei laufendem Handel erstellt.
Quelle:
https://www.bea.gov/index.php
Die nächsten GBE Live-Webinare
Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.
- Montag, 05. September 2026 um 8:45 Uhr (GBE Marktcheck):
Hier geht es zur Registrierung - Mittwoch, 07. September 2026 um 08:45 Uhr (GBE Marktupdate):
Hier geht es zur Registrierung
Wir freuen uns auf deine Teilnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer
DAX Tageschart (DE40.c)
Rückblick:
Der DAX setzte auch in dieser Handelswoche seine Abwärtsbewegung fort. Zu Wochenbeginn versuchte der deutsche Leitindex erneut, die Marke bei 25.513 Punkten zu überwinden, konnte sich jedoch nicht nachhaltig darüber behaupten. Am Mittwoch nahm der Verkaufsdruck schließlich deutlich zu. Im Zuge des kräftigen Rücksetzers fiel der DAX bis auf sein Wochentief und testete dabei die orange eingezeichnete 200-Tage-Linie.
Charttechnischer Ausblick:
Der DAX testete am Donnerstag nicht nur die 200-Tage-Linie. In diesem Bereich liegen zusätzlich ein 38,2%-Fibonacci-Retracement aus dem Wochenchart sowie zwei weitere wichtige Marken aus dem Tageschart. Dass diese Unterstützungszone durchaus von Bedeutung ist, zeigte der Index bereits am Freitag mit einer ersten Gegenbewegung. Von hier aus könnte sich die Erholung durchaus noch etwas fortsetzen. Ein erstes Ziel im Bereich von 25.270 Punkten wurde bereits zaghaft getestet. Anschließend könnte sich der DAX bis in die Bereiche bei 25.413 und 25.513 Punkten vorarbeiten. Vor allem an der letztgenannten Marke könnte erneut stärkerer Widerstand aufkommen. Hier treffen gleich zwei Fibonacci-Retracements, eine Marke aus dem Tageschart sowie aktuell die Mittellinie der Bollinger-Bänder zusammen.
Trotz der guten Unterstützung sollte die aktuelle Abwärtsbewegung nicht aus den Augen verloren werden. Auf der Unterseite liegen bei 25.155 und 25.000 Punkten erste mögliche Unterstützungen. Auch der Bereich bei 24.828 Punkten bleibt eine wichtige Unterstützungszone. Sollte diese nachhaltig unterschritten werden, könnten weitere Kursziele bei 24.766 und 24.608 Punkten in den Fokus rücken.
Unterstützungen:
- 25.155 Punkte
- 25.000 Punkte
- 24.828 Punkte
- 24.766 Punkte
Widerstände:
- 25.270 Punkte
- 25.413 Punkte
- 25.513 Punkte
- 25.664 Punkte
EUR/USD Tageschart (EURUSDc)
Rückblick:
Der US-Dollar gewinnt gegenüber dem Euro zunehmend an Stärke. Dadurch wurden beim Währungspaar EUR/USD zuletzt mehrere wichtige Chartmarken nach unten durchbrochen. Da der Euro mittlerweile auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr gefallen ist, lohnt sich in dieser Woche ein Blick auf das größere Bild. Daher steht diesmal der Wochenchart des EUR/USD im Mittelpunkt.
Charttechnischer Ausblick:
Der Euro geriet in dieser Handelswoche deutlich unter Druck und durchbrach dabei eine wichtige Chartmarke bei 1,1354 US-Dollar. Gleichzeitig notiert der Kurs derzeit deutlich unterhalb des unteren Bollinger-Bandes, wodurch eine technische Gegenbewegung nicht ausgeschlossen werden kann. Ein erstes mögliches Ziel liegt bei 1,1275 US-Dollar, gefolgt vom unteren Bollinger-Band, das derzeit bei etwa 1,1328 US-Dollar verläuft. Anschließend rückt die wichtige Schlüsselzone bei 1,1354 US-Dollar in den Fokus, die für den weiteren Kursverlauf von Bedeutung sein könnte. Gelingt es dem Euro, sich zu stabilisieren und diese Marke zurückzuerobern, könnten im weiteren Verlauf die Bereiche bei 1,1434 und 1,1520 US-Dollar in den Fokus rücken.
Die aktuelle Tendenz bleibt jedoch klar abwärtsgerichtet – dafür braucht es derzeit keinen ausgefallenen Indikator. Die Abwärtsbewegung könnte sich in den kommenden Tagen und Wochen weiter fortsetzen. Eine wichtige Unterstützungszone befindet sich im Wochenchart zwischen 1,1177 und 1,1130 US-Dollar. Die letztgenannte Marke entspricht dem 50,0%-Fibonacci-Retracement der vorherigen größeren Aufwärtsbewegung. Etwas darunter verläuft bei aktuell 1,1094 US-Dollar die 200-Tage-Linie, die ebenfalls als mögliche Unterstützung dienen könnte. Sollten sich die Aussichten für den Euro weiter eintrüben, wäre im Wochenchart das 61,8%-Fibonacci-Retracement bei rund 1,0945 US-Dollar ein weiteres mögliches Kursziel.
Unterstützungen:
- 1,1201 US-Dollar
- 1,1177 / 1,1330 US-Dollar
- 1,1094 US-Dollar
- 1,0094 US-Dollar
Widerstände:
- 1,1275 US-Dollar
- 1,1354 US-Dollar
- 1,1434 US-Dollar
- 1,1520 US-Dollar
Gold Tageschart (XAUUSD)
Rückblick:
Das goldene Edelmetall erwischte keinen guten Start in die Handelswoche. Gleich zu Wochenbeginn geriet der Goldpreis deutlich unter Druck und verlor am Montag zeitweise fast 4,0 Prozent. Im Zuge des kräftigen Abverkaufs wurde auch ein wichtiges 61,8%-Fibonacci-Retracement nach unten durchbrochen. Von diesem Rücksetzer konnte sich der Goldpreis im weiteren Wochenverlauf nicht mehr nachhaltig erholen und blieb entsprechend unter Druck.
Charttechnischer Ausblick:
Der Goldchart wirkt derzeit deutlich angeschlagen. Allerdings befindet sich der Goldpreis aktuell in einem Bereich, in dem gleich drei wichtige Chartmarken zusammenlaufen. Diese Unterstützungszone könnte zunächst für eine Gegenbewegung sorgen. Ein erstes mögliches Ziel auf der Oberseite liegt bei 4.206 US-Dollar. Bereits am Mittwoch prallte der Kurs an dieser Marke ab. Darüber folgt bei 4.264 US-Dollar ein 61,8%-Fibonacci-Retracement. Diese Marke diente lange Zeit als Unterstützung, wurde mit dem Bruch am Montag jedoch zum Widerstand. Bei 4.298 US-Dollar treffen eine weitere Marke aus dem Tageschart und die Mittellinie der Bollinger-Bänder zusammen. Darüber wartet bei 4.346 US-Dollar das 50,0%-Fibonacci-Retracement.
Auf der Unterseite hat die Unterstützung bei 4.109 US-Dollar weiterhin Bestand. Anschließend folgt bei 4.074 US-Dollar eine Kreuzunterstützung, an der eine horizontale und eine diagonale Chartlinie zusammentreffen. Sollte erneut stärkerer Abwärtsdruck aufkommen und auch dieser Bereich nicht halten, könnten die Marke bei 4.042 US-Dollar sowie der Ausgangspunkt der letzten größeren Aufwärtsbewegung bei rund 4.000 US-Dollar in den Fokus rücken.
Unterstützungen:
- 4.109 US-Dollar
- 4.074 US-Dollar
- 4.043 US-Dollar
- 4.000 US-Dollar
Widerstände:
- 4.206 US-Dollar
- 4.264 US-Dollar
- 4.298 US-Dollar
- 4.346 US-Dollar
S&P 500 Tageschart (US500.c)
Rückblick:
Auch der S&P 500 erwischte keinen optimalen Start in die neue Handelswoche. Im Vergleich zu anderen Indizes fiel die Abwärtsbewegung jedoch weniger deutlich aus. Mehrfach fand der Index Unterstützung an der Unterseite eines Trendkanals. In diesem Bereich verliefen zudem das mittlere Bollinger-Band sowie die blaue 50-Tage-Linie, wodurch sich eine wichtige Unterstützungszone bildete.
Charttechnischer Ausblick:
An der aktuellen Unterstützungszone könnte sich der S&P 500 wieder deutlicher nach oben abstoßen. Erste mögliche Ziele liegen bei 7.749 und 7.770 Punkten. Nur wenige Punkte darüber verläuft derzeit das obere Bollinger-Band. Eine weitere Widerstandszone erstreckt sich von 7.792 bis 7.816 Punkte, wobei die letztgenannte Marke das aktuelle Allzeithoch darstellt. Gelingt dem Index der Ausbruch über diesen Bereich, könnte sich der Blick auf ein potenzielles neues Allzeithoch bei 7.859 Punkten richten.
Auf der Unterseite treffen derzeit gleich drei wichtige Unterstützungen aufeinander. Dennoch ist ein Bruch dieses Bereichs nicht ausgeschlossen. In diesem Fall würde der S&P 500 in einen alten Trendkanal zurückfallen. Die Marke bei 7.620 Punkten bleibt dabei eine zentrale Unterstützung, die für den weiteren Verlauf des Index von Bedeutung sein könnte. Auch die 7.591 Punkte sind als bekannte Marke aus dem Tageschart weiterhin relevant. Darunter verläuft das untere Bollinger-Band derzeit in der Nähe des 50,0-%-Retracements der letzten größeren Aufwärtsbewegung. Eine weitere Unterstützung folgt bei 7.531 Punkten.
Unterstützungen:
- 7.657 Punkte
- 7.620 Punkte
- 7.591 Punkte
- 7.554 Punkte
Widerstände:
- 7.749 Punkte
- 7.793 Punkte
- 7.805 Punkte
- 7.816 Punkte
Die kommenden Wirtschaftstermine
Den vollständigen Wirtschaftskalender kannst du auf der MQL5-Website einsehen.
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