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Kommentar
15:00 Uhr, 31.07.2026

GBE Börsenbrief – KW 32/2026


Moin aus Hamburg!

Die US-Notenbank (Fed) beließ den Leitzins wie erwartet unverändert in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Für Aufmerksamkeit sorgte jedoch die anschließende Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh. Zwar bekräftigte er das Ziel, die Inflation nachhaltig auf 2 % zurückzuführen, konkrete Hinweise auf den weiteren Zinspfad vermied er jedoch. Diese zurückhaltende Kommunikation verunsicherte die Anleger zunächst deutlich. Die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen stiegen auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten, bevor sich die Aktienmärkte im weiteren Wochenverlauf wieder stabilisieren konnten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der US-Berichtssaison. Vor allem die Zahlen der großen Technologiekonzerne standen im Fokus. Microsoft überzeugte mit einem starken Cloud-Geschäft und einer anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Lösungen. Auch Amazon und Apple lieferten solide Ergebnisse, während Meta trotz hoher Investitionen in künstliche Intelligenz gemischte Reaktionen auslöste. Insgesamt bestätigten die Quartalszahlen, dass die großen Technologieunternehmen weiterhin kräftig in den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur investieren.

Für zusätzliche Dynamik sorgte ein Rebound im KI- und Halbleitersektor. Nachdem die Branche in den vergangenen Tagen deutlich unter Druck geraten war, griffen Anleger wieder zu. Besonders Chipwerte wie Nvidia sowie weitere KI-nahe Unternehmen konnten sich spürbar erholen. Unterstützt wurde die Aufwärtsbewegung von den überwiegend positiven Quartalszahlen sowie der Erwartung, dass die Nachfrage nach KI-Hardware und Rechenleistung langfristig hoch bleiben dürfte. Dadurch konnten insbesondere der Nasdaq und zahlreiche Technologieaktien ihre zwischenzeitlichen Verluste wieder deutlich reduzieren.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.

Aufgrund von hoher Volatilität ist es möglich, dass einzelne Kursmarken bereits erreicht wurden. Der Börsenbrief wird am Nachmittag bei laufendem Handel erstellt.

Quelle:
https://www.financialexpress.com/market/global-markets/us-fed-reserve-meeting-live-updates-2026-today-us-federal-rate-cut-date-time-kevin-warsh-speech/4305658/

Die nächsten GBE Live-Webinare

Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer

DAX Tageschart (DE40.c)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Der deutsche Leitindex startete mit einem deutlichen Aufwärts-Gap von rund 300 Punkten in die neue Handelswoche. Sowohl am Montag als auch am Dienstag und Mittwoch testete der DAX mehrfach den wichtigen charttechnischen Widerstand bei 25.513 Punkten. Nachdem diese Hürde schließlich mit Dynamik überwunden werden konnte, setzte sich die Aufwärtsbewegung fort. Auch am Freitag knüpfte der Index an die positive Entwicklung an und notiert nun unmittelbar vor einem neuen Allzeithoch.

Charttechnischer Ausblick:

Während ich diesen Börsenbrief schreibe, prallt der DAX im Bereich seines aktuellen Allzeithochs bei 25.903 Punkten leicht nach unten ab. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass der deutsche Leitindex in der kommenden Handelswoche nicht den Sprung auf ein neues Rekordhoch schaffen kann.
Nach dem bisherigen Allzeithoch bei 25.903 Punkten wartet bereits der nächste Widerstand bei 25.997 Punkten. Auch die knapp darüber liegende Marke bei 26.069 Punkten dürfte im Zusammenspiel mit der psychologisch wichtigen 26.000-Punkte-Marke eine entscheidende Rolle spielen. Gelingt der Ausbruch über diese Zone, rücken die nächsten Kursziele bei 26.339 und 26.394 Punkten in den Fokus.

Nach dem leichten Rücksetzer auf hohem Niveau lohnt sich jedoch auch ein Blick auf die Unterstützungszonen. Eine erste wichtige Unterstützung befindet sich bei 25.513 Punkten. An dieser Marke hatte der DAX zu Wochenbeginn mehrfach zu kämpfen, bevor schließlich der Ausbruch auf neue Hochs gelang. Sollte der Index diese Unterstützung wieder nach unten durchbrechen, wären zunächst Rücksetzer in den Bereich von 25.270 Punkten denkbar. Darunter rückt die Unterstützungszone zwischen 25.155 und 25.000 Punkten in den Fokus. In diesem Bereich verläuft derzeit auch die 50-Tage-Linie, wodurch die Zone zusätzlich an charttechnischer Bedeutung gewinnt.

Unterstützungen:

  • 25.513 Punkte
  • 25.270 Punkte
  • 25.115 Punkte
  • 25.000 Punkte

Widerstände:

  • 25.846 / 25.903 Punkte
  • 25.997 Punkte
  • 26.069 Punkte
  • 26.339 / 26.394 Punkte

EUR/USD Tageschart (EURUSDc)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Das Währungspaar EUR/USD konnte in dieser Woche mit Dynamik aus seiner kurzfristigen Seitwärtsphase nach oben ausbrechen. Auslöser waren vor allem die Zinsentscheidung der US-Notenbank sowie die anschließende Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh. Der US-Dollar geriet daraufhin unter Druck, wodurch der Euro deutlich aufwertete. Vom Wochentief am Dienstag bis zum Wochenhoch am Donnerstag legte das Währungspaar um rund 180 Pips zu und bestätigte damit den kurzfristigen Aufwärtstrend.

Charttechnischer Ausblick:

Auch wenn das Währungspaar zum Wochenschluss wieder etwas nachgegeben hat, könnte der jüngste Aufwärtsimpuls bereits in der kommenden Handelswoche fortgesetzt werden. Als erste Hürden warten die Widerstände bei 1,1497 und 1,1520 US-Dollar. Beide Marken wurden am Donnerstag bereits überschritten, konnten am Freitag jedoch nicht nachhaltig verteidigt werden. Gelingt dem EUR/USD ein erneuter Anstieg über diese Bereiche, dürfte anschließend die wichtige Widerstandszone bei 1,1584 US-Dollar in den Fokus rücken. Dort kam es am 17. Juni zu einem deutlichen Abverkauf, weshalb dieser Bereich charttechnisch von besonderer Bedeutung ist.

Der Ausbruch auf der Oberseite ist zunächst gelungen, dennoch bleibt das Risiko einer erneuten Korrektur bestehen. Eine erste wichtige Unterstützung liegt bei 1,1469 US-Dollar, einer Marke, die im Juli bereits mehrfach angelaufen wurde. Darunter folgt das 61,8 %-Fibonacci-Retracement bei 1,1434 US-Dollar. Etwas tiefer verläuft derzeit das mittlere Bollinger Band bei 1,1421 US-Dollar, das nahezu mit der horizontalen Unterstützung bei 1,1416 US-Dollar zusammenfällt. Diese Konstellation bildet eine technisch interessante Unterstützungszone, die bei einer erneuten Schwächebewegung in den Fokus der Marktteilnehmer rücken dürfte.

Unterstützungen:

  • 1,1469 US-Dollar
  • 1,1434 US-Dollar
  • 1,1415 US-Dollar
  • 1,1391 US-Dollar

Widerstände:

  • 1,1497 US-Dollar
  • 1,1520 US-Dollar
  • 1,1584 US-Dollar
  • 1,1605 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Trotz der ausgebliebenen Zinserhöhung durch die US-Notenbank konnte der Goldpreis in dieser Woche keine nachhaltige Aufwärtsdynamik entwickeln. Zwar sorgten die Fed-Entscheidung und die anschließende Pressekonferenz am Mittwoch und Donnerstag kurzfristig für steigende Kurse, doch bereits am Freitag setzte erneut eine Gegenbewegung ein. Damit bleibt Gold weiterhin in seiner Seitwärts- bis Abwärtsphase gefangen und notiert nahezu auf dem gleichen Niveau wie zu Beginn der vergangenen Woche.

Charttechnischer Ausblick:

Beim Edelmetall Gold hat sich in der vergangenen Handelswoche nur wenig verändert. Viele Marktteilnehmer warten weiterhin auf einen Ausbruch aus der aktuellen Seitwärtsphase. Bis dahin dürfte der Goldpreis zunächst in seiner bestehenden Handelsspanne verbleiben.Auf der Oberseite warten mehrere wichtige Widerstände. Bereits die Marke bei 4.109 US-Dollar hat in den vergangenen Wochen mehrfach weitere Kursanstiege ausgebremst. Darüber folgt die nächste Widerstandszone bei 4.156 US-Dollar, ehe mit 4.206 US-Dollar ein weiterer charttechnisch relevanter Bereich erreicht werden könnte.

Auch auf der Unterseite befinden sich mehrere potenzielle Unterstützungen. Besonders im Blick stehen die Marken bei 4.000 US-Dollar, 3.973 US-Dollar, 3.928 US-Dollar sowie 3.886 US-Dollar. Diese Preisbereiche könnten bei einer erneuten Abwärtsbewegung eine Rolle spielen.

Unterstützungen:

  • 4.000 US-Dollar
  • 3.973 US-Dollar
  • 3.886 US-Dollar
  • 3.773 US-Dollar

Widerstände:

  • 4.109 US-Dollar
  • 4.156 US-Dollar
  • 4.206 US-Dollar
  • 4.298 US-Dollar

S&P 500 Tageschart (US500.c)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Ein schwacher Wochenstart und ein starkes Comeback – so lässt sich die Entwicklung des S&P 500 in dieser Handelswoche treffend zusammenfassen. Zur Wochenmitte geriet der US-Leitindex deutlich unter Druck und fiel bis kurz vor den wichtigen Unterstützungsbereich bei 7.280 Punkten. Von dort aus setzte am Donnerstag jedoch eine kräftige Gegenbewegung ein. Der S&P 500 machte seine Wochenverluste vollständig wett.

Charttechnischer Ausblick:

Der S&P 500 zeigte sich in der vergangenen Handelswoche äußerst volatil. Auch in der kommenden Woche könnte mit größeren Kursschwankungen zu rechnen sein. Auf der Oberseite warten zunächst zwei kleinere Hürden in Form der 50-Tage-Linie sowie des mittleren Bollinger Bands. Werden diese überwunden, könnte der Index zunächst die Marke bei 7.531 Punkten anlaufen. Gelingt auch der Ausbruch über diesen Widerstand, rückt der Bereich um das aktuelle Allzeithoch in den Fokus. Bei 7.591 Punkten liegt zunächst ein weiterer kleiner Widerstand, ehe bei 7.620 Punkten das derzeitige Allzeithoch wartet.

Auf der Unterseite befindet sich eine erste mögliche Unterstützung bei 7.363 Punkten. Dieses Kursniveau spielte beim dynamischen Abverkauf am Mittwoch jedoch nur eine untergeordnete Rolle. In diesem Bereich verläuft derzeit auch das untere Bollinger Band. Das Wochentief wurde bei 7.291 Punkten markiert und liegt damit nahezu auf dem Verlaufstief vom 26. Juni. Knapp darunter befindet sich eine weitere, bedeutende Unterstützungszone zwischen 7.280 und 7.246 Punkten. Sollte dieser Bereich nach unten verlassen werden, könnte die nächste charttechnisch relevante Unterstützung bei 7.161 Punkten in den Fokus rücken.

Unterstützungen:

  • 7.363 Punkte
  • 7.280 Punkte
  • 7.246 Punkte
  • 7.161 Punkte

Widerstände:

  • 7.445 Punkte
  • 7.531 Punkte
  • 7.591 Punkte
  • 7.620 Punkte

Die kommenden Wirtschaftstermine

Den vollständigen Wirtschaftskalender kannst du auf der MQL5-Website einsehen.

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