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FX-Mittagsbericht: US-Dollar-Rallye setzt sich fort

Der US-Dollar profitiert nach wie vor von der Aussicht auf kräftig weiter steigende US-Leitzinsen infolge der hohen Inflation und dem Anstieg der US-Staatsanleihenrenditen. Hinzu kommen Ängste vor einer globalen Rezession.

Erwähnte Instrumente

  • EUR/USD
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  • GBP/USD
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    Kursstand: 1,05741 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Der US-Dollar setzt zur Wochenmitte auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) seine Rallye auf ein frisches 20-Jahres-Hoch fort. Dabei profitiert der Greenback nach wie vor von der Aussicht auf kräftig weiter steigende US-Leitzinsen infolge der hohen Inflation und dem Anstieg der US-Staatsanleihenrenditen. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen sind jüngst erstmals seit 2010 über die Vier-Prozent-Marke gestiegen.

Die Federal Reserve Bank (Fed) hat im Kampf gegen die hohe Inflation ihren Leitzins seit März um insgesamt 300 Basispunkte auf eine Spanne von nun 3,00 bis 3,25 Prozent angehoben. Weitere kräftige Zinsanhebungen bei den nächsten Sitzungen sind bereits angekündigt.

Dies wurde am Dienstag von den Fed-Vertretern Charles Evans, Präsident der Fed in Chicago, James Bullard, Präsident der Fed in St. Louis, und Neel Kashkari, Präsident der Fed in Minneapolis, bekräftigt, wobei Evans erklärte, dass die Fed den Leitzins auf eine Spanne zwischen 4,50 Prozent und 4,75 Prozent anheben müsse.

Andere große Notenbanken drehen infolge der hohen Inflation ebenfalls an der Zinsschraube, wobei die steigenden Kreditkosten die Angst vor einer globalen Rezession verstärken, während Europa zudem mit einer Energiekrise konfrontiert ist, so dass der US-Dollar auch als „sicherer Hafen“ gefragt ist.

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EUR/USD setzt seine Talfahrt unvermindert fort und hat im europäischen Handel am Mittwochvormittag bei 0,9536 ein frisches 20-Jahres-Tief erreicht. Am Morgen wurde gemeldet, dass sich der deutsche GfK-Konsumklimaindex im Oktober weiter auf minus 42,5 Punkte eingetrübt hat. Damit markiert der Index den vierten Monat in Folge frische Allzeittiefs. Analysten hatten im Konsens mit einem Rückgang auf minus 39,0 Zähler gerechnet, nach minus 36,8 Punkten im September.

Während USD/JPY bislang bei 144,39 im Tief notierte, fällt GBP/USD zur Wochenmitte bislang bis 1,0622 im Tief zurück, nachdem das Währungspaar am Montag bei 1,0344 ein Allzeittief erreicht hatte. Dabei belasten das Pfund auch die Pläne der britischen Regierung zur Senkung der Steuern und Erhöhung der Kreditaufnahme.

Der Chefvolkswirt der Bank of England, Huw Pill, sagte am Dienstag, dass die Bank of England (BoE) wahrscheinlich eine „signifikante geldpolitische Antwort" auf die umfangreichen Steuersenkungspläne von Finanzminister Kwasi Kwarteng geben werde, fügte jedoch hinzu, dass die BoE bis zu ihrer nächsten planmäßigen Sitzung im November warten wolle, womit Pill Marktspekulationen über eine mögliche außerplanmäßige Zinserhöhung zwischen den regulären Sitzungen zurückwies.

Aus den USA werden am Mittwochnachmittag u.a. die Handelsbilanz für Waren, die Lagerbestände im Großhandel und die sog. „Schwebenden Hausverkäufe“ im August gemeldet. Zudem stehen erneut Reden von Vertretern der Fed auf dem Programm. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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