Fundamentale Nachricht

FX-Mittagsbericht: US-Dollar auf Erholungskurs

Während der US-Dollar am Dienstagvormittag auf breiter Basis zulegt, weitet EUR/USD seine zu Wochenbeginn gemachten Gewinne auf knappes Zweiwochenhoch bei 1,1822 aus. Der Sentix-Konjunkturindex für die Eurozone ist im April überraschend deutlich auf 13,1 Punkte gestiegen – der höchste Wert seit August 2018.

Erwähnte Instrumente

  • EUR/USD
    ISIN: EU0009652759Kopiert
    Kursstand: 1,18192 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • GBP/USD
    ISIN: GB0031973075Kopiert
    Kursstand: 1,38579 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

München (GodmodeTrader.de) – Nachdem der US-Dollar am 31. März 2021 auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) ein knappes Fünfmonatshoch erreicht hat, kam es zu einem Kursrücksetzer, der dem Greenback am frühen Dienstag ein Elftagestief bescherte und von dem er sich im weiteren Verlauf des europäischen Handels am Dienstagvormittag wieder ein wenig erholt.

US-Präsident Joe Biden hat am Montag seine Pläne zur Anhebung der Unternehmenssteuer zur Finanzierung seines mehr als zwei Billionen US-Dollar schweren Infrastrukturmaßnahmenpakets verteidigt. Er sei nicht besorgt, dass die Steueranhebungen der Konjunkturerholung in den USA schaden könnten, so Biden. Die Präsidentin der Federal Reserve Bank (Fed) in Cleveland Loretta Mester sagte zu Wochenbeginn, die Fed sollte an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten, um das US-Wirtschaftswachstum weiter anzukurbeln.

EUR/USD weitet seine zu Wochenbeginn gemachten Gewinne auf knappes Zweiwochenhoch bei 1,1822 aus. Die Stimmung der Anleger für die Eurozone hat sich im April überraschend deutlich verbessert. Der Sentix-Konjunkturindex stieg auf 13,1 Punkte – der höchste Wert seit August 2018. Analysten hatten im Konsens mit einem geringeren Anstieg auf 7,5 Zähler gerechnet, nach 5,0 Punkten im März. „Die Anleger bauen in ihren Erwartungen auf einen beschleunigten Impferfolg in der gesamten EU", kommentierten die Sentix-Experten das Umfrageergebnis. Der wirtschaftliche Erholungsprozess werde durch eine massive Ausweitung der Fiskalpolitik unterstützt, hieß es weiter. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone verharrte im Februar bei 8,3 Prozent (Konsens 8,1 Prozent).

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Während GBP/USD von seinem frischen Zweieinhalbwochenhoch bei 1,3917 bis bislang 1,3838 im Tief zurückfällt, erholt sich USD/JPY von seinem gestern bei 109,96 erreichten Wochentief und legt nun wieder in Richtung seines am 30. März 2021 bei 110,97 erreichten Zwölfmonatshochs zu. Im Hoch wurde das Währungspaar heute bislang bei 110,48 gehandelt. Die durchschnittlichen Nettoeinkommen in Japan sind im Februar auf Jahressicht um 0,2 Prozent gesunken. Analysten hatten im Konsens mit einem stärkeren Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet, nach minus 1,3 Prozent im Januar. Die Ausgaben privater Haushalte gingen im März um 6,6 Prozent im Jahresvergleich zurück, nach minus 6,1 Prozent im Vormonat. Bitte lesen Sie auch die aktuelle USD/JPY-News.

AUD/USD fällt im weiteren Verlauf des europäischen Handels am Dienstagvormittag von seinem über Nacht erreichten Wochenhoch bei 0,7661 zurück und notierte bislang bei 0,7617 im Tief. Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat ihren Leitzins wie von Analysten im Konsens erwartet unverändert auf dem Rekordtief von 0,10 Prozent belassen. Zudem bekräftigten die Währungshüter ihren Willen, den Leitzins auf dem niedrigen Niveau zu belassen, bis die Inflationsrate voraussichtlich 2024 nachhaltig zum Inflationsziel von zwei bis drei Prozent zurückgekehrt sei. RBA-Gouverneur Philip Lowe sagte zudem, dass man weiterhin an dem Renditeziel dreijähriger Anleihen von zehn Basispunkten festhalte und dass das zweite Anleihenkaufprogramm im Volumen von 100 Milliarden Austral-Dollar in der kommenden Woche starten werde. Bitte beachten Sie auch die heutige AUD/USD-News.

Aus den USA werden am Dienstagnachmittag unter anderem die JOLTS-Daten (offene Stellen) im Februar gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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