FX-Mittagsbericht: EUR/USD weiter auf Talfahrt
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Der US-Dollar hat zu Wochenbeginn seine Gewinne gegenüber den anderen Hauptwährungen ausgeweitet, wobei der Greenback nach wie vor von dem starken US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag und den bekräftigten Zinsanhebungserwartungen profitiert hat. EUR/USD erreichte mit bislang zutiefst 1,2245 ein frisches Zweijahrestief.
Gegen die Dollar-Stärke konnten die jüngsten Daten aus der Eurozone nichts ausrichten, obwohl diese wie erwartet oder sogar besser als erwartet ausfielen: Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands stieg im Oktober wie erwartet um 0,2 Prozent im Monatsvergleich, nach plus 1,1 Prozent im September. Der Sentix-Konjunkturindex für die Eurozone verbesserte sich im Dezember überraschend deutlich auf minus 2,5 Punkte (Konsens minus 9,9 Zähler, nach minus 11,9 Punkten).
USD/CHF ist ebenfalls fester in die neue Handelswoche gestartet und hat bei 0,9816 ein frisches 18-Monatshoch erreicht. Unterstützung bekam das Währungspaar dabei auch von den am Montagmorgen gemeldeten schweizerischen Daten. So haben die Einzelhandelsumsätze im Oktober mit einem Anstieg um lediglich 0,3 Prozent im Jahresvergleich enttäuscht. Analysten hatten im Konsens mit einem stärkeren Zuwachs um 0,9 Prozent gerechnet, nach plus 0,5 Prozent im September. Die Verbraucherpreise waren im November wie erwartet und wie im Vormonat auch auf Jahressicht unverändert.
GBP/USD erreichte bei 1,5538 ein frisches 2014er-Tief, konnte sich aber im weiteren Handelsverlauf bis bislang 1,5599 erholen. Dem Quartalsbericht der Bank of England (BoE) zufolge bekommen bei einem Anstieg der Zinsen um zwei Prozentpunkte bei gleichzeitigen weiteren Einkommenszuwächsen lediglich vier Prozent der Bau-Darlehensnehmer Probleme. Sollten die Einkommen jedoch nicht weiter steigen, gerieten 37 Prozent der Kreditnehmer in Zahlungsschwierigkeiten, hieß es.
USD/JPY fiel vom frischen Siebenjahreshoch bei 121,85 im weiteren Handelsverlauf bislang bis 120,98 zurück. Die japanische Wirtschaft ist im dritten Quartal noch stärker geschrumpft als bislang ausgewiesen. Wie die Regierung in Tokio in der Nacht auf Montag meldete, sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zwischen Juli und September um eine hochgerechnete Jahresrate von 1,9 Prozent. Zunächst hatten die Statistiker einen Rückgang der wirtschaftlichen Leistung des Landes um 1,6 Prozent ermittelt. Bereits im zweiten Quartal war die Wirtschaftsleistung Japans geschrumpft, womit sich das Land technisch in einer Rezession befindet. Die neuen Daten zeichnen nur sechs Tage vor den Neuwahlen ein besorgniserregendes Bild der japanischen Wirtschaft.
USD/TRY ist ebenfalls fester in die neue Handelswoche gestartet und notierte bislang bei 2,2773 im Hoch. Unterstützung bekam das Währungspaar auch von der am Montagmorgen gemeldeten enttäuschenden Industrieproduktion in der Türkei. Diese ist im Oktober um 2,4 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem stärkeren Zuwachs um 3,7 Prozent gerechnet, nach plus 2,2 Prozent im September.
US-Wirtschaftsdaten werden am Montagnachmittag nicht veröffentlicht. Auf dem Programm steht jedoch um 18:30 Uhr MEZ eine Rede des Fed-Mitglieds Dennis Lockhart.
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