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FX-Mittagsbericht: EUR/USD fällt auf Neunmonatstief

Während der US-Dollar weiterhin von einer robusten konjunkturellen Erholung in den USA profitiert, haben enttäuschende Daten aus der deutschen und britischen Industrie EUR/USD und GBP/USD am Mittwoch weitere Verluste beschert.

Erwähnte Instrumente

  • EUR/USD
    ISIN: EU0009652759Kopiert
    Kursstand: 1,3362 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • GBP/USD
    ISIN: GB0031973075Kopiert
    Kursstand: 1,6839 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Der US-Dollar weitet am Mittwoch im Umfeld einer sich robust erholenden US-Wirtschaft seine Gewinne der vergangenen Wochen aus. EUR/USD erreichte nach schwachen Daten aus der deutschen Industrie dabei bei 1,3347 ein Neunmonatstief. Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie sind im Juni überraschend um 3,2 Prozent gefallen. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang um 1,6 Prozent im Mai.

GBP/USD fällt nach enttäuschenden Daten aus der britischen Industrie bislang bis zutiefst 1,6826 zurück und befindet sich damit bereits wieder in der Nähe seines am 1./4. August bei 1,6810 erreichten Siebenwochentiefs. Die britische Industrieproduktion ist im Juni um 0,3 Prozent im Monatsvergleich gefallen. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einer Erholung um 0,6 Prozent gerechnet, nachdem der Output im Mai um 0,6 Prozent gefallen war (revidiert von minus 0,7 Prozent). Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe Großbritanniens stieg im Berichtszeitraum hingegen um 0,3 Prozent im Monatsvergleich, enttäuschte damit jedoch gleichfalls die Konsensschätzung von plus 0,6 Prozent. Auf Jahressicht ergibt sich hier ein Zuwachs um 1,9 Prozent.

Der Schweizer Franken hat nach Bekanntgabe besser als erwartet ausgefallener schweizerischer Verbraucherpreisdaten zugelegt. USD/CHF fiel vom tags zuvor bei 0,9111 erreichten Sechsmonatshoch bislang bis 0,9084 im Tief zurück, hat sich aber bereits wieder bis in den Bereich der 0,91er-Marke erholt. Die Verbraucherpreise in der Alpenrepublik sanken im Juli um 0,4 Prozent im Monatsvergleich. Analysten hatten im Konsens mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet, nach minus 0,1 Prozent im Juni.

USD/JPY gibt hingegen nach und notierte bislang zutiefst bei 102,34. Die japanischen Frühindikatoren sind im Juni auf 105,5 Punkte gestiegen. Im Mai hatte der Index bei 104,8 Zählern notiert (revidiert von 105,7 Punkten). Der aktuelle Anstieg um 0,7 Zähler war von Analysten im Konsens so erwartet worden und stellt den ersten Anstieg seit fünf Monaten dar. Wie das Cabinet Office am Mittwoch weiter bekannt gab, fiel der Index der gleichlaufenden Indikatoren im Berichtszeitraum hingegen um 1,8 Punkte auf 109,4 Zähler von revidiert 111,2 Punkten im Mai.

Der Neuseeland-Dollar weitet zur Wochenmitte seine Verluste nach enttäuschenden neuseeländischen Arbeitsmarktdaten aus. Im Tief notierte NZD/USD bislang bei 0,8423 – ein Zweimonatstief. Zwar ist die Arbeitslosenquote im zweiten Quartal stärker als erwartet auf 5,6 Prozent gesunken (Konsens 5,8 Prozent nach 5,9 Prozent im ersten Quarta), doch enttäuschte der Anstieg der Erwerbstätigenzahl im selben Zeitraum mit 0,4 Prozent im Quartalsvergleich. Analysten hatten im Konsens mit einem Zuwachs um 0,7 Prozent gerechnet, nach plus 0,9 Prozent in den ersten drei Monaten des Jahres.

USD/THB gibt nach dem Zinsentscheid der tailändischen Notenbank nach und notierte bislang bei 32,1280 im Tief. Die Bank of Thailand (BoT) hat ihren Leitzins wie erwartet unverändert bei 2,00 Prozent belassen. Begründet wurde die Entscheidung mit den sich verbessernden Wirtschaftsaussichten.

Aus den USA werden um 14:30 Uhr MESZ die Handelsbilanzzahlen für Juni gemeldet. Analysten rechnen im Konsens mit einem Defizit von 44,2 Milliarden US-Dollar, nach einem Handelsbilanzdefizit von 44,4 Milliarden US-Dollar im Mai.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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