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07:09 Uhr, 31.03.2026

FT: Hegseth-Broker fragte Rüstungs-ETF vor Iran-Offensive an, Pentagon dementiert

Ein millionenschweres Mandat für den Verteidigungssektor sorgt für Aufsehen an der Wall Street. Im Zentrum steht das Vermögensmanagement des US-Verteidigungsministers unmittelbar vor einer weitreichenden militärischen Eskalation.

Ein bisschen Streuung der Anlagen kann ja nicht schaden: Im Februar kontaktierte ein Broker von Morgan Stanley im Auftrag des US-Verteidigungsministers Pete Hegseth den Vermögensverwalter BlackRock, berichtet die Financial Times. Ziel der Anfrage war demnach ein millionenschweres Investment in den hauseigenen Rüstungsfonds, wenige Wochen bevor das US-Militär seine jüngste Offensive gegen Teheran startete.

Fokus auf Rüstungsgüter und interne Warnsysteme

Der anvisierte "Defense Industrials Active ETF" (Ticker: IDEF) weist ein Anlagevolumen von 3,2 Mrd. USD auf. Der Fonds investiert schwerpunktmäßig in Rüstungskonzerne wie RTX, Lockheed Martin und Northrop Grumman sowie den Datenintegrationsspezialisten Palantir. Das US-Verteidigungsministerium fungiert als größter Auftraggeber dieser Firmen. Laut BlackRock zielt das Vehikel auf Wachstumschancen durch steigende staatliche Verteidigungs- und Sicherheitsausgaben ab. Innerhalb von BlackRock löste die Anfrage aufgrund der politischen Prominenz des potenziellen Kunden intern einen Warnhinweis aus.

Dementi des Pentagons, Transaktion ausgeblieben

Offizielle Stellungnahmen von BlackRock und Morgan Stanley liegen nicht vor. Sean Parnell, Chefsprecher des Pentagons, wies den Bericht auf der Plattform X zurück: "Diese Behauptung ist völlig falsch und frei erfunden. Weder Minister Hegseth noch einer seiner Vertreter haben BlackRock wegen einer solchen Investition kontaktiert." Der Broker führte die Transaktion letztlich nicht aus. Morgan Stanley bot den im Mai des Vorjahres aufgelegten Fonds auf seinen Handelsplattformen noch nicht für Kunden an. Ob der Vermögensverwalter in der Folge alternative Rüstungsfonds für Hegseth erwarb, ist unbekannt.


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Hegseths finanzielle Historie

Ein Blick auf die Finanzen des Ministers zeigt hohe Einkünfte vor seinem Eintritt in das Kabinett. Zwischen 2022 und 2024 bezog Hegseth als Moderator bei Fox News ein Gehalt von 4,6 Mio. USD. Hinzu kamen Buchvorschüsse von knapp 500.000 USD, Tantiemen zwischen 100.001 USD und 1 Mio. USD pro Publikation sowie Honorare für Vorträge in Höhe von knapp 900.000 USD. Seine letzte finanzielle Offenlegung aus dem Juni 2025 dokumentiert zudem den Verkauf von Aktien an 29 verschiedenen Unternehmen. Die Veräußerungserlöse lagen dabei jeweils zwischen 1.001 USD und 50.000 USD.

Ausblick

Wall-Street-Analysten durchleuchten derzeit verstärkt Handelsaktivitäten an den Finanz- und Prognosemärkten im direkten Vorfeld von Entscheidungen der Trump-Administration. Die Aufarbeitung der versuchten Rüstungsinvestition fällt in eine Phase, in der das Pentagon zusätzliche Milliardenbudgets für die laufenden Militäroperationen beim Kongress anfordert.

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