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12:04 Uhr, 20.10.2026

Midday-Flash: ZEW-Erwartungen sinken auf 28,1 Punkte und belasten DAX

Siemens bricht fast 4 % ein, die ZEW-Erwartungen fallen auf 28,1 Punkte: Der DAX rutscht zur Mittagszeit auf 25.105,39 Punkte ab.

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Schwächere ZEW-Konjunkturerwartungen und deutliche Verluste bei Siemens belasten am Dienstag den deutschen Aktienmarkt: Der DAX gibt bis zur Mittagszeit 0,85 % auf 25.105,39 Punkte nach. Der Ölpreis zieht nach Meldungen über zwei auf Minen gelaufene Tanker in der Straße von Hormus an. Im Immobiliensektor setzen Analysten gegensätzliche Akzente.

Marktbericht

Der DAX notiert zur Mittagszeit bei 25.105,39 Punkten und damit 0,85 % im Minus. Auf dem Index lasten vor allem das Schwergewicht Siemens, das fast 4 % verliert, und die ZEW-Konjunkturerwartungen, die mit 28,1 Punkten hinter der Prognose zurückbleiben. Die überraschend gute Lagebewertung im selben Bericht gleicht den Dämpfer bei den Erwartungen nicht aus.

Vor dem Handelsstart an der Wall Street liegt der S&P-500-Future mit 7.688,38 Punkten um 0,03 % im Minus, nachdem der Kassaindex am Vortag bei 7.690,73 Punkten geschlossen hatte. Etwas deutlicher gibt der Nasdaq-100-Future nach: Er verliert 0,35 % auf 29.425,2 Punkte. Der Kassa-Schlussstand des Vortags lag bei 29.529,34 Punkten.

Am Ölmarkt rückt die Geopolitik in den Vordergrund. Die iranischen Revolutionsgarden melden, dass zwei Öltanker in der Straße von Hormus auf Minen gelaufen sind, was die Risiken für die Ölversorgung erhöht. Brent verteuert sich um 1,52 % auf 112,58 USD je Barrel. Die höheren Energiekosten verstärken den Inflationsdruck. Gold gibt dagegen 0,69 % auf 4.131,5 USD nach. Bitcoin verliert 0,55 % auf 81.393,22 USD, während EUR/USD mit 1,12 und einem Plus von 0,02 % kaum bewegt ist.

Konjunktur

Die deutschen Konjunkturdaten zeichnen am Vormittag ein gemischtes Bild. Die Erzeugerpreise steigen im September gegenüber dem Vorjahr um 6,7 % und damit deutlich stärker als die erwarteten 5,3 %, nach 4,6 % im August. Die ZEW-Konjunkturerwartungen fallen im Oktober um 6,6 Punkte auf 28,1 Punkte und verfehlen die Analystenprognose von 30 Punkten. Die Einschätzung der aktuellen Lage verbessert sich dagegen auf minus 35,9 Punkte und übertrifft die Prognose von minus 44,5 Punkten klar. Für die Eurozone sinken die ZEW-Erwartungen noch kräftiger: von 25,8 auf 18,5 Punkte bei erwarteten 23,6 Punkten.

Im übrigen Europa fällt der britische Arbeitsmarkt positiv auf: Die Arbeitslosenquote in Großbritannien sinkt im August auf 4,7 %, gegenüber einem erwarteten unveränderten Wert von 4,9 %. Die Außenhandelsdaten enttäuschen dagegen. Der Überschuss der Schweizer Handelsbilanz schrumpft im September auf 1,4 nach 5,4 im Vormonat und bleibt damit unter der Prognose von 4,3. Spaniens Handelsbilanz weist für August ein Defizit von 7,81 aus, mehr als die erwarteten 6,4 und der Vorwert von 5,22.

Top-Mover

Wert Aktuell
Fresenius Medical Care +1,26 %
AUMOVIO +1,26 %
Qiagen +1,15 %
SMA Solar Technology -7,85 %
Siltronic -6,09 %
VERBIO Vereinigt.BioEnergie -5,81 %

Aktien-News

Elektro- und Energietechnik zählen zu den schwächsten Bereichen des Vormittags. Die Siemens-Aktie fällt in einem schwachen Marktumfeld um fast 4 % unter ihre 200-Tage-Linie und markiert den tiefsten Stand seit Mai. Noch stärker unter Druck gerät der Schweizer Konkurrent ABB (Aktuelle Analyse), trotz eines Auftragseingangs auf Rekordniveau und einer angehobenen Prognose: Analysten sehen das Quartalsergebnis unter dem Konsens . Bei SMA Solar setzt sich die Talfahrt fort. Die Aktie verliert rund 7 % und fällt auf den tiefsten Stand seit Anfang August. Damit nähert sie sich den 200-Tage-Linien, nachdem sie vom jüngsten Hoch bereits 20 % eingebüßt hatte.

Im Immobiliensektor gehen die Einschätzungen der Analysten auseinander. Vonovia hatte sich vorbörslich nach einer skeptischen Einstufung von Morgan Stanley wieder dem Jahrestief genähert, während TAG Immobilien nach einer Kaufempfehlung von Goldman Sachs um 1,5 % gestiegen war. Bei der Branicks Group steht die Finanzierung im Mittelpunkt: Die Gläubiger stimmen mit 99 % einer Neustrukturierung zu. Danach laufen Verbindlichkeiten von 375 Mio. EUR künftig bis zum 30. September 2030 und weitere 220 Mio. EUR bis zum 30. September 2028. Das Sanierungskonzept soll bis Ende 2026, spätestens bis zum 31. März 2027, in Kraft treten.

Amazon kündigt ein großes Investitionsvorhaben für den Standort Deutschland an. Der Konzern will im kommenden Jahr rund 16 Mrd. EUR investieren, davon rund 4,8 Mrd. EUR in Cloud- und KI-Infrastruktur sowie Rechenzentren für die Tochter AWS. In der Logistik sollen zusätzlich rund 3.000 neue Stellen entstehen.

Anglo American hebt die Produktionsprognose für De Beers für 2026 von 21 bis 26 auf 25 bis 28 Mio. Karat an, ausgerechnet für die Diamantentochter, die zum Verkauf steht. Das Kupferförderziel bestätigt der Konzern trotz eines Produktionsrückgangs im dritten Quartal. Den Abschluss der Teck-Übernahme erwartet er bis März 2027. Barclays stuft Vodafone auf "Underweight" ab und traut der Aktie damit eine schwächere Entwicklung als dem Sektor zu. Das Kursziel liegt bei 105 Pence.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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