Analyse

EUR/NOK: Die Norweger lieben ihre schwache Krone

Die Norges Bank hat Spielraum für Zinserhöhungen. Das nächste Treffen der Währungshüter findet am kommenden Donnerstag statt. Ökonomen erwarten, dass die Notenbank den Leitzins bis Ende des Jahres auf 1,5 Prozent anheben wird.

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Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der norwegischen Premierministerin Erna Solberg zufolge hat sich die Wettbewerbsfähigkeit ihres Landes im Welthandel aufgrund des stetigen Rückgangs der Krone im Laufe der Zeit „stark verbessert“. „In vielen anderen Ländern ist das Wachstum derzeit schwächer", sagte Solberg am Freitag in einem Interview in Oslo. „Auch die Krone entwickelt sich eher schwach, was allen zugute kommt, außer denen, die ins Ausland reisen“.

Die Krone erholte sich zu Beginn der Woche dank des massiven Ölpreisanstiegs in Folge der Anschläge in Saudi-Arabien, der die Nachfrage nach Währungen von rohstoffproduzierenden Länder ankurbelte. Aber in den letzten Jahren wurde es still um die Norwegen-Währung, da die Anleger in unsicheren Zeiten periphere Währungen umschifften und den Dollar favorisierten.

Die Krone ist trotz Zinserhöhungen der Zentralbank schwach geblieben, da die norwegische Wirtschaft schneller wächst als die meisten anderen Volkswirtschaften in Europa und die Inflation in der Nähe des Notenbankziels verharrte. Die schwache Währung gibt der Norges Bank mehr Spielraum für Zinserhöhungen. Das nächste Treffen der Währungshüter findet am kommenden Donnerstag statt. Ökonomen erwarten, dass die Notenbank den Leitzins bis Ende des Jahres auf 1,5 Prozent anheben wird, was die vierte Erhöhung in etwas mehr als zwölf Monaten bedeuten würde.

Aktuell gewinnt EUR/NOK 0,3 Prozent auf 9,8808. Auf den nächsten markanten Widerstand trifft das Cross am Neunjahreshoch vom 21. Dezember 2017 bei 9,9937. Die nächste wichtige Unterstützung findet sich am Tief vom 16. Oktober 2017 bei 9,3146.

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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