ETFs: Nasdaq-Hochs locken in Tech-ETFs
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28. April 2026. FRANKFURT (Deutsche Börse). Am ETF-Markt ist weiter viel los. „Die Umsätze sind hoch, die Käufe überwiegen eindeutig“, berichtet Frank Mohr von der Société Générale. Holger Heinrich von der Baader Bank meldet ebenfalls einen Kaufüberhang, allerdings bei rückläufigen Umsätzen. In den USA erreichten S&P 500 und Nasdaq am gestrigen Montag neue Allzeithochs. Der DAX tritt seit einigen Wochen hingegen auf der Stelle und liegt am Dienstagmittag bei 24.111 Punkten.
Vor allem US- und die USA-lastigen World-ETFs sind gefragt, wie Mohr feststellt. Beispiele: die Core S&P 500- und MSCI World-ETFs von iShares (<IE00B5BMR087>, <IE00B4L5Y983>). Extrem beliebt seien außerdem Nasdaq-ETFs unterschiedlicher Emittenten. Auch bei der Baader Bank dominieren im US-Bereich weiterhin technologieorientierte Strategien, außerdem wachstumsorientierte Ansätze. Zugegriffen werde unter anderem bei Nasdaq-Trackern von BNP und UBS. Im Handel mit World-ETFs würden unter anderem der UBS MSCI World (<LU0340285161>) sowie der WisdomTree Megatrends (<IE0000902GT6>) gekauft.
Eher ungewöhnlich: die hohen Zuflüsse in den Amundi Global Gender Equality (<LU1691909508>), wie Mohr beobachtet. Der ETF bildet Unternehmen ab, in denen die Gleichberechtigung der Geschlechter besonders wichtig ist.
Viele ex-USA-ETFs. Der hohe USA-Anteil an klassischen World-ETFs veranlasst immer mehr Emittenten, „ex USA“-ETF auf den Markt zu bringen. Jüngste Beispiele: der Xtrackers FTSE All-World ex US (<IE000YKHGYN2>) und der Amundi MSCI World Ex USA Screened (<FR0013209921>). Beide setzen auf Unternehmen mit großer und mittlerer Marktkapitalisierung aus Industrie‑ und Schwellenländern und schließen die USA aus. Der USA-Anteil am MSCI World lag zuletzt bei 71 Prozent, beim FTSE All World sind es 61 Prozent.
- Mehr dazu: msciworldindex.com
Skepsis gegenüber Euro-Ländern
Weniger klar ist das Bild bei europäischen Aktien: Leichte Zuflüsse sieht Mohr in gesamteuropäische Titel, Abgaben hingegen bei Eurozonen-Aktien. Heinrich meldet Nachfrage nach europäischen Small Caps, etwa mit dem Amundi MSCI Europe Small Cap ESG Broad Transition (<LU2572257470>). Auch einzelne Länder sind im Fokus, wie Italien mit dem iShares FTSE MIB (<IE00B53L4X51>) und Deutschland mit dem Amundi Core DAX (<LU3206583067>).
Tech-ETFs als Favoriten
Im Handel mit Branchen-ETFs dominieren angesichts der Nasdaq-Hochs die Tech-ETFs, und zwar mit einem klaren Kaufüberhang, wie Mohr berichtet. Beispiele: MSCI World IT-ETFs von Amundi (<LU0533033667>) und Xtrackers (<IE00BM67HT60>) sowie der Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data (<IE00BGV5VN51>). Alle drei haben neue Kurshochs erreicht. Ebenfalls rege gehandelt werden Mohr zufolge Health Care-ETFs mit Käufen und Verkäufen sowie Energie-Tracker mit mehr Käufen.
Mehr aktive als klassische ETFs? Emittent State Street rechnet damit, dass 2026 in Europa erstmals mehr aktive als klassische ETFs aufgelegt werden. „Aktive ETFs dürften 2026 zu den wichtigsten, wenn nicht sogar zum wichtigsten Produkttrend auf dem europäischen Markt gehören und damit den 2025 eingeleiteten Trend fortsetzen", heißt es. Bislang haben aktive ETFs in Europa noch eine Nischenstellung: Nur 3 Prozent des in ETFs verwalteten Vermögens entfallen State Street zufolge auf aktive Strategien. In den USA seien es hingegen bereits mehr als 11 Prozent.
Geldmarkt-ETFs: Hohe Umsätze
Anleihen-ETFs sind derzeit kein großes Thema. „Die Musik spielt klar im Aktienbereich“, stellt Mohr fest. Allerdings berichtet er von stetig steigenden Umsätzen mit Geldmarkt-ETFs – auf beiden Seiten. Wie immer prominent vertreten: die Overnight-ETFs von Amundi (<LU1190417599>) und Xtrackers (<LU0290358497>).
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Von Anna-Maria Borse, 28. April 2026, © Deutsche Börse AG
Über die Autorin
Anna-Maria Borse ist Finanz- und Wirtschaftsredakteurin mit den Schwerpunkten Finanzmarkt/Börse und volkswirtschaftliche Themen.
Feedback und Fragen an live@deutsche-boerse.com
