Kommentar
11:20 Uhr, 06.07.2026

Ende der Krypto-Haltefrist: Initiative ruft zu öffentlichem Protest auf

Die Bundesregierung will die steuerliche Haltefrist für Bitcoin abschaffen. ProHaltefrist kritisiert den Vorstoß und fordert die Freischaltung der Petition.

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Die steuerliche Haltefrist für Bitcoin und andere Kryptowährungen steht in Deutschland vor dem Aus. Nach Angaben der Initiative ProHaltefrist soll das Bundeskabinett am heutigen Montag über einen Gesetzentwurf beraten, der die bisherige Steuerfreiheit nach einjähriger Haltedauer abschaffen würde.

Bislang können private Anleger Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin und anderen Kryptowerten nach Ablauf von zwölf Monaten steuerfrei realisieren. Grundlage ist § 23 Einkommensteuergesetz. Kryptowerte gelten dabei als “andere Wirtschaftsgüter”. Mit der geplanten Reform könnten Gewinne künftig unabhängig von der Haltedauer steuerpflichtig werden.

Widerstand aus der Krypto-Community

ProHaltefrist kritisiert den Vorstoß scharf. Die Initiative sieht in der Haltefrist keinen Steuervorteil für Spekulanten, sondern einen Anreiz für langfristige Vermögensbildung. Gerade Bürger mit Bitcoin-Sparplänen, junge Anleger, Familien und Selbstständige könnten von einer Abschaffung betroffen sein.

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Besonders kritisch bewertet die Initiative die Frage des Bestandsschutzes. Viele Anleger hätten Bitcoin über Jahre im Vertrauen auf die bestehende Rechtslage gehalten. Sollte die Bundesregierung auch Altbestände erfassen oder keine klare Übergangsregelung schaffen, wäre das aus Sicht von ProHaltefrist ein Eingriff in Vertrauensschutz und Rechtssicherheit.

Petition weiter nicht freigeschaltet

Zusätzlich kritisiert ProHaltefrist, dass die bereits am 30. Mai 2026 eingereichte Bundestagspetition zum Erhalt der Haltefrist bislang nicht zur öffentlichen Mitzeichnung freigegeben wurde. Die Initiative fordert die Freischaltung der Petition, den Erhalt der einjährigen Haltefrist und vollständigen Bestandsschutz für bereits gehaltene Kryptowerte.

Bis dahin ruft ProHaltefrist Bürger, Unternehmen, Verbände und Krypto-Communities dazu auf, öffentlich Druck zu machen und Bundestagsabgeordnete zu kontaktieren. Sobald die Petition freigeschaltet wird, beginnt die sechswöchige Mitzeichnungsfrist. Ziel sind 30.000 Mitzeichnungen, damit das Anliegen öffentlich im Petitionsausschuss behandelt wird.

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