MADISON AIR kauft deutschen Lüfterhersteller EBM-Papst
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- Madison Air Solutions Corp. - WKN: A4274E - ISIN: US55658T1051 - Kurs: 29,570 $ (NYSE)
Der Ventilatoren- und Lüfterhersteller EBM-Papst aus Mulfingen wird an den US-Konzern Madison Air verkauft. Insgesamt beschäftigt das 1963 gegründete Familienunternehmen mehr als 13.000 Mitarbeiter, 5.800 davon hier in Deutschland. CEO Klaus Geißdörfer äußert sich dazu folgendermaßen: "Mit Madison haben wir einen Partner gefunden, der genau versteht, was EBM-Papst ausmacht und was wir brauchen, um unsere Marktführerschaft weiter auszubauen". Die Eigentümerfamilien Sturm, Ziehl und Philippiak veräußern ihre Anteile für 4,78 Mrd. EUR. Insgesamt wird EBM-Papst mit 5,1 Mrd. EUR bewertet. Der deutsche Hauptsitz im baden-württembergischen Mulfingen soll erhalten bleiben.
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Zugang zum US-Markt soll beschleunigt werden
Nach Angaben des Unternehmens soll der Zusammenschluss vor allem den Zugang zum US-Markt beschleunigen, insbesondere im wachstumsstarken Geschäft mit Kühllösungen für Rechenzentren. Madison Air erzielt nach eigenen Angaben 95 % seines Umsatzes in Nordamerika und kam 2025 auf 3,5 Mrd. USD Umsatz.
EBM-Papst erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025/26 einen Umsatz von 2,24 Mrd. EUR. Für das laufende Jahr stellt der neue Eigentümer 2,4 Mrd. EUR Umsatz und ein bereinigtes EBITDA von knapp 300 Mio. EUR in Aussicht. Bis 2030 soll das Kerngeschäft auf 3,4 Mrd. EUR wachsen.
Den effektiven Kaufpreis nach Steuervorteilen beziffert Madison Air auf 5 Mrd. USD. Finanziert werden soll die Übernahme mit Eigen und Fremdkapital, Kredite kommen von UniCredit und Wells Fargo. Sollte die Transaktion scheitern, ist laut SEC-Unterlagen eine Entschädigung von 250 Mio. EUR für die Verkäuferfamilien vorgesehen.
Quelle: manager-magazin.de
Aktie unter Druck
Die noch junge Madison-Air-Aktie startete gestern mit einem Plus von fast 5 % in den US-Handel, kippte aber sofort ins Minus und beendete den Handel mit Abschlägen von 5,5 %. Damit bleibt sie dem mehrwöchigen Abwärtstrend zunächst treu und prallt nach einer Erholung an der zentralen Hürde bei 33 - 34 USD nach unten hin ab.
Charttechnische Prognosen gestalten sich auf Grund der kurzen Historie schwierig, wobei sich bereits ein handfester Abwärtstrend etabliert hat. Demnach wäre der Weg des geringeren Widerstandes der nach unten. Am Allzeittief bei 27,38 USD und darunter an der Trendkanalunterkante bei 23 - 24 USD liegen potenzielle Auffangzonen.
Auf der Oberseite würden erst mit einem nachhaltigen Anstieg über 34 USD positive Impulse entstehen. Eine Erholung zur nächsten Hürde bei 37,20 - 37,50 USD kann dann folgen. Darüber hinaus kommt dann das Allzeithoch aus dem Juni bei 44,50 USD wieder ins Gespräch.
Fazit: Die Madison-Air-Aktie reagiert mit Kursverlusten auf die Übernahmepläne. Diese Kursreaktion kommt nicht überraschend, bereits seit einigen Wochen befindet sich der Wert unter Druck. Bis zu einem Ausbruch über die Hürde bei 33 - 34 USD bleibt die Aktie eher zu meiden.

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