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22:47 Uhr, 05.11.2026

Earnings-Movers: Airbnb springt zweistellig, Axon bricht nach Umsatzverfehlung ein

Nach Quartalszahlen bewegen sich Aktien kräftig: Airbnb legt dank angehobener Jahresprognose um 10,9 % zu, Axon verliert nach verfehltem Umsatz 12,9 %.

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Airbnb (ABNB) +10,9 %: Der Ferienvermittler schnellt nach einem starken Quartalsbericht nach oben. Den härtesten Einbruch des Tages muss dagegen Axon Enterprise (AXON) mit −12,9 % hinnehmen.

Airbnb (ABNB) +10,9 %: Der Ferienvermittler überraschte im dritten Quartal 2026 auf nahezu allen Ebenen. Der Umsatz stieg um 19 % auf 4,87 Mrd. USD und übertraf den Analystenkonsens von 4,75 Mrd. USD um rund 2,5 %. Das verwässerte GAAP-EPS kletterte von 2,21 auf 3,16 USD. Getragen wurde das Ergebnis von einem kräftigen Wachstum bei den gebuchten Nächten, flankiert von einem moderaten Anstieg des durchschnittlichen Tagespreises. Das bereinigte EBITDA legte um 22 % auf 2,51 Mrd. USD zu, die Marge verbesserte sich von 50 % auf 52 %.

Airbnb hob zudem die Jahresprognose in zwei Dimensionen an: Das Umsatzwachstum soll nun die hohen Teens erreichen, nach zuvor mindestens Mitte der Teens. Die Ziel-EBITDA-Marge wurde von mindestens 35,5 % auf rund 36 % erhöht. Der Markt honorierte das mit einem der stärksten Kurssprünge im Snapshot — die Kombination aus Umsatzüberraschung und angehobenem Ausblick ließ kaum Raum für Skepsis.

Axon Enterprise (AXON) −12,9 %: Beim Hersteller von Bodycams und Tasern lief das dritte Quartal 2026 schlechter als erwartet. Der Umsatz wuchs zwar um 28 % auf 908,6 Mio. USD, blieb damit aber 2,7 % unter dem Konsens von 934,3 Mio. USD. Auch das Non-GAAP-EPS von 1,72 USD verfehlte die erwarteten 1,89 USD deutlich. Ein wesentlicher Grund: ein verzögerter Federal-Dedrone-Auftrag im Volumen von rund 30 Mio. USD, der ursprünglich noch im dritten Quartal hätte abgerechnet werden sollen.

Schwerer wog der gesenkte Jahresausblick: Axon erwartet für 2026 nun nur noch rund 30 % Umsatzwachstum, nach zuvor 32 bis 34 %. Dass die Adjusted-EBITDA-Marge für das Gesamtjahr leicht auf rund 25,6 % angehoben wurde, konnte den Stimmungsschaden kaum begrenzen — einen verzögerten Großauftrag kann man wegdiskutieren, einen reduzierten Wachstumspfad nicht.

Wynn Resorts (WYNN) −5,5 %: Der Casino-Betreiber enttäuschte im dritten Quartal 2026 auf breiter Front. Der Umsatz fiel auf 1,69 Mrd. USD und blieb damit 3,4 % unter der Konsensschätzung von 1,75 Mrd. USD, gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutete das sogar einen Rückgang von rund 7 %. Das bereinigte EPS brach von 0,86 auf 0,33 USD ein und lag damit weit unter den erwarteten 0,525 USD.

Hauptschuldiger war Las Vegas: Die Tischspiel-Win-Rate fiel mit 18,9 % deutlich unter die eigene Zielspanne von 22 bis 26 % und drückte damit allein schon das operative Ergebnis spürbar. Zusätzlich belastete ein Streik im Encore Boston Harbor, der Anfang September begann. Das Adjusted Property EBITDAR sank auf 464,2 Mio. USD, nach 570,1 Mio. USD im Vorjahr. Einen formellen Ausblick kommunizierte Wynn nicht. Das Projekt Wynn Al Marjan Island in den VAE bleibt weiterhin für September 2027 geplant.

Microchip Technology (MCHP) −5,5 %: Dem Halbleiterhersteller gelang im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 eine solide Überraschung. Der Umsatz stieg um 42,2 % gegenüber dem Vorjahr auf 1,62 Mrd. USD und übertraf den Konsens von 1,61 Mrd. USD. Das Non-GAAP-EPS verbesserte sich von 0,35 auf 0,97 USD und lag damit über den erwarteten 0,94 USD. CEO Steve Sanghi verwies auf ein breites Wachstum über alle Endmärkte, mit besonderem Schub aus Industrie- und Rechenzentrumsanwendungen.

Den Kursrückgang erklärt der Ausblick: Für das Dezember-Quartal stellt Microchip einen Umsatz von 1,573 bis 1,638 Mrd. USD in Aussicht, was am Mittelpunkt einem sequenziellen Rückgang von rund 1 % entspricht. Das Unternehmen machte zudem klar, dass rund 53 Mio. USD an einmaligen Umsatzposten aus dem Septemberquartal nicht wiederkehren werden — eine Warnung, die der Markt trotz des starken Ist-Quartalsergebnisses nicht ignorierte.

Akamai Technologies (AKAM) −3,3 %: Der CDN- und Cloud-Anbieter übertraf im dritten Quartal 2026 die Erwartungen bei Umsatz und bereinigtem Ergebnis: 1,122 Mrd. USD Umsatz lagen knapp über den geschätzten 1,12 Mrd. USD, das Non-GAAP-EPS von 1,77 USD übertraf den Konsens von 1,67 USD deutlich. Stärkstes Segment war Cloud Infrastructure Services mit einem Umsatzanstieg von 34 % auf 109 Mio. USD, während das deutlich größere Security-Segment um 9 % auf 622 Mio. USD zulegte.

Der Jahresausblick fiel dennoch enttäuschend aus — nicht wegen der Umsatzziele, sondern weil das bereinigte EPS im Jahresvergleich rückläufig bleibt. Für 2026 erwartet Akamai ein Non-GAAP-EPS von 6,47 bis 6,68 USD, während das Vorjahr deutlich höhere Werte geliefert hatte. Der ambitionierte Mittelfristausblick für 2027 — Gesamtumsatzwachstum von 17 bis 22 %, getragen von einem Cloud-Infrastructure-Umsatz von 1,1 bis 1,3 Mrd. USD — reichte nicht aus, um die Enttäuschung über die sinkende EPS-Dynamik zu überdecken.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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