MICROCHIP TECHNOLOGY: Gewinnsprung – im Dezember fällt ein Umsatzbeitrag weg
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Rechenzentren und Industriekunden treiben bei Microchip Technology den Umsatz kräftig an, während die Kosten deutlich langsamer steigen. Der Ausblick zeigt jedoch, dass ein Teil der Umsätze nicht wiederkehrt und sowohl Wachstumstempo als auch Marge nachgeben.
| ✦ Auf einen Blick |
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• Der Umsatz steigt um 42,2 % auf 1,622 Mrd. USD und liegt über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 1,61 Mrd. USD. • Das bereinigte verwässerte EPS steigt von 0,35 USD auf 0,97 USD, erwartet waren 0,94 USD. • Die bereinigte operative Marge klettert von 24,3 % auf 39,5 %. • Im Quartalsumsatz stecken rund 53 Mio. USD an seltenen Umsatzposten, die sich im Dezemberquartal nicht wiederholen. • Für das Dezemberquartal erwartet Microchip einen Umsatz von 1,573 bis 1,638 Mrd. USD und ein bereinigtes EPS von 0,87 bis 0,95 USD. |
Microchip Technology, ein Hersteller von Mikrocontrollern und weiteren Halbleitern für Industrie, Autos und Rechenzentren, steigert den Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 um 42,2 % gegenüber dem Vorjahr auf 1,622 Mrd. USD. Damit übertrifft der Konzern sowohl das obere Ende der eigenen Prognose als auch die durchschnittliche Analystenschätzung von 1,61 Mrd. USD. Zum Vorquartal beträgt das Plus 9,2 %.
Beim Gewinn fällt die Hebelwirkung noch deutlicher aus. Die bereinigte operative Marge (Non-GAAP) springt von 24,3 % auf 39,5 %, weil die bereinigten Betriebskosten weit langsamer wachsen als der Umsatz. Das bereinigte verwässerte EPS steigt von 0,35 USD auf 0,97 USD und übertrifft sowohl die durchschnittliche Analystenschätzung von 0,94 USD als auch die eigene Spanne von 0,91 bis 0,95 USD. Nach GAAP verdient Microchip 0,68 USD je Aktie nach 0,03 USD im Vorjahresquartal. Die Lücke zur bereinigten Größe erklären vor allem Abschreibungen auf übernommene immaterielle Werte und aktienbasierte Vergütung. Für den Vergleich mit den Schätzungen zählt die bereinigte Zahl. Der Free Cashflow steigt kräftig von 51,6 Mio. USD auf 396,1 Mio. USD.
Allerdings enthält der Quartalsumsatz rund 53 Mio. USD an seltenen Umsatzposten, die sich im Dezemberquartal nicht wiederholen. Ohne sie hätte der Umsatz die durchschnittliche Analystenschätzung nicht erreicht. Diese Posten erklären nicht das hohe Wachstum, wohl aber einen guten Teil des Vorsprungs gegenüber den Erwartungen.
Rechenzentren liefern die neuen Designs
CEO Steve Sanghi verweist auf breites Wachstum in allen Endmärkten, angeführt von Industrie- und Rechenzentrumsanwendungen. Bei PCIe-Gen6-Switches und Retimern hat sich die Zahl der gewonnenen Kundendesigns binnen eines Quartals von 12 auf 24 verdoppelt. Die Auftragseingänge liegen weiterhin deutlich über den Auslieferungen. Mit Hailo, einem Anbieter von KI-Prozessoren für Endgeräte, und dem Spezialisten für strahlungsgehärtete Mikrocontroller Vorago kauft Microchip zudem Technologie zu.
Aufschlussreich ist ein Nebensatz des Managements: Während sich die Lieferzeiten in der Lieferkette verlängern, bemüht sich Microchip um zusätzliche Kapazität und Waferzuteilungen. Die Herausforderung liegt damit eher in knappen Kapazitäten als in mangelnder Nachfrage. Finanzchef Eric Bjornholt betont zudem, dass die vorhandenen Fabriken weiteres Wachstum mit wenig zusätzlichem Kapital ermöglichen. Für das gesamte Geschäftsjahr plant der Konzern Investitionen von nur rund 100 Mio. USD. Die Kombination aus vollen Auftragsbüchern und niedrigem Kapitalbedarf erklärt, warum der Cashflow so kräftig anzieht.
Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)
Ausblick
Die Prognose für das Dezemberquartal fällt verhaltener aus, als das starke Quartal nahelegt. Microchip erwartet einen Umsatz von 1,573 bis 1,638 Mrd. USD, in der Mitte 1 % weniger als im Vorquartal. Daraus ergibt sich ein implizites Wachstum von 35,4 % gegenüber dem Vorjahresquartal nach 42,2 % im abgelaufenen Quartal. Die durchschnittliche Analystenschätzung von 1,63 Mrd. USD liegt im oberen Teil der Spanne. Beim bereinigten EPS stellt das Management 0,87 bis 0,95 USD in Aussicht, während die Analysten mit 0,94 USD rechnen.
Auch die Profitabilität soll zurückgehen: Die bereinigte Bruttomarge soll bei 64 % bis 65 % liegen nach 66,5 %, die bereinigte operative Marge bei 37,0 % bis 38,5 % nach 39,5 %. Sanghi verweist darauf, dass der Umsatz im Dezemberquartal üblicherweise 3 % bis 5 % unter dem Vorquartal liegt. Rechne man die seltenen Umsatzposten heraus, sei die Prognose 5 % bis 7 % besser als die normale Saisonalität. Der Verweis auf die Saisonalität ist nachvollziehbar. Gleichwohl verlangsamt sich das Wachstum, während die Mitte der Gewinnspanne unter den Erwartungen liegt.
Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | 2026 | 2027e | 2028e |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 4,71 Mrd. USD | 6,41 Mrd. USD | 7,47 Mrd. USD |
| EPS | 1,63 USD | 3,65 USD | 4,59 USD |
*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2026 bereinigt (Summe der Quartale)
Fazit: Der Gewinnhebel funktioniert: 42,2 % Umsatzwachstum gehen bei Microchip mit einer bereinigten operativen Marge von 39,5 % einher. Seltene Umsatzposten von rund 53 Mio. USD schmälern allerdings die Aussagekraft des Vorsprungs gegenüber den Erwartungen. Zudem liegt die Mitte des Ausblicks bei Umsatz und EPS unter den Schätzungen, während die Marge sinken soll. Die verdoppelte Zahl der Rechenzentrums-Designs und längere Lieferzeiten sprechen dagegen für eine robuste Nachfrage. Nach einem bereinigten EPS von 1,63 USD im GJ 2026 erwarten die Analysten 3,65 USD für GJ 2027; auf Basis der Analystenschätzungen sinkt das KGV damit von 41,4 für GJ 2026 auf 21,2 für GJ 2027. Das Wintergeschäft verliert sichtbar an Tempo; der erwartete Gewinnanstieg trägt die positive Tendenz der Aktie.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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